Charles Frazee

Aus Atlantisforschung
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Forscher- und Autorenportrait

Auf einen Blick

Abb. 1 Hier das Frontcover der Neuauflage (2007) von Charles A. Frazees Buch ATLANTIS

(red)' Dr. Charles A. Frazee (* 1929) ist ein amerikanischer Historiker, ehemaliger katholischer Geistlicher und Sachbuchautor, der mit einem recht schmalen Bändchen, das den ebenfalls knappen Titel "ATLANTIS" trägt, zum enormen Fundus atlantologischer Literatur beigetragen hat.

Biographische Notizen

Frazee absolvierte zunächst, wie wir bei Julie Gunter erfahren, ein Geschichtsstudium an der Catholic University of America, das er mit einem Master-Abschluss beendete. Danach wurde er 1955 zum Priester geweiht. "Er verbrachte viele Jahre als Professor an der Marian University in Indianapolis. Während seiner Promotion an der Indiana University erhielt er ein Stipendium der Ford Foundation. In den Jahren 1963-1964 forschte er in London, Paris, München, Rom und Griechenland. [...] Als er sich 1971 aufgrund seines zunehmenden Engagements für die Friedensbewegung für die Laizisierung [1] entschied, wurde er schließlich Ehemann, Vater und Großvater. Im Ruhestand schreibt und veröffentlicht Frazee weiterhin Bücher und Artikel über das Christentum im östlichen Mittelmeerraum." [2] [3]

Charles Frazee und Atlantis

Wann die erste Ausgabe [4] von Frazees - lediglich 56 Seiten umfassender - Abhandlung zum Atlantis-Problem erschienen ist, bleibt vorläufig unklar - diese Information war bisher nirgendwo aufzufinden. Auch zum Inhalt können wir hier noch nicht viel verraten, da uns das Büchlein, das 2007 in gedruckter Form [5] (Abb. 1) und als e-Book neu herausgegeben wurde, noch nicht vorliegt. Tony O’Connell dürfte - jedenfalls im ersten Teil seiner Aussage - richtig liegen, wenn er in seiner Atlantipedia kurz und knapp bemerkt, das Buch stelle "einen Überblick über die Atlantisforschung" dar und sei "an ein jugendliches Publikum gerichtet." [6] [7]

Charles Frazees persönliche Präferenz hinsichtlich einer möglichen Atlantis-Lokalisierung scheint im Bereich der kretominoischen Atlantis-Hypothesen zu liegen. Im Verlagstext zu dieser Publikation heißt es jedenfalls: "Fast jeder hat die Geschichte von Atlantis gehört, der mächtigen Zivilisation, die von den Göttern zerstört wurde. Aber wer weiß wirklich was passiert ist? Das Geheimnis, von dem Plato in alten Zeiten berichtete und von dem auch in moderneren Versionen erzählt wird, bemächtigt sich noch immer der Fantasie der Leser. Könnte eine der kleinen Inseln nahe dem modernen Griechenland die Überreste von Atlantis darstellen? Gibt es eine Wahrheit hinter der Legende?" [8]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Red. Anmerkung: Gemeint ist die formelle Rückversetzung aus dem Priester- in den 'Laienstand' in der katholischen Kirche.
  2. Quelle: Julie Gunter, "Reader's Retrospective: Charles Frazee", 6. November 2015, bei National Catholic Reporter (USA) (abgerufen: 5. April 2018; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  3. Anmerkung: Für eine Übersicht über Charles Frazees Bücher siehe: WorldCat Identities, unter: Frazee, Charles A. (abgerufen: 5. April 2018)
  4. Siehe: Charles Frazee, "Atlantis"", Academic Therapy Publicat (ohne Jahrgangs-Angabe)
  5. Siehe: Charles A. Frazee, "Atlantis", Buena Park, CA (Artesian Press), 2007
  6. Quelle: Tony O’Connell, "Frazee, Charles (L)", 04. März 2015, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 5. April 2018; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  7. Anmerkung: Laut Verlagstext zur "Quick-Read non-fiction"-Reihe "Ancient Greek Mysteries", zu der Frazees "ATLANTIS" gehört, richten sich diese Bücher ausdrücklich an LeserInnen aller Altersgruppen. (Quelle)
  8. Quelle: o.A., "Atlantis by Charles Frazee", bei Barnes & Noble (abgerufen: 5. April 2018; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quelle: