Die Aufhebung der Schwerkraft

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von Olof Alexandersson

Abb. 1 Waren - oder sind? - tibetische Mönche in der Lage, die Gesetze der Schwerkraft zu umgehen? In diesem Beitrag wird der faszinierende Vorgang des so genannten "Steinewerfens" geschildert, der eine solche Annahme realistisch erscheinen lässt. (Bild: Mönche im fast 1000 Jahre alten Sakya-Kloster, ca. 130 km westlich von Shigatse in Tibet. Aufnahme: Luca Galuzzi)

Der schwedische Arzt Dr. Jarl, ein Freund Kjellsons [1], studierte in Oxford. In dieser Zeit befreundete er sich mit einem tibetanischen Studenten. Einige Jahre später, es war im Jahre 1939, machte Dr. Jarl im Dienste einer englischen wissenschaftlichen Gesellschaft eine Reise nach Ägypten. Dort wurde er von einem Boten seines tibetanischen Freundes aufgesucht und dringend gebeten, mit ihm nach Tibet zu kommen, um einen hohen Lama ärztlich zu behandeln. Nachdem Dr. Jarl von seiner Dienststelle Urlaub bekommen hatte, folgte er dem Boten und kam nach einer langen Reise mit Flugzeug und Jak-Karawanen zum Kloster, wo der alte Lama und sein Freund, der jetzt Inhaber einer hohen Stellung war, sich befanden.

Dr. Jarl blieb eine längere Zeit dort, und dank der Freundschaft mit dem obengenannten Tibetaner lernte er viele Dinge kennen, die Ausländer vorher nicht beobachtet oder gehört hatten. Eines Tages nahm ihn sein Freund mit zu einem Platz in der Nähe des Klosters, wo sich eine abschüssige Wiese ausdehnte, die in Nordwest von hohen Felswänden begrenzt war. In einer Felswand, 250 m hoch, war ein Loch, als wäre es ein Eingang zu einer Höhle. Auf dem Absatz vor diesem Eingang wurde von den Mönchen eine Mauer errichtet. Die Mönche konnten ihren Arbeitsplatz nur von der Spitze der Felswand erreichen, von der sie mit Seilen herabgelassen wurden.

Mitten auf der Wiese, etwa 250 m von der Felswand entfernt, befand sich eine glattgeschliffene Felsplatte, in der wiederum eine Schale mit einem Querschnitt von 1 m und einer Tiefe von 15 cm ausgehauen war. In diese Schale wurde eben ein großer Steinblock geschafft, der von Jaks herangeschleift worden war. Der Steinblock hatte eine Seitenlänge von 1 m und eine Höhe von 1,50 m. In einem Abstand von 63 m von der Schale entfernt wurden dann 19 Musikinstrumente aufgestellt und zwar in einem Viertelkreis. Der Radius von 63 m wurde genau bemessen. Die Musikinstrumente bestanden aus 13 Trommeln und 6 Trompeten (Ragdons).

8 Trommeln hatten einen Querschnitt von 1 m und eine Länge von 1,50 rn, 4 Trommeln waren mittelgroß mit einem Querschnitt von 0,7 m und einer Länge von 1 rn. Die einzige kleine Trommel hatte einen Querschnitt von 0,2 m und eine Länge von 0,3 m. Die Trompeten waren alle gleich. Sie hatten eine Länge von 3,12 m und eine Öffnung von 0,3 m, Die großen Trommeln und alle Trompeten waren in Ständern aufgehängt und konnten mit Richtstöcken in Richtung Steinblock eingestellt werden. Die großen Trommeln waren aus einem etwa 3 mm starken Eisenblech hergestellt und hatten ein Gewicht von etwa 150 kg. Sie waren in fünf Sektionen gebaut. Alle Trommeln waren an einem Ende offen, während das andere Ende mit einem Grund aus Metall versehen war, den die Mönche mit großen, ledergekleideten Keulen schlugen. Hinter jedem Instrument stellte sich eine Reihe Mönche auf. Die Aufstellung erfolgte in der Anordnung, wie sie in den [folgenden] Abbildungen ersichtlich ist.

Levitation - 2 und 3.jpg
Abb. 2 und 3 Die 'Versuchsanordnung' des Levitations-Vorgangs, dessen Zeuge Dr. Jarl in Tibet wurde.

Als der Steinblock auf seinem Platze war und alle "Musikanten" und Priester ihre Plätze eingenommen hatten, gab der Priester, der allein hinter der kleinen Trommel stand, das Signal zur Eröffnung des Konzertes. Die kleine Trommel hatte einen scharfen, zerreißenden Laut, der immer hoch durch den Lärm der anderen Instrumente herausgehört wurde. Die Mönche, die in der Reihe hinter den Instrumenten standen, sangen unaufhörlich ein Gebet oder“Mantra" das aber von dem ohrenbetäubenden Lärm fast übertönt wurde.

Während der ersten vier Minuten des Trommelns und Blasens geschah nichts. Das Tempo der Musik steigerte sich aber unaufhörlich, und plötzlich fing der Steinblock an, sich hin- und herzuwiegen. Dann schoss er mit immer zunehmender Geschwindigkeit in die Höhe hinauf in Richtung der Öffnung an der Bergwand. Nach drei Minuten landete er auf dem Absatz vor der Höhle. Dann und wann zersplitterte ein Stein, und die Mönche dort oben wälzten die zersplitterten Reste in die Tiefe.

Unaufhörlich wurden neue Steinblöcke herangeschleppt und nach oben geschafft. Pro Stunde konnten die Mönche fünf bis sechs Blöcke 250 m hoch in einer etwa 500 m weiten Bahn hinaufwerfen. Die Bahn war eine Parabelbahn.

Dr. Jarl hatte freilich schon von diesem tibetanischen Steinwerfen gehört. Tibetkenner wie Linauer, Spalding und Huc haben auch davon gesprochen. Aber sie haben es nie gesehen. So wurde Dr. Jarl der erste Ausländer, der Gelegenheit hatte, dieses merkwürdige Schauspiel zu sehen. Da er aber anfangs der Ansicht war, dass er nur das Opfer einer Massenpsychose sei, nahm er zwei Filme von diesem Schauspiel auf. Nach der Entwicklung derselben fand er dasselbe, das er soeben im Freien gesehen hatte. Das erst überzeugte ihn, dass er einen realen Vorgang erlebt hatte. Die englische Gesellschaft, in deren Dienst Dr, Jarl stand, nahm die Filme in Beschlag und erklärte sie für 50 Jahre als geheim. Erst um 1990 sollen sie freigegeben werden. Das ist unerklärlich.

Nach Spalding sollen die Tibetaner der Aufhebung der Schwerkraft mächtig sein. Flugdirektor Kjellson ist aber der Ansicht, dass das oben erzählte Phänomen von einer Wirbelwirkung abhängig ist. Man kann annehmen, so sagt er, dass die Tibetaner das Wissen besitzen, um eine künstliche Trombe, also einen Luftwirbel, mit Schallwellen zu erzeugen. Versuche Flugdirektor Kjellsons haben u.a., gezeigt, dass es möglich ist, sogenannte Wirbelringe zu erzeugen, die unter Umständen eine gewisse Zeit zusammenhalten. Wenn sie in ihrem Lauf mit einer Kante gegen einen festen Gegenstand stoßen, haben sie die Eigenschaft, sich in Richtung rund um den Gegenstand abzulenken. Wenn nun solche vertikale Wirbel unaufhörlich gegen einen Gegenstand gesandt werden, ist es denkbar, dass dadurch ein vertikaler Stabwirbel entsteht, d.h. eine Trombe. [2]

Als Flugdirektor Kjellson sich eingehend mit dem Problem des Wirkungsgrades beschäftigt hatte, bekam er eine sehr schlechte Übereinstimmung zwischen dem Effekt, den die Musikanten durch das Blasen und Trommeln entfalten können und dem, der für die Hebung des Steinblocks notwendig ist. Dieses entmutigende Resultat zwang ihn zu folgendem Schluss: "Eine andere Erklärung könnte sein, dass die Priester durch ihre Instrumente und wirbelerzeugende Anordnung sozusagen ein Ventil zu einem Kraftgeschehen öffnen. Dabei braucht keine Gleichung zwischen zugeführtem und ausgelöstem Effekt vorliegen."

Ich hatte mehrmals Gelegenheit, mit Herrn Direktor Kjellson die Schaubergersche Imploslonstheorie zu besprechen, die ihn sehr interessiert. Ich vertrat die Auffassung, dass das tibetanische "Steinewerfen" ein typischer Implosionsvorgang sei, nämlich die Auslösung von Levitationskräften durch einen Wirbeleffekt. Direktor Kjellson fand diese Hypothese außerordentlich interessant und wollte sich eingehend damit beschäftigen. Leider starb er, ehe er diesen Plan verwirklichen konnte. [3] Seine Forschungen über die Technik des Altertums, die er teilweise persönlich in Ägypten, Palästina usw. betrieb, eröffnen hoch interessante Perspektiven von der hochentwickelten Technik und Wissenschaft der alten Kulturvölker. Sie schaffen ein Wissen, das auch für unsere Forschung von Bedeutung ist.


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Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Olof Alexandersson wurde erstmals publiziert in der Zeitschrift „Implosion (Nr. 13), aus der auch die beiden Grafiken Abb. 2 und 3 stammen. [4] Der Artikel und diese Abbildungen dürfen bei Namensnennung mit freundlicher Erlaubnis des Vereins Implosion e.V. wiederveröffentlicht werden.

Fußnoten:

  1. Red. Anmerkung: Henry Verner Kjellson (1891–1962) war ein schwedischer Luftfahrtingenieur, der eine auch Reihe von Büchern über verschollene Zivilisationen und vermutlich verloren gegangenes technisches Wissen verfasste. In einem davon - „Försvunnen Teknik“ (Verschwundene Technik), 1973 - berichtete er über die in diesem Artikel geschilderte Begebenheit.
  2. Anmerkung des Autors: Wer den Film von Walt Disney "Die lebende Wüste" sah, erinnert sich vielleicht einer interessanten Szene. Man sah zuerst, wie der Wind rund um einen Stein kleine Steine in einer Spirale drehte. Die Spuren im Sande waren ganz deutlich zu sehen. In immer engeren Windungen gingen diese Spuren gegen den großen Steinblock, und plötzlich war dieser nicht mehr da. Er war weggeworfen worden. Der Wirbel hatte ihn aufgehoben und weit davon niedergelassen.
  3. Red. Anmerkung: Kjellson war ein bekannter Luftfahrtingenieur, der sich des Themas sicher nicht angenommen und in einem seiner Bücher erwähnt hätte, wenn er es für unglaubwürdig gehalten hätte. Ob allerdings das Wissen dieser Art von Levitation heute bei den Mönchen Tibets noch vorhanden ist, bleibt fraglich. (fs)
  4. Red. Anmerkung: Weitere Graphiken dazu, die augenscheinlich aus Henry Kjellsons Werk stammen, sind online hier zu finden: Bruce Cathie, "Acoustic Levitation Of Stones", bei bibliotecapleyades.net

Bild-Quellen:

1) Lucag (Luca Galuzzi, Webseite: www.galuzzi.it), via Wikimedia Commons, unter: File:IMG 1972 Sakya.jpg
2) Olof Alexandersson / Implosion e.V.
3) ebd.