Zeugen einer altertümlichen Zivilisation im Meer vor Linosa entdeckt

Aus Atlantisforschung.de
Wechseln zu:Navigation, Suche

Corriere della Sera, 1. September 1957

Abb. 1 Die kleine Insel Linosa, in deren Nähe Raimondo Bucher 1957 eine enorme, seiner Meinung nach artifizielle Struktur entdeckte, die er einer vergessenen altertümlichen Kultur zuschrieb und vage mit Atlantis in Verbindung brachte (Foto: Fortunadrago.it)

Das Gemäuer, das der Flugkapitän Raimondo Bucher, Entdecker und Unterwasserjäger, im Meer um die Pelagischen Inseln gesehen hat, liegt genau gesagt bei der Insel Linosa (Abb. 1). Die Art der Mauern, die er bei einigen seiner Tauchgänge gesehen hat, lässt Zeichen einer sehr alten Kultur erkennen, vielleicht das berühmte Atlantis? Die Frage stellte Kapitän Bucher selbst in einem Bericht, den er über das außerordentliche Abenteuer der Agentur „Italia“ gab.

Bucher machte mit seinem Bruder eine Reihe von Tauchgängen in der unmittelbaren Nähe der Insel Linosa, einem Felsen vulkanischen Ursprungs mit einem Durchmesser von ca. 500 m, rund 200 km von Sizilien entfernt, der etwa 200 oder 300 Menschen beherbergt. Dabei stellte der Forscher eine Umgebung fest, die völlig anders als die zu erwartende vulkanische Landschaft war. Er fand einen Komplex von regelmäßigen, rechteckigen Felsblöcken vor, die bis zu einer Tiefe von 55 – 60 m auskragten; eine regelrechte, echte Mauer, die sich in horizontaler Richtung über einige hundert Meter ausdehnt.

Abb. 2 Ein Teil der rätselhaften Unterwasser-Sruktur vor Linosa (Foto: Fortunadrago.it)

Die absolute Absurdität dieser regelmäßigen Mauer erstaunte mich“, erklärte Kapitän Bucher, „und es wurde mir sofort klar, dass diese Formation vor mir, derart regelmäßig angelegt, nicht von der gleichen vulkanischen Natur sein konnte, aus der der Rest der Tiefe des Ortes geschaffen war.

Am letzten Tag der Tauchgänge“, sagte Kapitän Bucher, „bemerkte ich etwas, durch das, wenn es noch Zweifel hinsichtlich der Natur dieser Landschaft geben konnte, sie alleine schon vertrieben wurden: Vor mir zeichnete sich eine menschenähnliche Form ab; nach einer genaueren Betrachtung konnte ich feststellen, dass es sich um eine Art Abbild eines pharaonischen Typs handelte, das sehr grob geformt war. All diese Beobachtungen, abgesehen von einer großen Menge von Amphoren, die wahrscheinlich die Reste eines Schiffsuntergangs sind, brachten mich zur Überzeugung“, fuhr Kapitän Bucher fort, „dass ich mich bei Zeugen einer sehr alten Kultur befinde. Die Sache erschien mir besonders sensationell, weil weder Lampedusa und noch weniger Linosa Mauerreste oder ähnliches zu bieten haben, die auch nur entfernt mit denen vergleichbar sind, welche ich unter Wasser fand. Es wird gesagt, dass alles, was wir über Atlantis wissen, einfach nur Sage ist; aber diese uns von den Griechen überlieferte Sage von Atlantis berichtet von einer Welt, die sich in vergangenen Jahrtausenden im Gebiet von Nordafrika und Sizilien befunden haben soll." [1]


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera vom 1. September 1957 (Originaltitel: "DURANTE UN’IMMERSIONE SUBACQUEA - VESTIGIA D’UNA ANTICA CIVILTA’ SCOPERTE NEL MARE DI LINOSA"). Übersetzung ins Deutsche durch Ferdinand Speidel (Atlantisforschung.de) nach der dokumentierten Version des Artikels bei Fortunadrago.it (Recherche dort: Fiorenzo Zampieri), wo er nebst weiterem Material unter "Raimondo Bucher" abrufbar ist (Stand: 08. Juni 2018).

Fußnote:

  1. Red. Anmerkung: In einem Nachtrag mit dem Titel "Linosa come Yonaguni" (Linosa wie Yonaguni) heißt es bei Fortunadrago.it, wo man diesen Artikel aus dem Corriere della Sera dokumentiert hat: "In einem Brief vom 25. 9. 1958 des Obersten Costantino Cattoi, zeigt ihm Bucher das Foto einer von ihm >Weltraumgigant< genannten Statue und behält sich vor, eine andere Statue, >Astronautengigant< genannt, fotografieren zu lassen. Die Unternehmungen Raimondo Buchers wurden beim Besuch des Kommandanten beim 30. Jahrestag der 'Italienischen Föderation Unterwasserforschung' im Oktober 2003 in Arezzo in einem Film gezeigt..."

Bild-Quelle:

1) Fortunadrago.it, unter: "Raimondo Bucher"
2) ebd.