Charles Panzetta Chatwin

Aus Atlantisforschung
Wechseln zu:Navigation, Suche

Kurzportrait

Abb. 1 Der britische Geologe Charles Panzetta Chatwin (1887-1971)

(red) Charles Panzetta Chatwin (Abb. 1) (1887-1971) war ein britischer Geologe, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunders zu den Befürwortern eines 'Atlantis im Atlantik' gehörte. Zudem wurde die Vermutung gäußert, Chatwin sei in den Hoax um die Fabrikation des so genannten Piltdown-Menschen verwickelt gewesen.

Wie es bei Stelios Grant Pavlou heißt, entwickelte sich "Chatwin von einem jugendlichen Helfer beim Natural History Museum (1902–1911) zum Bibliothekar bei der Geological Society (1913–1919), Dozenten füe Paläontologie an der University of Liverpool (1919–1920) zum Paläontologen beim Geological Survey (1920–1947). 1920 wurde er [dort] Assistenz-Paläontologe, 1927 Senior-Geologe. Das BGS führt Chatwin als einen seiner Pioniere auf. [1]

Im Jahr 1975 bezeichnete Kenneth Oakley (ein Angehöriger des Teams, das 1953/1954 den Piltdown-Hoax enthüllte) Chatwin vertraulich als einen möglichen Mitverschwörer, wobei seine Ansicht allerdings erst 2003 öffentlich gemacht wurde. Chatwins Motiv soll seine Abneigung gegen Smith Woodward gewesen sein. [...] Oakley traf Chatwin in den 1950er Jahren und fragte ihn nach der Piltdown-Fälschung. Chatwin sagte angeblich ‘Nein, darüber rede ich nicht’, und eilte davon." [2]

Was Atlantis betrifft, gehörte Chatwin keineswegs zu jenen akademischen Anhängern der Historizitäts-These, die ihre diesbezügliche Meinung allenfalls hinter vorgehaltener Hand äußern: Am 9. Juni 1939 hielt er eine Rede vor den Mitgliedern der Londoner Geological Society, in der er u.a. die Ansichten von Lewis Spence verteidigte und Wegeners Theorie der Kontinentaldrift unterstützte. [3] Seine Auffassung, Atlantis habe als Landmasse im Atlantischen Ozean existiert, begründete er u.a. mit den Migratons-Mustern bestimmter Vögel und Schmetterlinge, welche das vormalige Vorhandensein einer solchen Landgebiets nahezulegen scheinen. Sein Vortrag wurde im Jahr darauf in schriftlicher Form mit dem Titel "The Lost Atlantis" veröffentlicht. [4]


Anmerkungen und Quellen

Verwendetetes Material:

Fußnoten:

  1. Siehe: British Geological Survay, unter: Charles Panzetta Chatwin (abgerufen: 22. Nov. 2015)
  2. Quelle: Stelios Grant Pavlou, "Charles Panzetta Chatwin", bei Atlantipedia.com (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung,de)
  3. Anmerkung: Zur angeblichen, oft beschworenen, tatsächlich aber nur scheinbaren Unvereinbarkeit zwischen Kontinentaldrift und klassischer Atlantis-Theorie siehe bei Atlantisforschung.de: R. Cedric Leonard, "Geologische und ozeanographische Evidenzen für Atlantis"
  4. Siehe: C.P. Chatwin, "The Lost Atlantis", in: The South-Eastern Naturalist & Antiquary, Vol. XLIV, 1940, S. 41-51.

Bild-Quelle: