Das wissenschaftliche Trauerspiel in Sachen 'Carolina-Buchten'

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von unserem Gastautor Dr. Paul-Jürgen Hahn

Abb. 1 Ein Luftbild einiger der so genannten Carolina Bays

Kann es sein, dass Geologie und Vorgeschichtsforschung den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen - sehen wollen? Wie lange braucht es wohl noch, bis beide das Trichterfeld von South Carolina mit seinen zig-tausend „Bays“ als das anerkennen, was es ist: Das ganz offensichtliche Zeugnis eines apokalyptischen Einschlages eines Kometenschwarms. Eigentlich fast ein Wunder, dass unsere prähistorischen Vorfahren diese Katastrophe überlebten.

Nun unterliegt unser Thema dem wissenschaftlichen Dogma, dass nicht sein kann was nicht sein darf - und schon gar nicht darf die uns von unserer Wissenschaft so hübsch erzählte Geschichte über den angeblich geradlinigen Weg unserer Vorfahren durch die Prähistorie durch irgendwelche kosmischen Impakte und den von ihnen ausgelösten Katastrophen gestört werden. Andererseits ist die leider nicht weg zu diskutierende, reale Existenz der überhaupt nicht anders zu erklärenden Carolina Bays ein echtes Ärgernis und verlangt nun den grotesken Spagat einer alternativen, aktualistischen Ursachenerklärung mit wahrlich haarsträubendem Unsinn:

Eine Kombination mehrerer Prozesse soll es gewesen sein, die diese „Bays“ erzeugten, in Verbindung mit Klimawandel, eiszeitlichem Niedrigwasser usw. Na klar! Wahrlich völlig einleuchtend und überzeugend. Und mit ihren Geisteskapriolen so richtig in Fahrt gekommen, argumentieren Quartär-Geologen, die seltsamen Charakteristika der „Bays“ könnten - und das sogar ganz leicht und ohne weiteres! - erklärt werden durch banale, allgemein bekannte terrestrische Prozesse mit mehrfach wiederholten Modifikationen eines kombinierten Zusammenwirkens von Verkarstungen, Wind und Wasser, einschließlich Meeresströmungen (während die Gegend noch unter Wasser lag) und dem Aufsteigen von Grundwasser in späterer Zeit.

Abb. 2 Lassen sich die gut erkennbaren 'Schäden' am Sockel der Großen Bahama-Bank im Rahmen des nach wie vor den Diskurs dominierenden aktualistischen Paradigmas zufriedenstellend erklären?

Mit Verlaub: Mehr Hirnriss geht nicht! Jedenfalls dürfen wir jetzt wohl auch annehmen, dass die unzähligen Trichter des Schlachtfeldes von Verdun des 1. Weltkrieges nicht durch Bomben und Granaten verursacht wurden, sondern (wir haben es ja jetzt gelernt!) durch frischen Frühlingswind und warmen Sommerregen - in dieser unserer ach so friedlichen Welt. Aber es geht schon gar nicht mehr NUR um die Carolina Bays, denn das Ärgernis ihrer Existenz wird durch den zertrümmerten Bahama-Sockel (Abb. 2) noch gesteigert: Sollen die Riesen-Löcher im Kontinentalschelf (bzw. Kontinental-Abhang) vor Florida (siehe 27,12º/-78,86º sowie 26,72º/-77,64º) also auch phlegmatisch durch laue Brisen und sanften Wellenschlag verursacht worden sein? Dann ist wohl der Besuch beim Arzt fällig...

Bleibt noch das Anti-Impakt-Argument der unterschiedlichen Datierungen, sofern es denn überhaupt ein solches ist. So lässt doch alles, WAS man - WIE und WO auch immer - misst, ein weites Spektrum an Interpretationen offen, denn den Kratern selbst ist es egal, ob das, was sich in ihrem Inneren später ansammelt, älter oder jünger ist als sie selbst. Welcher Unsinn würde wohl zusammengemessen, wollte man mit den angewandten Verfahren das Alter der besagten Bombentrichter des Schlachtfeldes von Verdun bestimmen wollen! Sicherlich auch 80.000 – 140.000 Jahre! Und ganz nebenbei: Krater bleibt halt Krater - egal wie alt. Fakt: Der Impakt fand statt!



Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Dr. Paul-Jürgen Hahn (©) wurde im Januar 2015 für Atlantisforschung.de verfasst.

Fußnoten:


Bild-Quellen:

1) File Upload Bot (Magnus Manske) bei Wikimedia Commons, unter: File:CarolinaBays-USGS.JPG
2) Google earth / Bildarchive Paul-Jürgen Hahn und Atlantisforschung.de