Antonio Moro

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Links: Der italienische Kapuziner-Mönch und Atlantisforscher Antonio Moro (* 1940); rechts: das Frontcover seines 2013 erschienenen Buches "Atlantide - Il continente ritrovato"

(red) Dass sich auch katholische Theologen intensiv mit dem Atlantis-Problem befassen, dürfte heutzutage wohl eher selten vorkommen. Insofern stellt der 1940 in Abano Terme geborene italienische Kapuziner-Frater Antonio Moro (Abb. 1) eine durchaus interessante Ausnahmeerscheinung dar. Dies gilt insbesondere auch deshalb, weil Moro, der an der Universität Freiburg (Schweiz) sowie am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom Theologie studiert hat und über gediegene Kenntnisse alter Sprachen - des Hebräischen, des biblischen Aramäisch, des Alt-Syrischen, Griechischen und Latein - verfügt, in seimem 2013 erschienenen Buch "Atlantide - Il continente ritrovato" [1] (Atlantis - Der wiedergefundene Kontinent) ausdrücklich von der "alte[n] Geschichte von Atlantis" spricht, und nicht von "de[m] Mythos von Atlantis".

In seinem 302 Seiten umfassenden, auf langlährigen Studien der Materie beruhenden Werk verwirft Moro - der übrigens keinen Zweifel an der von Platon geschilderten Überlieferungskette des Atlantisberichts hegt - ausdrücklich die gängige schulwissenschaftliche Lehrmeinung von Atlantis als Erfindung des Athener Philosophen, wozu er bemerkt: "Die substanzielle Stichhaltigkeit der Historie von Atlantis in Zweifel zu ziehen, bedeutet, die berühmtesten Männer der antiken griechischen Welt zu disqualifizieren." (Orig.: "Dubitare della sostanziale validità di questa storia su Atlantide significa squalificare gli uomini più noti del mondo greco antico.") [2]

Das prähistorische Reich von Atlantis, eine "blühende und aktive Zivilisation", macht Antonio Moro im Großraum der Iberischen Halbinsel aus, einschließlich der südlichen Küstengebiete Frankreichs und der mediterranen Westküste Italiens. [3] Das insulare Zentrum des Reiches mit seiner Hauptstadt sei vor etwa 4500 Jahren infolge einer Naturkatastrophe, vermutlich durch einen erdbebenbedingten Tsunami, während eines Tages und einer Nacht vernichtet worden, wie bei Platon beschrieben.


Im Web (auf Italienisch):


Anmerkungen und Quellen

Vorwiegend verwendetes Material:

Fußnoten:

  1. Siehe: Antonio Moro, "Atlantide - Il continente ritrovato", Ferrara (Este Edition), 2013, ISBN 978-88-6704-079-7
  2. Quelle: Antonio Moro, zit. nach: Emilio Diedo, "Atlantide" (Rezension), bei literary.it (abgerufen: 13. April 2017; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung,de)
  3. Quelle: Tony O’Connell, "Moro, Antonio", 6. April 2014, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 13. April 2017)

Bild-Quellen:

1) Links: giulianabonazza, "Atlantide: padre Antonio Moro intervista 1 (Screenshot; Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
1) Rechts: ESTE EDITION / Bild-Archiv Atlantisforschung.de