Optische Linsen im Altertum

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von William R. Corliss (1987)

Abb. 1 Die antiken Handwerker stellten vermutlich mittels solcher Spindeln mit 'Bogen-Antrieb' hochwertige optische Linsen her.

Die alten Griechen scheinen sich um alles Gedanken gemacht zu haben. Natürlich haben sie keine Silikon-Chips oder H-Bomben ersonnen, aber sie kannten sich rudimentär mit Optik aus. Über die Jahre hinweg haben Ausgrabungen hunderte von Linsen auf Basis von Quarz-Kristallen zu Tage gefördert (die Römer verwendeten später Glas).

Viele dieser frühen Linsen waren, akkurat sphärisch [geformte] und wohlpolierte Produkte eines hohen handwerklichen Könnens. Es gab offenbar Drehbänke (Abb. 1), um den Roh-Kristall in die gewünschte Form zu bringen. Manche antike Linsen hatten Löcher, die in sie hineingebohrt waren, möglicherweise, um sie an einem Band um den Hals zu tragen. Sie scheinen zum Feuer machen gebraucht worden zu sein. Die meisten Linsen waren jedoch vermutlich Vergrößerungs-Gläser zur Authentifizierung von Siegeln und wurden benutzt, um Gemmen zu schneiden. [1]

Wir fragen uns, ob irgendwelche alten Griechen jemals zwei dieser Linsen zusammengesetzt haben, um ein Teleskop zu fabrizieren. Solch ein Tandem-Arrangement von Linsen scheint ein sehr nahe liegendes Experiment zu sein; d.h., wenn eine gut ist, dann müssen zwei noch besser sein!



Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von William R. Corliss (© 1987-2000) erschien zuerst unter dem Titel "LENSES IN ANTIQUITY" bei Science Frontiers, Nr. 53, Sept. / Okt. 1987; Übersetzung ins Deutsche nach http://www.science-frontiers.com/sf053/sf053a02.htm durch Atlantisforschung.de

Fußnote:

  1. Quelle: Sines, George, and Sakellarakis, Yannis A.; "Lenses in Antiquity," American Journal of Archaeology, 91:191, 1987

Bild-Quelle:

1) http://www.science-frontiers.com/sf053/sf053a02.htm