Das Rätsel der Keltenschanzen

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von unserem Gastautor Gernot L. Geise

"Keltenschanzen" sind ein Mythos. Viele haben schon einmal in irgendeiner Weise davon gehört, können sich aber kein Bild von ihnen machen. "Das müssen wohl irgendwelche Verteidigungsanlagen der Kelten gewesen sein...?" Genaueres ist meist unbekannt. Und da es so gut wie keine Möglichkeit gibt, diesbezügliche Informationen zu erhalten, gibt der am Thema Interessierte bald auf.

Abb. 1: Die Keltenschanze bei Wolfratshausen (Der Wall ist mit Pfeilen markiert). Foto (c) Gernot. L Geise

Hier und dort "stolpert" man in der Landschaft über ein Gelände, das Reste ehemaliger Wälle enthält. Und wenn man Glück hat, steht in der dazugehörigen Landkarte dann "Keltenschanze" (oder "Viereckschanze", "Römerschanze" o.ä.). "Aha, das ist also eine Keltenschanze", denkt sich der Besucher dann und geht unverrichteter Dinge weiter, weil von einer Schanze, wenn überhaupt, bestenfalls einige Wall- oder Grabenreste sichtbar sind, sonst nichts.

Wenn man Glück hat, kann man irgendwann einmal einen Vortrag über Keltenschanzen hören, der meist im Rahmen von archäologischen Gesellschaften gehalten wird. Da erfährt man dann, dass Keltenschanzen "kultische Stätten" oder Gehöfte zur Viehzucht gewesen seien. Solche Behauptungen werden von den Archäologen verbreitet, obwohl sie jedes Nachweises entbehren und - wenn man sich ein wenig mit der Schanzen-Thematik befasst - sich als völlig unsinnig erweisen. Warum werden solche Fehlinformationen verbreitet? Das liegt schlicht und einfach daran, weil die Wissenschaft im Dunkeln tappt und sich fantasievoll Deutungen ausdenkt, um überhaupt eine Erklärung vorweisen zu können.

In der Wissenschaft haben wir das altbekannte Problem: es wird nur in Ausnahmefällen fach-übergreifend (interdisziplinär) geforscht. Denn wenn das geschähe, dann könnte auch unsere Wissenschaft zu Ergebnissen gelangen, wie sie der EFODON e.V. [1] erarbeitet hat, und diese noch weiter ausarbeiten. Das Vorhandensein der Keltenschanzen hat jedenfalls weder etwas mit Kult zu tun, noch mit kriegerischen Auseinandersetzungen oder Viehzucht, auch wenn die eine oder andere Schanze später diesbezüglich missbraucht wurde. Keltenschanzen sind für das Leben (zumindest auf unserem Kontinent) lebenswichtig, denn sie erfüllen eine technische Funktion: sie wirken harmonisierend auf unsere Witterungsbedingungen. Diese Behauptung mag auf den ersten Blick fantastisch anmuten, sie ist jedoch das Ergebnis ausgiebiger Unter-suchungen durch den EFODON e.V.

Es muss verhindert werden, dass die ungebremste Vernichtung der Schanzen - sei es aus Unwissenheit oder aus Zweckgebundenheit - weitergeht. Wir schaden uns damit nur selbst, wie unschwer an der Verschlechterung der Witterungsbedingungen in den letzten Jahren erkennbar ist, die durchaus nicht durch Autoabgase o.ä. hervorgerufen werden, wie man inzwischen vereinzelt schon erkannt hat.

Ein lobenswertes Beispiel bot im Jahre 1994 die Gemeinde Moosinning (Lkr. Erding/OB.), die den EFODON e.V. beauftragte, auf dem Gebiet der Gemeinde eventuell vorhandene Keltenschanzen ausfindig zu machen, um sie vor einer Zerstörung schützen und als Kulturerbe bewahren zu können. Hieraus resultierte ein kleines Buch [2], das u.a. an der Schule von Moosinning verteilt wurde.

Unsere Untersuchungen machten wir überwiegend radiästhetisch, d.h. mit Rute, Mute oder Pendel. Bevor jetzt der eine oder andere Leser abwinkt, lassen Sie mich ein paar Worte zur Radiästhesie sagen. Selbstverständlich ist hier ein gerütteltes Maß Skepsis angesagt, denn radiästhetische Mutungen sind nun einmal keine objektiven Meßergebnisse, die mit technischem Gerät vorgenommen wurden. Sie sind immer subjektiv. Auch ich stand der Radiästhesie, bevor ich mich näher mit ihr befasste, sehr skeptisch gegenüber, denn wir alle sind geprägt von dem, was uns unter dem Mantel der Wissenschaft "verkauft" wird.

Und die Wissenschaft steht der Radiästhesie nicht gerade freundschaftlich gegenüber. Das erkennt jeder an den regelmäßigen Verunglimpfungen der Rutengänger. Besonders negativ meinungsbildend sind Fernsehsendungen, die sich "wissenschaftlich" nennen und "Tests" zeigen, in denen (natürlich nur drittklassige) Rutengänger vorgeführt werden, wie sie falsche Aussagen machen. Das wird dann verallgemeinernd als "die Radiästhesie = Scharlatanerie" dargestellt.

Abb. 2: Moosinning, Schanze 4, Wall.
Foto (c): Geise

Doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Ich hatte das Glück, als Lehrer den Rutengänger Reinhold Lück zu haben, welcher der beste und genaueste Rutengänger ist, den ich kenne. Das wusste ich zu Beginn jedoch noch nicht. Reinhold Lück hat jedoch mehrfach bewiesen, dass er millimetergenau ausmuten kann, was dann durch Grabungen (auf Privatgrundstücken) gegengeprüft werden konnte. Jede Nachprüfung konnte seine Aussagen bisher bestätigen. Und diese seine Genauigkeit hat mich letztendlich überzeugt. Ich möchte ihm an dieser Stelle herzlich dafür danken, dass er sein Wissen zur Verfügung gestellt hat.

Die radiästhetische Praxis hat uns gezeigt, dass an vielen Stellen gemutete Dinge auch auf andere Weise erkennbar sind, man muss nur darauf achten! Blind Springs, Wasserschlaufen, Korrekturschächte, Vierermanipulationen (radiästhetisch feststellbare Kennzeichen einer funktionierenden Schanze) usw. werden sehr häufig durch veränderten Pflanzenbewuchs bestätigt. Bei den Blind Springs (unterirdische senkrechte Wassersäule) oder der Wasserschlaufe (unterirdisch kreisförmig angelegte Wasserführung) tritt auf manchen Schanzen oberirdisch das Wasser aus. Korrekturschächte (in der Literatur als "Kult-" oder "Sakralschächte" bezeichnet) zeigen manchmal eine leichte Vertiefung im Boden. In der Gegend von Moosinning (Kr. Erding) fanden wir die beschriebenen Schanzen auf radiästhetischem Wege, ohne sie vorher zu kennen. Dass die dortigen Schanzen keine Illusionen waren, erkennt man an dort noch vorhandenen Wall- und Grabenresten.

Natürlich bleibt es jedem unbenommen, radiästhetische Untersuchungen auch weiterhin skeptisch zu betrachten. Auch wir sehen die auf diese Weise gewonnenen Ergebnisse mit einem gewissen Vorbehalt an, bis sie anderweilig sicher bestätigt werden können. Sie können jedoch als Grundlage für weitere Nachforschungen dienen.

Der EFODON e.V. hatte sich im Jahre 1991 die Aufgabe gestellt, eventuell vorhandene Zusammenhänge um die sogenannten Keltenschanzen zu erforschen. Zu diesem Zweck mussten wir zunächst ein Konzept erarbeiten, nach dem vorgegangen werden konnte. Dies ergab sich als das sogenannte "Holz-Projekt". Uns fiel nämlich auf, dass es ungewöhnlich viele Orte und Gemarkungsnamen gab, die in ihrer Bezeichnung oder in ihrem Namen den Wortzusatz "Holz" enthielten. Dazu fiel uns auf, dass es zwischen einem "Holzort" und einer Keltenschanze einen Zusammenhang zu geben scheint, denn nach dem ersten Augenschein fanden sich bei den untersuchten "Holzhausen"-Örtlichkeiten Keltenschanzen. Die bekanntesten sind die beiden archäologisch untersuchten Keltenschanzen bei Holzhausen (bei München).

