Mais, Ananas und Sonnenblumen im alten Indien

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Ethnobotanische Belege für interkontinentale Reisen in ferner Vergangenheit - und für Atlantis?

Auch die Ethnobotanik, ein sehr komplexes wissenschftliches Fachgebiet an der Schnittstelle zwischen Biologie und Ethnologie, das sich mit den diversen Nutz- und Kulturpflanzen der Völker und Völkerfamilien beschäftigt, möchten wir in ihrer Funktion als "Hilfswissenschaft" des modernen Diffusionismus sowie der nonkonformistischen Atlantisforschung und Alternativ-Historik vorstellen.

Abb. 1 Mais in Indien - vor der "Entdeckung" Amerikas durch Kolumbus? Die Abbildungen in einer Anzahl alter Tempel sind ein deutlicher Beleg dafür.

Gerade Ethnobotaniker waren entscheidend daran beteiligt, Ende des 20. Jahrhundert ein weiteres Glied in der Kette von Indizien für frühe interkoninentale Beziehungen zwischen den Völkern der alten und der neuen Welt zu schmieden. Einige Forscher konnten nämlich Anhand der Darstellungen aus indischen Tempeln verschiedener Epochen nachweisen, dass dort schon lange vor der "Entdeckung" Amerikas durch Christoph Kolumbus verschiedene Pflanzen und Früchte bekannt gewesen sein müssen, die eindeutig in der Neuen Welt beheimatet sind.

So belegten beispielsweise Carl L. Johannessen und Anne Z. Parker in ihrer Veröffentlichung "Maize Ears Sculptured in 12th and 13th Century A.D. India as Indicators of Pre-Columbian Diffusion", [1], dass in mindestens drei präkolumbischen Hoysala-Tempeln im Raum Myore im indischen Teilstaat Karnataka existieren Darstellungen von Maiskolben existieren. Ihr Artikel enthält u.a. 16 Fotografien einiger der betreffenden Skulpturen.

Noch weitergehende Belege für den Import amerikanischer Pflanzen und Früchte in das Antike Indien - oder zumindest an die lebendige Erinnerung daran in antiker Zeit - lieferte 1989 die indische Ethnobotanikerin Prof. Shakti M. Gupta, die nicht weniger als ein halbes Dutzend, orginär aus der Neuen Welt stammende, Nutzpflanzen auf Kunst- und Devotionalobjekten ihrer indischen Heimat nachweisen konnte. Von J. Huston McCulloch aus den USA stammt eine kurze Einführung in Prof. Guptas Arbeit, die wir hier in deutscher Sprache vorstellen.

Team Atlantisforschung.de


Beiträge zum Thema Ethno-Botanik, Diffusionismus und Atlantisforschung:


Anmerkungen und Quellen

Fußnote:

  1. Carl L. Johannessen u. Anne Z. Parker, "Maize Ears Sculptured in 12th and 13th Century A.D. India as Indicators of Pre-Columbian Diffusion", Economic Botany 43, 1989, 164-80

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