Neues zu den angeblichen "Glasöfen" bei Rennes-le-Château

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Verglasungs-Spuren in Süddfrankreich werfen kryptotechnologische Fragen auf

(red) Die kleine südfranzösische Gemeinde Rennes-le-Château ist offenbar um ein Mysterium reicher. Wie ein alternativ-historisches Forscherteam aus Deutschland im August (2011) mitteilte, liegen inzwischen die Untersuchungsergebnisse zu einer Materialprobe vor, die von ihm aus einem der, in der Nähe der Ortschaft befindlichen, sieben so genannten "Glasöfen“ entnommen wurde. Diese Bezeichnung rührt daher, dass die Strukturen offiziell als frühmittelalterliche Glas-Schmelzereien deklariert werden, deren Alter ca. 1500 Jahre betragen soll. [1]

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Abb. 1 Der Eingang zum einzigen "Glasofen" bei der Salsquelle, in der Nähe von Rennes-le-Château, welcher noch heute begehbar ist.(Foto: © Werner Betz, Ancient Mail)

Tatsächlich lassen - besonders was die größte und einzig begehbare dieser Anlagen betrifft - sowohl das völlige Fehlen von Brennmaterialresten (Holzkohle, Holzreste, Asche usw.) in der Nähe der Strukturen als auch die Tatsache, dass dort keine Überreste von Vorrichtungen zur Beschickung mit Material (z.B. Erz) sowie für die Entnahme von fertigen Produkten (z.B. Glas oder Metall) zu finden sind, massiven Zweifel an der offiziellen Interpretation aufkommen. Zudem sind keinerlei Brandspuren (z.B. Ruß) im Inneren der Kuppel auszumachen, welche sich im hinteren Teil des Objekts befindet.

Abb. 2 Verglastes Gestein aus der Kuppel des alten 'Ganggrabes'. Bei diesem Fragment handelt sich nicht um die untersuchte Glasprobe.

Außerdem sollen, unbestätigten Aussagen zufolge, bereits vor einigen Jahren Datierungen erfolgt sein, nach welchen die Anlage, die immerhin alle Charakteristika eines neolithischen Ganggrabes aufweist, tatsächlich ca. 6000 Jahre alt ist. [2] Alles in allem dürfte jedenfalls klar sein, dass es sich bei den angeblichen "Glasöfen" keineswegs um mittelalterliche Produktions-Stätten handeln kann. Die eingangs erwähnten, aktuellen Befunde des Teams aus Deutschland heizen die Diskussion jetzt noch weiter an.

Team-Mitglied Dr.rer.nat. W. Bockelmann erklärte dazu: "Durch eine schier unglaubliche Kette von Zufällen ergab sich für uns vor kurzem die Möglichkeit, mit modernsten Methoden diese naturwissenschaftlich-technischen Untersuchungen durchzuführen. Und diese hatten ein unglaubliches Resultat, welches keiner vorher für möglich gehalten hätte! Nur leider wurden durch diese Ergebnisse eine Reihe weiterer Fragen aufgeworfen, die bisher schlicht unbeantwortbar sind. Vielleicht ist es aber schon ein großer Fortschritt, wenn die Fachleute der Archäologie diese Schlußfolgerungen zur Kenntnis nehmen und nicht mit dem Vermerk >unmöglich, gibt es nicht< unter den Tisch fallen lassen. Möglicherweise könnten diese Untersuchungen (beziehungsweise die Ergebnisse) - unvoreingenommen betrachtet - den Anlaß bieten, unsere Vor- und Frühgeschichte in einem völlig neuen Licht zu sehen." [3]

In der Tat scheinen hier krypto-technologische Überlegungen gerechtfertigt, denn den derzeit gängigen schulwissenschaftlichen Vorstellungen zufolge dürfte eingentlich niemand im neolithischen Europa über die entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten verfügt haben. Jedenfalls hebt Bockelmann hervor: "Die Untersuchung erbrachte den Nachweis, daß es sich bei einem Teil der Probe um ein Glas handelt welches mit Hilfe sehr hoher Temperatur (> 2000°C) auf dem felsigen Untergrund (wahrscheinlich Sandstein) erzeugt wurde Modernes Glas kann nach der Analyse mit großer Sicherheit ausgeschlossen werden; ebenso kommen natürliche Prozesse (Brand, Vulkanismus) für die Glasbildung mit Sicherheit nicht in Frage.[4] Augenscheinlich verfügte also damals jemand - wer auch immer dies gewesen sein mag - über das dazu notwendige, ausgefeilte technische Know-how! Gehörten diese Glasur-Spezialisten der Vorzeit womöglich jener geheimnisvollen Zivilisation an, die in Frankreich, aber auch in anderen Teilen Europas, zahlreiche verglaste Befestigungsanlagen erbaut hat, deren Überreste noch heute existieren? [5]


Anmerkungen und Quellen

  1. Siehe dazu z.B.: Der Rennes le Chateau Report, unter: Glasöfen (abgerufen am 17.09.2011)
  2. Siehe: Manfred Greifzu, Generationenbibliothek, unter: Das "Ganggrab" (oder der "Glasofen") bei Salsquelle / Südfrankreich, Abschnitt: 5. E-Mail von Udo Vits vom 15.11.2009
  3. Quelle: schatzsucher.over-blog.de, unter: Verbotene Archäologie bei Rennes-le-Château, 9. August 2011 (abgerufen am 17.09.2011)
  4. Quelle: ebd.
  5. Vergl. dazu z.B. auch: asmodeus, Das Salz von Rennes-le-Chateau, Teil 3, Die Rache Azurias und das Rätsel der verglasten Festungen


Bild-Quellen

(1) Werner Betz, (Ancient Mail Verlag), nach: schatzsucher.over-blog.de, unter: Verbotene Archäologie bei Rennes-le-Château, 9. August 2011

(2) Manfred Greifzu, Generationenbibliothek, unter: Das "Ganggrab" (oder der "Glasofen") bei Salsquelle / Südfrankreich