Eines der Ziele des EFODON-Projektes "Holzhausen", das von Thomas Riemer und Reinhold Lück entworfen wurde, war die statistische Erfassung aller verfügbaren "Holzorte", nicht nur in Deutschland, sondern auch im angrenzenden Ausland. Bei Ihren Vorarbeiten stellten Thomas Riemer und Reinhold Lück fest, dass sich im Raum Oberbayern bei fünf "Holzhausen"-Orten jeweils mindestens eine "Kelten-" oder "Viereckschanze" befindet. Bei weiteren Nachforschungen traf dies auch auf den Raum Ostwestfalen-Lippe zu, in dem drei "Holzhausen" jeweils mit Keltenschanzen ausfindig gemacht wurden. Eine Sondierung anhand von Landkarten ergab dann ähnliche Strukturen bei einer Vielzahl von weiteren "Holzhausen". Es stellte sich die Frage:


Warum eigentlich "Holzhausen"?

"Holzhausen" scheint auf den ersten Blick ein natürlicher, logischer Name zu sein für "Häuser aus Holz". Doch in frühgeschichtlicher Zeit baute man in der Regel alle Häuser aus Holz (das ist ein archäologisch-historischer Befund!). Nachforschungen im linguistischen Bereich ergaben verblüffende Ergebnisse: die Herkunft des Wortes "Holzhausen" ist anscheinend niederdeutsch und weiter mittelhochdeutsch und lautete ursprünglich "Holthusen". Die Erklärung zu "holt" lautet "gewogen, günstig, freundlich, liebend, dienstbar, treu", also keinesfalls "Holz"! Eine "Holdschaft" war denn auch Freundschaft, "huldic" zu hulden = Treue geloben, Dienstbarkeit halten/pflegen. Das Wort "hûsen" bedeutet nicht nur "Haus, Rathaus", sondern als Verb viel mehr: "haushalten, wirtschaften", aber auch "bauen". Daher ist an ein reines Holzhaus nur sehr entfernt zu denken.

Inzwischen sind im Laufe der Zeit von uns eine ganze Reihe von Schanzen untersucht worden, Luftbildaufnahmen wurden studiert und eine "Holz"-Datenbank angelegt, in der sich zuletzt rund 7500 "Holzorte" befanden. Aufgrund dessen können wir - im Gegensatz zur offiziellen Archäologie, die nach wie vor nur Mutmaßungen verbreitet - inzwischen recht gute, fundierte Aussagen zu den Keltenschanzen machen, was sie sind und was sie nicht sind.

Dass so wenig über die Schanzen bekannt ist, liegt auch daran, dass zunächst einmal nur sehr wenige dieser Anlagen archäologisch einigermaßen untersucht worden sind, und dass man bei diesen Untersuchungen keinerlei Artefakte oder Sonstiges finden konnte, das über den Sinn und die Funktion einer Schanze Auskunft geben könnte, mit Ausnahme von Müll in den oberen Schichten. Wie intensiv und genau Keltenschanzen archäologisch untersucht werden, mag ein Beispiel zeigen:

Als wir im Sommer 1993 hörten, dass bei Bopfingen-Flochberg(bei Aalen/Westhausen) eine Keltenschanze archäologisch untersucht wird, weil an jener Stelle ein Einkaufszentrum gebaut werden soll, fuhren wir dorthin, um eventuelle Details zu erfahren. Wir besichtigten die Grabung gegen Ende der archäologischen Untersuchung. Die Ausgrabung hatte jede Menge Scherbenfunde zutage gebracht, "Müll aus den letzten fünfhundert Jahren", wie uns der Grabungsleiter erläuterte. An verschiedenen Stellen war der Graben freigelegt worden.

Abb. 3: Schanze auf dem “Gögerl” in Weilheim i. OB (Wall und Graben).
Foto (c): Geise

Auf unsere Frage, wie tief man denn gegraben hätte, erklärte uns der Grabungsleiter, flächendeckend seien zwanzig Zentimeter Boden abgetragen worden. Und dabei habe man Pfostenlöcher und ähnliches festgestellt. Unsere Nachfrage, ob denn noch tiefer gegraben würde, beantwortete man, die zwanzig Zentimeter würden für eine Aussage reichen, beim ehemaligen Wall und Graben seien ja Stichgrabungen vorgenommen worden. Auf diese Art und Weise ist dem Problemkomplex "Keltenschanzen" jedoch ganz sicher kaum näher zu kommen.


Das Vorkommen

Wir haben durch langwierige Recherchen [3] herausgefunden, dass große Teile des europäischen Kontinents - wenn nicht sogar der gesamte - komplett und lückenlos mit "Keltenschan-zen" (bzw. Viereck-, Römer-, Schweden-, Teufelsschanzen usw.) überzogen sind. Es gibt sie nicht nur in Süddeutschland, wie es manchmal noch behauptet wird. Diese Aussage kann mit Sicherheit getroffen werden. Auch in Norddeutschland, Frankreich und in anderen europäischen Staaten wurden Keltenschanzen gefunden. In Italien liegt beispielsweise der Petersplatz im Vatikan auf einer Keltenschanze. In Ägypten weisen die Pyramiden von Gizeh zumindest gleiche Keltenschanzen-Phänomene auf.

Ob sie jedoch auf Schanzen stehen, müsste vor Ort geklärt werden. Keltenschanzen sind somit die mit Abstand meistgebauten Anlagen der Welt. Es gibt in Deutschland fast keinen Landstrich, auf dem keine Keltenschanze angelegt wurde, auch wenn sie offiziell oberhalb der Mainlinie angeblich nicht vorhanden sein sollen. Hierzu gibt es jedoch neben den Forschungen des EFODON e.V. auch Untersuchungen anderer Forscher - hier ist etwa Joachim Jünemann zu nennen - die im norddeutschen Raum reichlich Keltenschanzen gefunden und untersucht haben.

Für die europäischen Nachbarländer dürfte die Situation ähnlich aussehen. Diese haben wir zwar nicht minutiös untersucht, jedoch anhand von Land- und Flurkarten lassen sich beispielsweise auch in Frankreich, Luxemburg, Belgien, den Niederlanden, Dänemark, der Schweiz, Österreich, Italien usw. "Holz-Orte" und Schanzen finden. Noch vor nicht allzu langer Zeit war man der Meinung, dass es sich hierbei nur um relativ wenige Stätten handele, die sakral genutzt worden seien und die nur regional vorhanden seien. Mindestens jedoch enthält jeder Landstrich - egal, ob in Deutschland oder einem anderen europäischen Land gelegen -, dessen Orts- oder Flurname mit der Bezeichnung "Holz" in Verbindung steht (beispielsweise Holzhausen; auch andere Schreibversionen: Holt, Bois; verschiedene Schreibweisen; auch zusammengesetzte Namensbezeichnungen wie Dornholzhausen) wenigstens eine Keltenschanze. Nicht selten werden solche Siedlungen oder Gemarkungen von einem ganzen Schanzenring mit neun Schanzen umgeben.

Abb. 4: Wolfratshausen: Wall mit Wallecke
Foto (c): Geise

Es ist weder überliefert noch bisher sonstwie nachgewiesen, wer die Keltenschanzen angelegt hat. Die Fachwissenschaftler tendierten dazu, sie den Kelten als "Kultplätze" zuzuordnen, daher stammt die Bezeichnung "Keltenschanze". Wahr ist, dass diese Annahme durch absolut nichts untermauert ist. Deshalb rücken auch die Archäologen inzwischen von der Kelten-Theorie ab, wobei die Kelten den Archäologen sowieso sehr suspekt sind.

