ABORA IV - Nächster Stop: Çanakkale

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Expeditionsbericht vom 27. August 2019

Abb. 1 Die Meerenge der Dardanellen, welche das Marmarameer mit der Ägäis verbindet. Hier segelt die ABORA IV derzeit in Richtung Canakkale nach Südwesten.

(bb) Jetzt läuft offenbar 'alles rund' auf der Großen Fahrt der internationalen ABORAnauten-Crew vom Schwarzen ins östliche Mittelmeer! Dazu meldet Expeditionsleiter Dr. Dominique Görlitz heute aus dem Gebiet der Dardanellen (Abb. 1): "Nach den umfangreichen Umbauten an der ABORA IV (Abb. 2) in Istanbul können wir mit großer Freude verkünden, wir haben es geschafft. Alle Veränderungen an der Takelage [1] bewiesen ihre volle Tauglichkeit auf dem Marmarameer. Wir können wieder die Seitenschwerter am Bug zum Segeln am Wind einsetzen. Damit haben wir ein ganz anderes Schiff als bei unserem Expeditionsstart in Varna.

Abb. 2 Nach dem erfolgreichen Segeltrimm im Yachthafen von Kalamış ist die ABORA IV jetzt bestens zu manövrieren.

Nach dem kurzen Schlepp aus der Kalamış-Marina ging es am ersten Tag erst einmal mit südlichen Winden ziemlich lahm los. In den frühen Nachmittagsstunden setzte jedoch ein kräftiger Nordwind mit bis zu 19 kn Wind (5 bft) ein, der uns auf einem fantastischen Kurs nach Westen davon segeln ließ. Der zweite Tag empfing uns dafür mit wechselnden und weniger steten Winden aus unterschiedlichen Richtungen. Der neue Segeltrimm erlaubte uns jedoch, immer Kurs in die gewünschte Richtung Westen zu halten. Zeit zum Herumdümpeln blieb ohnehin nicht, denn unsere nächsten Gastgeber in Canakkale warten schon seit Wochen auf unsere Ankunft." [2] Morgen will das Team dort an einer Konferenz der Universität Canakkale teilnehmen und sich mit türkischen Wissenschaftlern zu den bisher gemachten gemachten Erfahrungen austauschen. [3] In den 'Landgang' bei Canakkale inbegriffen wird auch ein Besuch der nahegelegenen Ausgrabungsstätte von Troja sein.

Zur absolvierten Durchquerung des Marmarameers bemerkt Görlitz abschließend: "Der Weg durch den Bosporus und durch das Marmarameer sieht auf der Landkarte gar nicht so weit aus. Aber die wechselnden Winde und Stärken erfordern auf einem früh-geschichtlichen Schilfsegler jedoch die volle Power und Konzentration der Crew. Anders als auf einem neuzeitlichen Lateinsegler muss man einen Rahsegler viel geschickter trimmen, um an das gewünschte Reiseziel zu kommen. So ließ uns auch das Marmarameer alle Höhen und Tiefen einer Seereise erleben. Das Meer der »großen Marmorsteinbrüche« liegt nun hinter uns - und es ist eintolle Gefühl, sich wieder auf einem aktiven Segler über das Meer zu bewegen." [4]



Hier geht's zum → »Tracking-System auf ABORA.eu zur aktuellen Positionsbestimmung der ABORA IV«
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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe dazu: Dr. Dominique Görlitz, "Fortsetzung der ABORA IV-Expedition in Richtung Dardanellen", 24. August 2019, bei Atlantisforschung.de
  2. Quelle: Presseinformation ABORA-Projekt - 27. August 2019 - www.abora.eu Kontakt: Dr. rer. nat. Dominique Görlitz; +49 163 511 57 66 oder dominique.goerlitz@t-online.de
  3. Quelle: Martin Gottschling, "Chemnitzer Abenteurer mit Schilfboot auf dem Schwarzen Meer", 27. August 2019 06:00 h, bei TAG 24.de (abgerufen: 27. August 2019)
  4. Quelle: Presseinformation ABORA-Projekt - 27. August 2019 - www.abora.eu Kontakt: Dr. rer. nat. Dominique Görlitz; +49 163 511 57 66 oder dominique.goerlitz@t-online.de

Bild-Quellen:

1) NASA bei Wikimedia Commons, unter: File:Dardanelles landsat.jpg
2) (©) Mission ABORA