Diamantis Pastras

Aus Atlantisforschung
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Forscher- und Autorenportrait

Abb.1 Abbildung einer Originalskizze von Diamantis Pastras´ Atlantis-Karte mit seinen handschriftlichen Notizen. Oben ist die Kykladen-Großinsel mit der Ebene und der Metropolis von Atlantis eingezeichnet, unten Kreta, und in der Mitte die altägyptische 'Seekarte', die er seiner Theorie zugrunde legte.

(red) Diamantis 'Don' Pastras (Geburtsort und -datum unbekannt) ist ein griechisch-australischer Privatforscher, der im Berufsleben als Kleinunternehmer bzw. Gechäftsinhaber [1] tätig ist. Pastras gilt als der erste Verfechter einer neuen Variante der ägäischen Atlantis-Lokalisierungen, deren Anhänger Platons verschollenes Reich der Vorzeit mit einer vormals in der Südägäis existenten Großinsel (Kykladis) in Verbindung bringen, deren letzte Überreste die heutigen Kykladen sind.

Diamantis Pastras - Totenbuch - Kykladia und Kreta.jpg
Abb. 2 Das von D. Pastras als protohistorische Seekarte betrachtete Fragment des altägyptischen Totenbuchs

Zur Grundlage seiner speziellen Atlantis-Lokalisierung in der Ägäis wurde ein im Britischen Museum zu London ausgestelltes Fragment (Abb. 2) des ägyptischen Totenbuchs, das er als altertümliche Seekarte interpretierte, auf der außer Kreta weiter nördlich noch eine andere Insel von beträchtlicher Größe dargestellt ist. Nach weiterführenden Studien legte Pastras dann 1989 dem griechschen Kulturministerium ein Forschungspaper [2] vor, in dem er eine erste ausgearbeitete Fassung seiner Theorie präsentierte.

Darin stellte er seine Argumente für die Annahme vor, Atlantis habe im Gebiet der heutigen Kykladen und der Insel Astipalea im Dodekanes-Archipel gelegen, wo sich noch während der Bronzezeit eine größere insulare Landmasse befunden habe, welche schließlich um 1500 v.d.Z. durch die Minoische Eruption des Thera-Vulkans (Santorin) vernichtet wurde.

Im Jahr 2002 erhielt Diamantis Pastras die Genehmigung der griechischen Behörden, eine von ihm geleitete archäologische Untersuchung durchzuführen, welche aber keine Funde erbrachte. Davon ließ er sich allerdings nicht demotivieren, führte seine Forschungen weiter und präsentierte seine Theorie 2005 im Rahmen der internationalen Atlantis-Konferenz auf der Insel Milos. Mit einer weiter überarbeiteten Fassung seiner Studie leistete er 2008 schließlich auch einen Beitrag zur zweiten internationalen Atlantis-Konferenz in Athen.


Anmerkungen und Quellen

Verwendetes Material:

Fußnoten:

  1. Anmerkung Tony O’Connell bezeichnet Pastras in seiner Atlantipedia als "confectioner" (Süßwarenproduzent oder -händler, Zuckerbäcker, Konditor etc.)
  2. Siehe: Diamantis Pastras, "Final Solution to The Question of Atlantis", Forschungspapier, 1989; überarbeitet 2002, 2005 und 2008

Bild-Quellen:

1) sakketosaggelos.gr, unter: Μια νέα έρευνα για τη Χαμένη Ατλαντίδα!...
2) ebd.