Atlantis auf dem Celtic Shelf - Die Hypothese des Viatcheslav Y. Koudriavtsev

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(red) Viatcheslav Y. Koudriavtsev gehört zur Avantgarde der Atlantisforscher im heutigen Russland. Anders als die Majorität der Atlantologen in der vormaligen Sowjetunion (vergl. etwa: Dr. Nikolai Zhirov) orientiert er sich bei seiner Behandlung des Atlantis-Problems allerdings streng an eher konservativ-schulwissenschaftlichen Vorstellungen zur Erd- und Zivilisationsgeschichte.

Abb. 1 Atlantis in der Irischen See? Nach Koudriavtsev hat das heutige Celtic Shelf (rot markiert) vor seinem end- bzw. postglazialen Versinken genau den geographischen und topographischen Angaben Platons für Atlantis entsprochen.

So weist er z.B. die klassische Atlantis-Theorie mit der typischen Argumentation konventioneller Geologen zurück und erklärt: "Gemäß geologischer Daten gab es nicht nur in den letzten Jahrtausenden, sondern sogar in letzten Millionen von Jahren keine Hebungen oder Senkungen der Erdkruste im Atlantik-Gebiet, die gleich groß wären wie eine große Insel oder ein kleiner Kontinent. Die Landkarte des Atlantik selbst zeigt es graphisch: die Umrisse der kontinentalen Platten von Afrika und Südamerika fügen sich ideal, ähnlich wie Nordamerika, Grönland, Skandinavien und Europa in ein vollendet passendes Mosaik zusammen [sic!; d. Red.]. Es gibt dort einfach ist keinen Raum für ein angeblich verlorenes Bruchstück (besonders von solchen Ausdehnungen nicht, wie Platon es beschrieb)." [1]

Trotzdem enthalten Koudriavtsevs, erstmals im Jahr 1995 präsentierte, Hypothese und seine Abhandlung, die sich ausdrücklich "nicht nur an Fachleute auf dem Gebiet richtet, sondern auch an die nicht im einzelnen mit der Materie Vertrauten" [2], einigen 'Sprengstoff'. Dazu bemerkt ihr Verfasser über den Atlantis-Bericht: "Die besondere Beachtung, die Platons Erzählung über Atlantis bekommt, dürfte darin begründet sein, dass sich der im Timaios und Kritias beschriebene Staat nicht in unsere moderne Vorstellung der Menschheitsgeschichte einfügt und das Datum seines Entschwindens, wie von Platon aufgezeichnet, in unklare frühe Zeiten zurückgeht. Wenn wir diese Erzählung als vertrauenswürdig betrachten, wird ein neues und umfassenderes Modell der Geschichte der Menschheitsentwicklung wichtig." [3]

Bei Atlantisforschung.de stellen wir als deutschsprachige Erstveröffentlichung die dritte, 1996 in englischer Sprache unter dem Titel "Atlantis: New Hypothesis" beim INSTITUT FÜR METAHISTORIK in Moskau erschienene, Fassung seiner wissenschaftlich gehaltenene, aber durchaus allgemeinverständlichen Abhandlung vor.

Team Atlantisforschung.de


Fortsetzung:

Atlantis auf dem Celtic Shelf - Eine wissenschaftliche Hypothese zu Platons Atlantis-Bericht (Teil I)

Atlantis auf dem Celtic Shelf - Eine wissenschaftliche Hypothese zu Platons Atlantis-Bericht (Teil II)

Atlantis auf dem Celtic Shelf - Eine wissenschaftliche Hypothese zu Platons Atlantis-Bericht (Teil III)


Anmerkungen und Quellen

  1. Quelle: Viatcheslav Y. Koudriavtsev, "Atlantis: New Hypothesis", Institut für Metahistorik, Moskau, 1996
  2. Quelle: ebd.
  3. Quelle: ebd.


Bild-Quelle

(1) http://www.edc.uri.edu/lme/text/celtic-biscay-shelf.htm (Bild nicht mehr online)


Forschungs-Kontakt:

Institute of Metahistory - E-Mail (Korrespondenz in Englisch)