Sie reden hier lieber von Latène- oder Hallstattkultur und sind bei den Schanzen dazu übergegangen, sie als "Viereckschanzen" zu bezeichnen. Auch bei der sakralen Deutung der Schanzen machen sich inzwischen Zweifel breit, da bisher innerhalb der Anlagen keine eindeutigen Funde mit Weihecharakter, d.h. von sakraler Bedeutung, gemacht werden konnten.

Den Schanzen eine sakrale Funktion zu unterstellen, erscheint auch unsinnig angesichts dessen, dass die bayerische Archäologie mit Hilfe der Luftbildarchäologie nachweisen konnte, dass bereits allein auf dem Gebiet von Bayern noch 40.000 (in Worten: vierzigtausend!) dieser Anlagen existieren. Schanzen liegen nicht selten so dicht nebeneinander, dass sie den selben Wall benutzen. Wozu soll es gut gewesen sein, in solch dichtem Abstand großflächig sakrale Anlagen anzulegen? So steht man vor dem Rätsel: wenn es keine Kultstätten waren, warum hat man diese enorme Menge an Keltenschanzen dann angelegt?

Ich nehme an, dass die Kelten einige dieser Anlagen zwar für ihre Zwecke nutzten, dass sie sie jedoch schon fertig angelegt vorfanden, als sie das Land besiedelten. Dabei scheinen sie durchaus noch gewusst zu haben, wie eine solche Anlage im Detail angelegt werden muss, um die gewünschten Funktionen zu erfüllen, denn es scheint, dass in keltischen Zeiten zumindest die eine oder andere Schanze korrigiert oder neu angelegt wurde. Welche Vor-Zivilisation die ersten Schanzen angelegt haben mag, darüber kann man nur spekulieren.

Der erste Verdacht müsste sich auf die westeuropäische Megalithzivilisation richten, die durchaus zu dergleichen fähig gewesen sein könnte. Möglicherweise stammen diese Anlagen – wegen ihrer eindeutig technischen Funktion - jedoch von einer noch weiter zurückliegenden Hochkultur. Das ist jedoch - wie gesagt - bisher eine reine Spekulation. Allerdings weisen die Forschungsergebnisse des EFODON e.V. darauf hin. Denn erst nach der Installation der Schanzen konnte das vorher unwirtliche Land besiedelt werden, und nicht umgekehrt.

Abb. 5: Gauting-Buchendorf: Teil des Schanzenwalles
Foto (c): Geise

Die Errichtung großer Mengen von Schanzen bewirkt eine weiträumige Wetterharmonisierung, wie dargelegt werden kann. Man vergleiche die Wetterbedingungen auf den selben Breitengraden in Amerika: dort toben regelmäßig Wirbelstürme (Tornados, Hurrikans) und Blizzards über das Land - bei uns hier nicht! Kommt ein Wirbelsturm über den Ozean nach Europa, so löst er sich an der Küste auf. Hat sich schon einmal jemand Gedanken darüber gemacht, warum das so ist? Die Wetterverschlechterungen der letzten Jahre kann man mit einiger Wahrscheinlichkeit darauf zurückführen, dass der Keltenschanzen-Bestand drastisch verringert wurde (Straßenbau, Hausbau u.a.m.) und dass viele noch vorhandenen Schanzen ihre Funktion ganz oder teilweise eingebüßt haben, weil die unterirdischen Wasserverhältnisse gestört wurden (auch hier: durch Straßen- und Hausbau, Grundwasser-Entnahme usw.), denn Schanzen funktionieren ähnlich wie Autobatterien: ist keine Flüssigkeit mehr drin, funktionieren sie nicht mehr.


Die Funktion

Die Schanzen wurden keinesfalls "wahllos" in die Landschaft gebaut, wo sich gerade ein Platz anbot. Die geologischen und die geomantischen Umstände sind ausgesprochen wichtig für ein einwandfreies Funktionieren der Schanzen. Wo die geomantischen Gegebenheiten nicht optimal stimmten, aber eine Harmonisierung der bestehenden Verhältnisse nötig war, dort hatten die Erbauer mit gewissen Manipulationen nachgeholfen und Korrekturen vorgenommen.

Bedingt durch ihre Konstruktion arbeitet eine funktionsfähige Keltenschanze, technisch gesehen, anscheinend ähnlich wie ein großer Kondensator. Über dem Schanzengelände bildet sich eine Art ionisiertes Feld, das unter anderem eine Wetterbeeinflussung zur Folge hat. So kann man beispielsweise über (heute noch) aktiven Keltenschanzen beobachten, dass bei bewölktem Himmel hier die Wolkendecke aufreißt. Auch gegen stärkere Wetterfronten können Keltenschanzen - wie wir beobachtet haben - erfolgreich wirken.

Weiterhin haben wir beispielsweise den in Überlieferungen geschilderten Effekt der "kultischen" Energieaufladung - möglicherweise ein Nebeneffekt -, welche die Kelten auf den Schanzen vorgenommen haben sollen, bevor sie sich - nackt - in das Kampfgetümmel mit den "Römern" stürzten, um ihnen, mit bloßen Händen und unbewaffnet, die Köpfe abzureißen, die sie dann - wie es heißt - als Trophäen an ihre Haustüren aufgehängt hätten. Wir fragten uns, was an diesen Schilderungen eigentlich wahr sein könnte.

Eine Auffälligkeit der Schanzen bis zum heutigen Tag ist, dass sie - bis auf wenige Ausnahmen, bei denen möglicherweise die unterirdischen Manipulationen zerstört worden sind – unbebaut blieben, oftmals als ehemalige "Tabu-Zone". Diese Plätze lassen sich bis heute noch an Ortsrändern und sogar innerhalb von Städten finden (z.B. in Bad Pyrmont, Frankfurt am Main, Hamburg, Paderborn, um nur einige zu nennen). Obwohl sie sich in bester Lage befinden und teuren Baugrund darstellen, wurden sie brach liegengelassen oder in Parkanlagen oder gepflasterte Plätze (wie in Paderborn) umgewandelt.

Unsere Urahnen wussten noch, wie gesundheitsabträglich ein ständiger Aufenthalt auf dem Gelände einer Keltenschanze sein kann. Wegen des nicht bebauten Platzes, und weil ihre Funktionen und Wirkungsweisen vergessen wurden, hat man später vielerorts auf solchen nicht genutzten Geländen Sportplätze, hauptsächlich Fußballplätze, angelegt. Außerdem wurden viele Schanzen bis in die heutige Zeit militärisch genutzt, indem man beispielsweise Kasernen darauf baute. Das verwundert nicht, wenn man weiß, dass ein längerer Aufenthalt im Energiefeld einer Schanze durch die energetische Überladung aggressiv macht.

Abb. 6: Schichten einer Schanze bei Rott (Lkr. LL). So und ähnlich sind alle Schanzen aufgebaut. Foto (c): Geise

Keltenschanzen sind schichtweise aufgebaut. Das Erdreich auf der Fläche einer Schanze muss einige Meter tief komplett abgetragen und anschließend wieder aufgefüllt worden sein – nachdem die "technischen" Voraussetzungen für ein Funktionieren der Schanze durch die Korrekturschächte, die Wasserschlaufe und die Vierermanipulationen geschaffen worden waren. Beim Wiederauffüllen des Erdreiches wurde das ehemals dort vorhanden gewesene Erdreich dazu benutzt, um die zusätzlich eingebrachten Erdschichten abzudecken. Vorher brachte man in die ausgehobene Schanzengrube verschiedene Erdschichten ein, u.a. Ton (Lehm), d.i. AlSiO4, Holzkohle (genannt "Holzerde"), Glimmer u.a.m. Diese zusätzliche Einbringung ist auch heute noch oftmals optisch daran erkennbar, dass die Innenfläche einer Schanze im Regelfall etwa einen halben bis einen Meter höher liegt als das Außengelände. Diese Tatsache ist auch den Archäologen bekannt, allerdings kamen sie bisher nicht darauf, dass hier zusätzliche Erdschichten eingebracht worden sein mussten, weil sie im Regelfall nur die obere Erdschicht untersuchen. Das Wissen um den Schichtaufbau der Schanzen kann inzwischen als gesichert angesehen werden, weil wir ihn in verschiedenen von uns untersuchten Schanzen nachweisen konnten.


Wetterharmonisierung

Keltenschanzen erzeugen offensichtlich - nach den Erkenntnissen des EFODON e.V. -, aufgrund der schichtweisen Zusammensetzung ihres Untergrundes, physikalische Effekte. Hier scheint eine Art Kondensator-Effekt zu entstehen. Dafür spricht auch der vereinzelt gemessene Temperaturunterschied zwischen der Innenfläche einer (aktiven) Schanze und dem umgebenden Außengelände, sowie der (gemessene) Temperaturunterschied an einer Vierermanipulation.

Man könnte sich vorstellen, dass die Wasserfrequenz (des unterirdischen Wassers, in Verbindung mit der Wasserschlaufe) innerhalb der Schanze durch die vorhandenen, gezielt manipulierten und gelenkten Energiefelder abgenommen, gleichgerichtet und dann verstärkt nach oben hin abgestrahlt wird, um auf diese Weise auf die Wasserfrequenz heranziehender Wolken harmonisierend einzuwirken. Dies in der Art, dass die vorhandene, "zwangsberuhigte" Frequenz auf die heranziehende Wetterfront "aufgeprägt" wird. Vielleicht funktioniert das System ähnlich wie die erfolgreichen "Grander-Wassergeräte", in denen ja auch die Information von "gesundem" Wasser auf hindurchfließendes "normales, krankes" Wasser übertragen wird. Ein definitiver, wissenschaftlich geführter Nachweis, dass dies tatsächlich so ist, steht bisher noch aus. Bisher beruht diese durch den EFODON e.V. aufgestellte Theorie nur auf den festgestellten Indizien.

Die "Zwangsharmonisierung" von Wetterfronten muss nicht zwingend in der oben geschilderten Art vor sich gehen. Der technische Ablauf kann auch anders sein, jedoch bleibt das Ergebnis gleich und ist nachvollziehbar. Das über einer Schanze in der Luft erzeugte, anscheinend nach oben gerichtete Feld reicht offensichtlich hoch genug in die Atmosphäre hinein, um für eine Wetterbeeinflussung verantwortlich zu sein. Den hervorgerufenen Effekt kann jeder beobachten.

Es kann bei vielen (aktiven, nicht bei gestörten oder zerstörten) Keltenschanzen mit bloßem Auge beobachtet werden, dass bei leichter Bewölkung genau über der Schanze die Wolkendecke aufreißt, meist recht scharf abgegrenzt. Oft wird hier auch von "Wetterscheiden" geredet, wobei es wissenschaftlich nicht erklärbar ist, warum ausgerechnet an diesen Stellen eine Wetterbeeinflussung stattfinden soll.

Ich selbst nutze übrigens das Phänomen des Wolkenaufreißens zur Orientierung, wenn ich im bayerischen Oberland irgendwo in der Gegend des Ammersees im Gelände unterwegs bin und wissen will, wo ich bin. Ich schaue nach oben und suche das Wolkenloch über dem "heiligen Berg" Kloster Andechs (Das funktioniert jedoch nur bei leichter Bewölkung, nicht bei wolkenlosem Himmel). Dazu muss man wissen, dass das Kloster Andechs auf einer sehr energiereichen Schanze steht.

Dass auf Keltenschanzen tatsächlich starke Kraftfelder wirken, konnten wir auch daran beobachten, dass durch einen Aufenthalt auf einer Keltenschanzen ein Kompass dauerhaft umgepolt werden kann (dass die Nadel anstatt nach Norden nach Süden zeigt). Da dieses Phänomen bisher erst im Nachhinein, aber mehrmals, festgestellt wurde, ist es bisher nicht sicher, wie lange man sich dazu auf einer Schanze aufhalten muss, oder ob dazu gewisse Kraftlinien überschritten werden müssen. Wie als bekannt vorausgesetzt werden darf, richtet sich ein Kompass nach den magnetischen Gitterlinien des irdischen Globalgitternetzes aus, und nicht etwa nach dem Nordpol (man stelle sich vor, welch ein großer Magnet am Nordpol positioniert sein müßte...!).


