Robin Waterfield

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Forscher- und Autorenportrait

Auf einen Blick

Abb. 1 Robin Waterfield
Abb. 2 Das Front-Cover von R. Waterfields Übersetzung "Timaeus & Critias" aus dem Jahr 2008

(red) Robin Anthony Herschel Waterfield (Abb. 1) (* 1952) ist ein britischer Altertumswissenschaftler, Übersetzer und Herausgeber. Zudem betätigt er sich als Autor fktionaler Literatur für Kinder. [1] Als Übersetzer liegt einer seiner Schwerpunkte auf Platons Dialogen. Unter anderem stellte er im Jahr 2008 eine kommentierte Übersetzung des Timaios und Kritias (Abb. 2) vor, die bei dem renommierten Universitätsverlag Oxford University Press erschien. [2]

Biographische Notizen

In seiner Jugend studierte Robin Waterfield Klassische Altertumswissenschaft an der University of Manchester, wo er 1974 einen erstklassigen Abschluss machte. Nachfolgend forschte er bis 1978 am King's College der Universität Cambridge zur antiken griechischen Philosophie und arbeitete danach zunächst als Lecturer an der Universität Newcastle und darauf an der Universität Saint Andrews. Später wurde er Redakteur und schließlich Kommissionierungs-Redakteur für Penguin Books. Heute ist er als selbstständiger Schriftsteller tätig. [3]

Waterfield und Platons Dialoge

Ohne uns bezüglich Robin Waterfields altphilologischem Schaffen ein Urteil anmaßen zu wollen, so dürfen wir wohl davon ausgehen, dass es sich bei ihm um einen profunden Kenner der Werke Platons handelt. Immerhin übersetzte er im Lauf der Jahre nicht wenige Platonische Dialoge ins Englische, namentlich: Philebos (1982), Theaitetos (1987), Hippias major und minor (1987), Politeia (1993), Symposion (1994), Gorgias (1994), Politikos (1995), Phaidros (2002) und schließlich, wie bereits oben erwähnt, Timaios und Kritias (2008). [4]

Spätstens bei der Erwähnung der letztgenannten Übersetzung rückt natürlich die Frage nach Waterfields Positionierung hinsichtlich des Atlantis-Problems ins Blickfeld. Leider liegt uns seine Fassung des Atlanticus noch nicht vor, sodass wir keine direkten Rückschlüsse aus seinen Kommentaren ziehen können. Trotzdem ist wohl davon auszugehen, dass er ein Anhänger der Fiktionalitäts-These ist. Dafür spricht jedenfalls deutlich das einführende Vorwort zu Timaeus & Critias, welches Andrew Gregory beigesteuert hat, ein Professor für Wissenschaftsgeschichte und -philosophie am University College London (UCL). [5] Prof. Gregory, der sich wohl kaum in krassen Gegensatz zu Waterfields diesbezüglichen Ansichen gebracht hätte, lehnt die Möglichkeit einer vormaligen Existenz von Atlantis mit den Worten ab: „Es gibt keine versunkene Stadt an dem Ort, den er [d.h. Platon; d.Ü.] angibt, und es existieren auch keine geologischen Überreste (Vulkane, flache, schlammige Abschnitte des Atlantiks), auch wenn es jenseits der Straße von Gibraltar Untiefen gibt." [6]



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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - The free Encyclopedia, unter: "Robin Waterfield" (abgerufen: 26. Oktober 2019)
  2. Siehe: Robin Waterfield, "Timaeus & Critias", Oxford (Oxford University Press), 2008
  3. Quelle: Wikipedia - The free Encyclopedia, unter: "Robin Waterfield" (abgerufen: 26. Oktober 2019)
  4. Quelle: ebd.
  5. Siehe von ihm als Autor z.B.: Andrew Gregory, "Plato's Philosophy of Science", Bristol (Classical Press), 2001
  6. Quelle: Andrew Gregory, Vorwort zu: Robin Waterfield, "Timaeus & Critias", Oxford 2008; zit. nach: Tony O’Connell, "Waterfield, Robin (L)", 11. September 2013, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 26. Oktober 2019; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quellen:

1) Bild-Archiv Tony O’Connell (Atlantipedia.ie)
2) Oxford University Press / Bild-Archiv Atlantisforschung.de