Pierre Mille

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Forscher- und Autorenportrait

Auf einen Blick

Abb. 1 Pierre Mille (1864-1941)

(red) Pierre Mille (Abb. 1) (* 27. November 1864 in Choisy-le-Roi, Département Val-de-Marne; † 13. Januar 1941 in Paris) war ein französischer Journalist und Schriftsteller. [1] Seinen Nachruhm als Journalist bezeugt der nach ihm benannte Prix Pierre Mille (Pierre-Mille-Preis), der vom Syndicat de la Presse Française d'Outre-mer (Syndikat der französischen Übersee-Presse) für besondere Leistungen im Bereich der französischsprachigen Print- und Rundfunkmedien vergeben wird [2] (oder wurde). Als Schriftsteller erlangte er vor allem mit seinen Romanen Bekanntheit, in denen er Erfahrungen aus dem französischen Kolonialleben verarbeitete. Zudem zeigte er auch einiges Interesse an der Erforschung des Atlantis-Problems.

Pierre Mille und Atlantis

Abb. 2 Laut Pierre Mille sollen die Ahnen des genügsamen Arganbaums (Bild) einst Bestandteil der Flora von Atlantis gewesen sein.

Was die Lokalisierung von Platons Atlantis betrifft, war Mille - ein Ehrenmitglied in Paul Le Cours Société d'études atlantéennes [3] - keineswegs, wie viele seiner französischen Kollegen, Anhänger einer Atlantis-Lokalisierung im Nordwesten Afrikas, sondern er folgte der Vorstellung eines Atlantis im Atlantik. Irgendwelche umfassende Publikationen scheint er dazu nicht verfasst zu haben, aber immerhin machte er in den 1920er Jahren durch seine Behauptung von sich reden, der Arganbaum (Argania spinosa) (Abb. 2) sei ein botanisches Relikt von Atlantis.

Dazu bemerkte N. Reynolds Packard, Korrespondent der damaligen Nachrichtenagentur United Press, in einem im August 1929 von der kalifornischen Zeitung Madera Tribune veröffentlichten Artikel: "Paris [...] - Ein klebrig aussehender Baum mit bitteren Früchten ist alles, was, Pierre Mille zufolge, einem renommierten französischen Geologen [sic!], heute noch vom sagenhaften versunkenen Kontinent Atlantis übrig ist. Er erklärt, dieser Baum wachse noch heute in Marokko, auf Madeira, den Azoren und den Kanarischen Inseln.

In einem Beitrag in der Dépêche Coloniale versichert Mille, dass es die Widerstandsfähigkeit dieses Baumes, der auch in sandigen Gebieten fast ohne Wasser gedeihen kann, gewesen sei, welche es ihm ermöglichte, die Spanne von Jahrhunderten zu überleben, während die gesamte andere Flora und Fauna des legendären Landes ausgelöscht wurde. Die Fachbezeichnung für den Baum ist Arganie, aber von den Menschen, die ihn gesehen haben, wird er für gewöhnlich Eisenholz genannt.

Die Tatsache, dass dieser Baum in Teilen der Erde gefunden wird, welche, worin französische Geologen allgemein übereinstimmen, entweder das von Plato und Bacon [4] beschriebene Atlantis umgrenzten oder ein Teil davon waren, wird als Beleg dafür angeführt, dass er einst in prächtigerer Form inmitten des grünen Gezweiges des verschollenen Kontinents gediehen sein muss. Mille erklärt, dass die Arganie, zwergwüchsig und verhärmt durch ihren Überlebenskampf, jetzt so verkrümmt sei, dass sie einer Schlange ähnele..." [5]



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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: "Pierre Mille" (abgerufen: 04. März 2019)
  2. Quelle: Wikipédia - L'encyclopédie libre, unter: "Pierre Mille" (abgerufen: 04. März 2019)
  3. Quelle: Tony O’Connell, "Mille, Pierre", 09. Februar 2016, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 04. März 2019)
  4. Siehe: Sir Francis Bacon, "Nova Atlantis", posthum erstveröffentlicht 1726
  5. Quelle: N. Reynolds Packard, "EMBITTERED TREE IS SOLE SURVIVOR", in: Madera Tribune, Volume XLIV, Number 86, 10. August 1929 (Links abgerufen: 04. März 2019; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quellen:

1) Tony O’Connell, "Mille, Pierre", bei Atlantipedia.ie
2) Laurent THIEBLEMONT bei Wikimedia Commons, unter: File:Arganier.JPG