Zeichen für magnetisches Kraftfeld?

Wenn durch den Besuch auf einer (oder mehreren) Keltenschanzen also eine Nadel-Umpolung stattfinden kann, so könnte es sich hierbei um ein Zeichen für ein relativ starkes magnetisches Kraftfeld handeln. Andererseits scheint die Kompassanzeige auf dem Gelände einer Keltenschanze "normal" zu sein, d.h. ohne beobachtbare Fehlanzeigen oder ausgeprägte Schwankungen.

Abb. 7: Wolkenaufriss über einer Schanze nördlich von München (Ausschnitt). Auf dem Foto erkennt man gerade noch den runden Charakter des Aufrisses. Foto (c): Geise

Die als normal zu bezeichnenden Nadelschwankungen - ein Zeichen für das Durchschreiten des Globalgitternetzes - unterscheiden sich - nach unseren Beobachtungen - auf dem Gelände einer Schanze nicht von denen außerhalb.

Es ist uns bisher jedoch noch nicht gelungen, einen umgepolten Kompass auf einer Keltenschanze wieder zurückzupolen. Das Phänomen der Keltenschanzen ist auch mit den For-schungsergebnissen des EFODON e.V. bei weitem nicht in seiner Gesamtheit erklärbar. Wir bieten mit unseren Ergebnissen jedoch eine Basis für weitergehende Forschungen. Vergleicht man diese Ergebnisse mit den offiziellen archäologischen [4], so ist es ernüchternd, zu lesen, wie wenig die Archäologie in den letzten Jahrzehnten hinzugelernt hat, und wie wenig sie über die Schanzen weiß.


Anmerkungen und Quellen:

Dieser Beitrag von Gernot L. Geise (c) erschien online zuerst (dreiteilig) unter:

http://www.gernot-geise.de/html/archiv/schanzen/schanzen/schanzen1.htm

http://www.gernot-geise.de/html/archiv/schanzen/schanzen/schanzen2.htm

http://www.gernot-geise.de/html/archiv/schanzen/schanzen/schanzen3.htm


Jetzt ist er (leider ohne Bilder) unter

http://www.efodon.de/html/archiv/schanzen/geise/schanzen1.htm

http://www.efodon.de/html/archiv/schanzen/geise/schanzen2.htm und

http://www.efodon.de/html/archiv/schanzen/geise/schanzen3.htm

zu finden.

  1. EFODON e.V., Europäische Gesellschaft für frühgeschichtliche Technologie und Randgebiete der Wissenschaft, Glückauf-Straße 31, D-82383 Hohenpeißenberg
  2. Gernot L. Geise: "Das keltische Nachrichtensystem wiederentdeckt", EFODON e.V., Hohenpeißenberg 1995
  3. Gernot L. Geise: "Keltenschanzen und ihre verborgenen Funktionen", EFODON e.V., Hohenpeißenberg 1999, Leinen, 365 Seiten mit 345 Abb., ISBN 3-932539-11-7
  4. vgl. etwa: "Keltische Viereckschanzen", Theiss-Verlag


Bild-Quellen:

(1) http://www.gernot-geise.de/html/archiv/schanzen/schanzen/1994_wolfratshausen_06_weg_zur_schanze.jpg

(2) http://www.gernot-geise.de/html/archiv/schanzen/schanzen/1994_moosinning__schanze_4_s_d-wall.jpg

(3) http://www.gernot-geise.de/html/archiv/schanzen/schanzen/1994_weilheim__g_gerl_5.jpg

(4) http://www.gernot-geise.de/html/archiv/schanzen/schanzen/1994_wolfratshausen_05_wall.jpg

(5) http://www.gernot-geise.de/html/archiv/schanzen/schanzen/2000_jan_gauting-buchendorf_01.jpg

(6) http://www.gernot-geise.de/html/archiv/schanzen/schanzen/1994_rott__schichten-10.jpg

(7) http://www.gernot-geise.de/html/archiv/schanzen/schanzen/1998_wolkenaufriss_1.jpg