Pierre Honoré

Aus Atlantisforschung
Wechseln zu:Navigation, Suche

Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Hier das Front-Cover einer deutschsprachigen Lizenz-Ausgabe (Bertelsmann, 1976) von Honorés wohl bekanntestem Werk "In Quest for Quetzalcoatl

(bb) Pierre Honoré (*?; †?) - über seine Vita ist uns derzeit nichts bekannt - gehörte zu jenen Autoren, die Mitte des 20. Jahrhunderts (in den 1960er Jahren) gängige Lehrmeinungen zur Paläoanthropologie und Archäologie hinsichtlich der Kulturen so genannter 'Steinzeitmenschen' [1] [2] sowie - mit deutlich diffusionistischem Unterton - zur Altamerikanistik in Frage zu stellen begannen. Damit gehört dieser seinerzeit durchaus populäre Privatforscher und Sachbuch-Autor, dessen Bücher vorwiegend auf Französisch, Englisch und Deutsch, vereinzelt auch auf Italienisch und Spanisch publiziert wurden, zu den Pionieren heutiger alternativer Vergangenheitsforschung.

Honorés zweifellos bekanntestes und provokativstes, in deutscher Sprache 1961 mit dem Titel Ich fand den Weißen Gott erschienenes [3] und 2007 auf Englisch wiederveröffentlichtes [4] Werk, behandelt, wie Tony O’Connell in seiner Atlantipedia zusammenfasst, "die bei den Ureinwohnern Mittel- und Südamerikas fortbestehen gebliebenen Legenden über als Götter verehrte präkolumbische Besucher, die aus dem Osten gekommen waren. Einzelne dieser Gottheiten waren bei den Maya als Kukulkan, bei den Azteken und Tolteken als Quezalcoatl in Erinnerung geblieben. Honoré schlug vor, dass diese 'Götter' aus Kreta gekommen seien und ihre Schrift mit sich gebracht haben. Da Linear A und B [aber] um 1400 v.Chr verschwanden, müssen diese transatlantischen Reisen vor jenem Datum erfolgt sein." [5]

Zu Honorés Ansichten bezüglich Atlantis bemerkte der Wissenschaftshistoriker Dr. Horst Friedrich, es werde bei ihm in Ich fand den weißen Gott "nur auf S. 145 kurz erwähnt in dem Sinne, daß er die Atlantis-These im gewöhnlich verstandenen Sinne [d.h. als 'Atlantis im Atlantik'; bb] für Betrachtungen zu den altweltlich-neuweltlichen Kulturzusammenhängen für entbehrlich hielt." [6]



Zurück zur Sektion "Personalia atlantologica - Das WHO is WHO der Atlantisforschung


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Pierre Honoré, "Das Buch der Altsteinzeit – Der Streit um die Vorfahren", Düsseldorf und Wien (Econ-Verlag), 1967
  2. Siehe auch: Pierre Honore, "Es begann mit der Technik, Das technische Können der Steinzeitmenschen und wie es die moderne Vorgeschichtsforschung enträtselt", Stuttgart (Deutsche Verlags-Anstalt), 1969
  3. Siehe: Pierre Honoré, "Ich fand den weißen Gott", Frankfurt (Scheffler), 1961
  4. Siehe: Pierre Honoré, "In Search of Quetzalcoatl: The Mysterious Heritage of South American Civilization", Kempton, Illinois (Adventures Unlimited Press), 2007
  5. Quelle: Tony O’Connell, "Honoré, Pierre (L)", 23. Januar 2014, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 16. August 2018; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  6. Quelle: Dr. Horst Friedrich, "Gavin Menzies: The Lost Empire of Atlantis - eine Rezension [...] unter Einbeziehung von: Pierre Honoré: ICH FAND DEN WEISSEN GOTT, Frankfurt a.M. (Verlag Heinrich Scheffler), 1961", Atlantisforschung.de, 2013

Bild-Quelle: