Pyramiden im Reich der Mitte

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von unserem Gastautor Hartwig Hausdorf

Abb. 1 Die legendäre "Weiße Pyramide" wurde während des II. Weltkriegs von einem amerikanischen Piloten entdeckt und fotographiert.

50 Jahre lang war ihre Existenz umstritten: Jene Pyramidenbauten im Herzen Chinas, über die seit dem Ende des II. Weltkriegs zwar gemunkelt wurde, jedoch mangels Möglichkeit fundierter Nachforschungen selbst von Archäologen kein Statement zu bekommen war. Es sollte bis 1994 dauern, bis es dem Forscher und Sachbuchautor Hartwig Hausdorf weltweit als erstem gelang, die Existenz jener geheimnisvollen Großbauten im Reich der Mitte zu beweisen. Eine archäologische Sensation, die seit neuestem auch von zahlreichen Fernsehsendern in aller Welt publik gemacht wird - wie etwa vom ZDF in seiner renommierten Reihe TERRA-X an Weihnachten 1999.

In einsamen Wüsten wie dampfenden Urwäldern, in Tälern wie auch unzugänglichen Bergregionen erheben sie sich, geheimnisumwoben wie Relikte aus fernen Zeiten und Welten: ungezählte Pyramiden aus der grauen Vorzeit des Menschengeschlechtes. Waren uns bislang nur die Pyramiden Ägyptens und Mittelamerikas geläufig, so setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, daß es einen regelrechten Pyramidengürtel gibt, der sich rings um unseren Globus, durch alle Kontinente und viele frühere Hochkulturen zieht. Da macht selbst das alte Reich der Mitte keine Ausnahme.

Im Frühjahr 1945 lag auch in China der II. Weltkrieg in seinen letzten Zügen. An einem Morgen in jenen Tagen machte sich ein Pilot der U.S. Air Force, dessen Name mit James Gaussman überliefert wurde, auf einen routinemäßigen Aufklärungsflug, der ihn über die Höhen des Qin-Ling-Shan-Gebirges südwestlich von Xian führte. Nach Feindbewegungen der japanischen Truppen spähend, kurvte er über den hochgelegenen Seitentälern der Berge und machte plötzlich eine unglaubliche Entdeckung.

Beim tiefen Anflug erblickt er ein phantastisches Bauwerk, das in seinen Militärkarten nicht eingezeichnet war: Eine gigantische Pyramide - und das mitten in China! Ihm wird sofort klar, daß ihm dies mit Sicherheit niemand glauben würde und so macht er aus der Flugzeugkabine heraus ein Foto. Als es nach seiner Rückkehr zum Stützpunkt entwickelt wird, setzt es einen gewaltigen Schock. Nicht nur, daß nach "gesichertem Schulwissen" Pyramiden in Ägypten und allenfalls auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko existieren, besitzt das mysteriöse Bauwerk im Herzen von China auch noch eine Höhe von etwa 300 Metern, bei einer Seitenlänge an der Basis von fast einem halben Kilometer! So verschwindet das Foto für die nächsten Jahrzehnte in den Archiven des amerikanischen Militärs, doch Gerüchte über Pyramiden im Reich der Mitte wollen seither nicht mehr verstummen.


Erneute Sichtung

Abb. 2 Eine der zahlreichen Pyramiden bei der Stadt Xian in der chinesi schen in der Provinz Shaanxi.

Zwei Jahre später. Erneut wird das gewaltige Bauwerk gesichtet. Ende März 1947 berichteten zahlreiche Tageszeitungen in den Vereinigten Staaten von jener gigantischen Pyramide, welche selbst die berühmten ägyptischen Pyramiden „ins Reich der Zwerge“ verweisen würde. Maurice Sheahan war der Name des zweiten Piloten, und es gelang mir - im Gegensatz zu jenem James Gaussman, dessen Spuren sich nach Kriegsende verloren -, etliches Wissenswerte über ihn herauszufinden. Doch lassen wir ihn zuvor noch von seiner Sichtung des Bauwerkes berichten, das als „Weiße Pyramide“ bereits sprichwörtlichen Charakter erlangt hat.

Aus der Luft“, so Sheahan, „scheint diese Pyramide jene aus dem alten Ägypten in den Schatten zu stellen.“ Ihre Höhe schätzte er auf 1000 Fuß (entspricht 300 Metern) und ihre Ausdehnung an der Basis auf 1500 Fuß, das sind etwa 450 Meter. Sie befindet sich am Fuße der Qin-Ling-Shan-Berge, die an die 3000 Meter hoch sind. Ihre Lage gab er mit 40 Meilen (etwa 65 Kilometer) südwestlich der Provinz-Hauptstadt Xian an, die während der Han-Dynastie (200 v. bis 220 n. Chr.) auch die erste Hauptstadt des Reiches der Mitte war. Sie steht am Ende eines langgezogenen Gebirgstales, das auf dem Landweg nur äußerst schwer zu erreichen ist. Am anderen Ende des Tales, so Sheahan, habe er hunderte kleinerer, wie Grabhügel wirkender Pyramiden gesehen.

Sheahan zitierte chinesische Quellen, die angesichts des beinahe völligen Fehlens adäquater Kommunikation, selbst fehlender Wege und Straßen in diesem Teil Chinas, es nicht für unmöglich erach­teten, daß solch eine riesige Pyramide unbeachtet von aller Welt bleiben konnte.

Wie bereits erwähnt, vermochte ich über die Person dieses Fliegers einige interessante Details herauszufinden. Eine förmliche Anfrage bei der „California State Library“ in Sacramento ergab, daß Colonel Maurice E. Sheahan in der Ausgabe 1964/65 des Jahrbuches „World Who’s Who in Commerce and Industry“ gelistet war. Am 14. Mai 1902 in Kewanee/Illinois geboren, war er in den späten dreißiger Jahren als Berater für Verkehrsangelegenheiten der Regierung in China tätig. Für die Jahre 1945 bis 1947 ist er als „Assistant General Manager“ der Fluggesellschaft Trans World Airlines geführt. In die Zeit dieser seiner Tätigkeit fällt schliellich auch seine Beobachtung der legendären „Weißen Pyramide“. Colonel Maurice Sheahan verstarb am 27. Februar 1975 in Vacaville (Kalifornien), wo sein Sohn Donald E. Sheahan noch heute lebt. Dieser erinnert sich noch recht gut daran, daß sein Vater wiederholt darüber gesprochen habe, die besagte Pyramide bereits während des Krieges und dann erneut 1947 gesichtet zu haben. Sheahan jr. ist sich sicher, daß auf dem bewußten TWA-Flug mehrere Direktoren der Airline anwesend waren, in deren Nachlässen ebenfalls Notizen und vielleicht sogar Fotos dieser gigantischen Pyramide zu finden sein müßten. Er sicherte mir zu, sich um die Auffindung weiteren Materials dieser Art zu bemühen. Man darf also gespannt sein, was sich hier noch ergibt.


In verbotenen Zonen

Abb. 3 Die zentralchinesischen Shaanxi-Pyramiden lagen in einem Sperrbezirk. H. Hausdorf war Mitte der 90er Jahre erste Ausländer, der die mysteriosen Bauten besuchen und dokumentieren durfte.

In den sechziger Jahren bemühte sich der heute pensionierte, neuseeländische Flugkapitän Bruce Cathie um die Aufklärung der Frage um die Existenz von Pyramiden in China, und in unserem Sprachraum haben so bekannte Forscher und Autoren wie [ http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_von_ButtlarJohannes von Buttlar], Peter Krassa oder Robert Charroux über die damals noch umstrittenen Großbauwerke geschrieben. Daß letztlich mir das unglaubliche Glück zuteil wurde, als erster Ausländer Sperrgebiete in der zentralchinesischen Provinz Shaanxi betreten zu dürfen, Fotos und sogar Filmmaterial mitzubringen, wovon letztere Aufnahmen erst an Weihnachten 1999 durch die ZDF-Reihe „Terra X“ einem breiten Publikum zugänglich wurden, verdanke ich eigentlich einer kleinen Indiskretion.

Es war im Sommer 1993, als ich mit einem jungen Chinesen bekannt gemacht wurde, der in Deutschland Touristik studiert hatte. Seinerzeit arbeitete ich an meinem Erstlingswerk „Die Weiße Pyramide“ und erzählte Herrn Chen über eines der vorgesehenen Kapitel, das sich mit Pyramiden im Reich der Mitte auseinandersetzen sollte. In Xian - also gewissermaßen nur einen Steinwurf von den mysteriösen Groß-bauwerken entfernt - gebürtig, konnte sich Herr Chen an hinter vorgehaltener Hand geflüsterte Erzählungen erinnern, welche er in seiner Kindheit über jene Pyramiden gehört hatte. Darum machte mir der nette Chinese ein verlockendes Angebot: Er würde versuchen, all seine guten Verbindungen - und die seiner Familie - zu Kadern und Ministerien in der Volksrepublik in die Waagschale zu werfen, um mir die Einreise in jene gesperrten Zonen in der Provinz Shaanxi zu ermöglichen, in denen von Pyramiden aus alter Zeit die Rede war. Ganz klar, daß ich dies Angebot dankend annahm.

Abb. 4 Wurden die Pyramiden in der Provinz Shaanxi nach den Konstellationen gewisser Sterne ausgerichtet, wie Professor Wang Shiping vom Provinzmuseum in Xian vermutet?

Mitte März 1994 war es dann soweit. Gemeinsam mit Peter Krassa, der mir spontan die Teilnahme an dieser Expedition zugesagt hatte, durfte ich als erster Ausländer meinen Fuß in die gleichermaßen für Touristen wie auch für „Normalchinesen“ gesperrte Region setzen. Ein weiteres Mal im Oktober desselben Jahres, als ich eine erste Gruppe meiner Leser an die geheimnisumwobenen Pyramiden Chinas führte.

Was bisher der erklärte Wunschtraum manches Autorenkollegen und Journalisten, und auch Inhalt zahlloser Spekulationen war - nun wurde es wahr. Ich stand vor Pyramiden - im Reich der Mitte -, die so zahlreich waren, daß sie die Anzahl ihrer Pendants in Ägypten gut und gerne um das Doppelte übertrafen. Es sind zumeist Pyramiden von jenem Typ, wie man sie in Mittelamerika antrifft - also oben abgeflacht. Auch sind sie oft von Gras und Pflanzen überwuchert, doch dürfen wir eines nicht außer Acht lassen: Als man nämlich in den Urwäldern der mittelamerikanischen Halbinsel Yucatan die so zahlreich vorhandenen Maya-Pyramiden ausgrub, sahen deren Überreste, als man sie vom üppigen Pflanzenbewuchs des Regenwaldes befreite, kaum anders aus als die hier beschriebenen Pyramiden Chinas. Angesichts der Ähnlichkeiten in der Bauweise ist sogar die Frage nach möglichen Kontakten zwischen den beiden Hochkulturen erlaubt.

Es erscheint geradezu grotesk, wie wenig man selbst in deren unmittelbaren Nähe von den rätselhaften Bauwerken weiß. Scheinbar hat sich seit Ende der vierziger Jahre nicht allzuviel in Sachen Kommunikation verbessert. So werden immer noch staunenswerte Entdeckungen gemacht. Wie etwa im Januar 1994, als man nördlich von Xian, an den Ufern des Flusses Wei Ho, mehrere Pyramiden fand. Eines dieser Bauwerke steht, wie zwischenzeitlich gemach­te Berechnungen ergaben, beinahe exakt auf dem geometrischen Mittelpunkt des alten Reiches der Mitte.

Den Pyramiden auf dem Hochplateau von Gizeh in Ägypten wird von altersher nachgesagt, daß sie ein uraltes, hochentwickeltes Wissen in sich bergen. Trifft dies am Ende auch auf die Pyramiden Chinas zu? Immerhin vermutet Professor Wang Shiping vom Provinzmuseum in Xian, mit dem Peter Krassa und ich lange Gespräche führen durften, daß jene Pyramiden in der Provinz Shaanxi nach den Konstellationen gewisser Sterne ausgerichtet sind. Alles in allem habe ich jedoch den Eindruck, daß man sich seitens der offiziellen Archäologie in China nicht allzu gerne mit den Bauten befaßt.


Tabu für die Wissenschaft

Abb. 5 Bilder der chinesischen Pyramiden gingen um die Welt, nachdem sich Fernsehsender wie Nippon- TV, Channel 7 (Australien), Strange Universe und History Channel (beide USA) und auch das ZDF für das Phänomen zu interessieren begannen.

Bezeichnend hierfür dürfte das Statement sein, das der Pekinger Archäologe Professor Xia Nai abgab, als er auf den Zeitpunkt einer möglichen Offnung der Pyramidenbauten gefragt wurde: „Mit dem Problem soll sich die nächste Generation beschäftigen.“ An dieser Haltung hat sich auch in der Zwischenzeit offensichtlich noch nicht viel geändert. Im Zuge der Recherchen zur im ZDF gesendeten Folge "Planet der Pyramiden" aus der Reihe „Terra X“ sprach die Redaktion Archäologen an, die sich um eine Grabungsgenehmigung bemüht hatten. Auch diese mußten die Erfahrung machen, daß den Chinesen die zu erwartenden Funde eher Unbehagen bereiten denn Neugier und Vorfreude, wie es der Fall sein sollte.

Ich gebe jedoch nicht die Hoffnung auf, daß sich derartige Einstellungen ändern. Denn speziell das Medium Fernsehen zeigt in den letzten Monaten großes Interesse an Filmaufnahmen, die ich in Chinas verbotenen Zonen machen konnte. Nippon-TV, Channel 7 in Australien, Strange Universe und History Channel (beide USA) und jüngst das öffentlich-rechtliche ZDF in Deutschland strahlten Bilder von Chinas Pyramiden aus, die ich ohne Einschränkungen seitens der chinesischen Behörden drehen durfte. Eines meiner Bücher kam letzten Sommer in der Volksrepublik heraus, ein weiteres wird folgen. Man kann also mit Zuversicht darauf warten, daß sich auch das Reich der Mitte für spektakuläre Relikte interessiert, die von einer Vergangenheit künden, die vielleicht ganz anders verlief, als wir ahnen.


Wie in einer fremden Welt

Die weitaus meisten Pyramiden konnte ich während meiner beiden Expeditionen im Umkreis von Xianyang begutachten, einer Stadt gut 40 Kilometer in westlicher Richtung von Xian entfernt. Das diese nach chinesischen Maßstäben „kleine“ Stadt (etwa 500.000 Einwohner) umgebende Gebiet ist beinahe menschenleer. Nur eine Handvoll Bauern ackern im Schatten der Pyramiden, die da zu Dutzenden in der brettflachen Ebene zwischen dem Qin-Ling-Shan-Gebirge im Süden und den Shensi-Bergen im Norden stehen. Ausgerüstet mit hölzernen Ochsenpflügen wie zu Olims Zeiten. In dieser ausgedehnten Ebene von Qin Chuan, einem regelrechten „Tal der Pyramiden“, stehen weit mehr als einhundert dieser Bauwerke einfach da und erinnern an Fremdkörper aus einer anderen Welt. Beinahe fühlt man sich auf einen fremden Planeten versetzt.

Ich stand vor einer über 70 Meter hohen Pyramide, welche sich respektgebietend nur etwa einen Kilometer von der Stadtgrenze Xianyangs entfernt erhebt - und doch Zeiten und Welten von unserer Zivilisation entfernt scheint. Wie Spielzeug wirken Bäume und Menschen an ihrem Fuße. Als ich es schließlich erklommen hatte, erwartete mich eine Überraschung.

Denn ganz oben fand ich einen regelrechten Einsturzkrater. (Abb. 6) Durch jahrtausendelange Erosion mußte ein sich darin befindlicher Hohlraum eingestürzt sein. Was verbarg sich in dieser Kaverne? Waren es geheime Kammern mit den sterblichen Überresten alter Herrscher und Schätze aus längst vergangenen Epochen?

Abb. 6 Offenbar kam es bei dieser Pyramide nach vielen Jahrtausenden zum Einsturz von Hohlräumen innerhalb des Bauwerks. Welche Geheimisse verbirgt sie in ihrem Inneren?

Doch ich konnte nicht lange diesen Überlegungen nachhängen, denn noch atemberaubender gestaltete sich ein Rundum-Blick in die Umgebung. In unmittelbarer Nähe zählte ich 17 weitere Pyramiden, zum Teil einzeln oder auch in Gruppen von zwei oder drei Stück angeordnet. Eine richtige „Pyramidenstadt“ tat sich da vor meinen erstaunten Augen auf!

Noch stehen wir gänzlich am Anfang der Erforschung der Geheimnisse und Rätsel, die sich um Chinas vergessene Pyramiden ranken. Es ist ein Wald von Fragezeichen, der uns da ins Auge springt: Denn was stellen diese mysteriösen Großbauten, deren größte selbst die Cheops-Pyramide Ägyptens mühelos in den Schatten stellt, nun dar? Sind es „nur“ Grabstätten alter Herrscherdynastien, deren Vertreter hier mit allerlei Schätzen standesgemäß zu ihrer letzten Ruhe gebettet wurden? Trifft die Behauptung des Archäologen Prof. Wang Shiping aus Xian zu, der Chinas Pyramiden in „astronomischen Konstellationen" angeordnet sieht? Sind sie gleichermaßen Teil jenes gigantischen Systems heiliger Linien, die in China unter dem Namen „Drachenwege“ bekannt sind?

Oder stellen die Pyramiden - ohne Ausnahme - eine Erinnerung an die alten „Götter“ dar, die sich höchst lebendig und konkret in der Vergangenheit auf diesem Planeten tummelten? Die alten Mythologien aus dem Reich der Mitte werden nicht müde, von den „Himmelssöhnen“ der Urzeit zu berichten, die auf ihren feuerspeienden, metallenen Drachen aus dem Weltall zur Erde herabgekommen seien. Und weltweit knüpfen sich zahllose Göttermythen an die Py­ramiden, die somit wohl eine Verbindung zwischen dem Menschen und dem Weltall symbolisieren.

Eines aber steht jetzt schon fest: die uralten Bauten bewahren noch immer tiefe Geheimnisse, die selbst jetzt, an der Schwelle zum dritten Jahrtausend, noch immer weit von ihrer endgülti­gen Klärung entfernt sind.


Update

Im Oktober 2001 war ich erneut in der Volksrepublik China, wo ich unter anderem mehrere Tage bei den Pyramiden weilte. Vier Tage lang stand ich dort auch vor der Kamera; eine amerikanische Filmgesellschaft hatte mir ihr Personal entgegengesandt, um eine Dokumentation fürs US-Fernsehen zu drehen.

Auch von Seiten der Chinesen ist eine faszinierende Offenheit festzustellen. Eine Pyramidenstätte, die ich 1994 gerade einmal übers freie Feld erreichen konnte, nachdem man sich durch eine Lücke in der Leitplanke an der Straße Xian-Airport gemogelt hatte, wurde in der Zwischenzeit zum „Nationalen Monument Han Yangling“ ausgebaut. Mit Autobahnzubringer, großem Parkplatz, Museum und Ausgrabungen! Und großen Schautafeln im Bereich des Eingangs, auf denen die Pyramiden endlich als das dargestellt sind, was sie sind: Pyramiden.

Mit ein Grund für diesen „Sprung nach vorne“ ist die große Verbreitung, die mein Buch „Die weisse Pyramide“ in chinesischer Sprache erfuhr. Ich sage dies nicht ganz ohne Stolz, da ich es noch zu Lebzeiten erleben darf, wie meine Arbeit Dinge bewegt, die bis vor wenigen Jahren noch ins Reich der Fabel verwiesen wurden!


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Hartwig Hausdorf © basiert auf folgender Literatur des Autors:

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