Charles Berlitz über die Etrusker

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(red) Bei einer Betrachtung der Abhandlung der Etrusker und ihrer Kultur in der atlantologischen Literatur ist natürlich auch von Interesse, was Charles Berlitz in den 1970er Jahren über sie schrieb. Dazu hier ein Zitat aus seinem 1976 in deutscher Sprache erschienenen Buch "Das Atlantis Rätsel:

Abb. 1 Ein etruskisches Fresco mit der Abbildung von Musikern und Tänzern im 'Grab der Leoparden' in der Nekropole von Monterozzi bei Tarquinia

" Die geheimnisvollen Etrusker, jenes hochkultivierte und künstlerische Volk, das einst in Italien lebte und von den Römern unterworfen und durch die Verbindung mit ihnen als völkische Einheit aufgelöst wurde, sind oft für Nachkommen der Atlantiden gehalten worden, zumal Plato sagte, sie seien einst von den Atlantiden besiegt worden - »...sie unterwarfen Teile Europas bis hin nach Tyrrhenien...« Obwohl man das etruskische Alphabet, das sich möglicherweise aus dem griechischen oder phönizischen entwickelte, lesen kann, wissen wir nicht, wie es klang.

Die Etrusker sind deswegen so geheimnisvoll, weil wir, abgesehen von Grabinschriften, nichts von ihrer Literatur oder sonstigen schriftlichenDokumenten besitzen, die zusammen mit ihren Städten von den Römern vernichtet wurden. Von ihren Grabmalereien - sie bemalten wie die Ägypter die Wände ihre Gräber, nur mit sehr viel lebensfroheren Motiven (Abb. 1) - wissen wir, daß sie das Leben zu genießen wußten. Vor einigen Jahren entdeckte man drei dünne Goldtäfelchen in einer Ruine. Zwei von ihnen tragen Inschriften in Etruskisch und die dritte eine Übersetzung ins Phönizische.

Da es sich bei diesen Inschriften jedoch um die Widmung eines Tempels handelt, bleiben die Etrusker, was ihre Geschichte oder ihr Herkunftsland betrifft, weiter von dem gleichen undurchdringlichen Geheimnis umgeben. Es läßt sich jedoch die Vermutung aufstellen,daß eine Verwandschaft zwischen dem archaischen Phönizisch und dem Etruskischen - falls eine solche besteht - auf eine früher gemeinsame, noch ältere Sprache hinweist, die unmittelbar mit der Entstehung des echten Alphabets zusammenhängt. [...]

Falls eines Tages etruskische Literatur oder schriftliche Unterlagen gefunden werden, kann man nur hoffen, daß sie einiges Licht in das Dunkel um die Herkunft der Etrusker und ihre mögliche Verwandtschaft mit anderen Kulturen - atlantischen oder östlichen - bringen." [1]


Anmerkungen und Quellen

Fußnote:

  1. Quelle: Charles Berlitz, "Das Atlantis Rätsel", Wien / Hamburg (Verlag Paul Zsolnay), 1976, S. 186-187

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