Die japanischen Dogū-Statuetten

Aus Atlantisforschung
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Japanische "Marsmännchen-Mode" in Stein, Keramik und Bronze

von unserem Gastautor Reinhard Habeck (2001)

Abb. 1 Eine der zahlreichen rätselhaften Dogū-Statuetten aus der späten Jōmon-Periode, die seit Jahrzehnten Anlass zu 'häretischen'Überlegungen in Hinsicht auf die mögliche Präsenz außerirdischer Besucher im protohistorischen Japan liefern

[...] Forscher stießen in den Höhlen und Ruinen der Bezirke Kamegaoka, Aomori, Miyagi, Tōhoku und Kantō auf zahlreiche Statuetten aus Stein, Ton und Bronze. Die unterschiedlich großen Figürchen wurden Dogū genannt. Man rechnet ihre Entstehungszeit der Jōmon-Kultur etwa 600 v. Chr. zu. Früher wurden die Statuetten nur wenig beachtet. Man hielt sie für Abbildungen alter Ritterrüstungen. Wer sich jedoch der Mühe unterzieht, eine solche Figur etwas näher in Augenschein zu nehmen, wird auf Details stoßen, die den Betrachter zu völlig neuen Anschauungen führen dürften.

Im März 1973 kam der "Österreichische Däniken" Peter Krassa (Abb. 2) in diese günstige Situation. Damals besuchte er den angesehenen russischen Physiker und Schriftsteller Alexander Kasanzew in dessen Moskauer Domizil. Stolz zeigte ihm der Russe zwei seiner Prunkstücke - Dogū-Statuetten aus Bronze, die Kasanzew von japanischen Freunden geschenkt worden waren. Wer diese seltsamen Figuren aufmerksam studiert, den verwundert es nicht, dass zahlreiche Prähistoriker die Dogū-Statuetten völlig anders interpretierten als herkömmliche Archäologen. Denn tatsächlich: Diese bizarren Gestalten aus Japan erinnern auffallend an Wesen in Raumfahreranzügen.

Die Dogū-Statuetten Kasanzews sind etwa 60 cm groß, tragen eine undefinierbare Kopfbedeckung, in der man durchaus eine Art Raumfahrerhelm sehen könnte, und machen vor allem durch Gebilde in ihrem Gesicht aufmerksam, die sofort an voluminöse Schneebrillen mit schräg einstellbaren Linsen denken lassen. Anzug und Helm scheinen aus einem Stück gefertigt zu sein. Das Kleidungsstück selbst besitzt mehrere Ausbuchtungen, deren Funktion allerdings unklar bleibt. Der "Helm" wiederum scheint eingebaute Hör- und Atemgeräte zu besitzen. Dazu kommen eng anliegende Bänder; sie führen jeweils über beide Schulternder Statuetten und treffen sowohl bei Bauch und Gesäß der Dogū aufeinander. Dort, wo man die Hände vermuten würde, sind Behelfsmittel erkennbar, die durchaus wie "Greifer" anmuten - mechanische Hilfsmittel, wie sie auch von den irdischen Mondfahrern während der Erkundung des Erdtrabanten oder bei der Reparatur der russischen Raumstation MIR verwendet worden sind.

Abb. 2 Der österreichische Paläo-SETI-Autor Peter Krassa machte die Dogū-Figurinen und ihre prä-astronautische Interpretation in den 1970er Jahren auch im deutschsprachigen Raum bekannt.

Alexander Kasanzew versicherte seinem Wiener Gesprächspartner, dass er davon überzeugt sei, bei den lebendigen Vorbildern für diese Dogū-Figuren habe es sich um kosmische Ankömmlinge gehandelt, und der Russe teilt diese Ansicht mit dem japanischen Prähistoriker Matsumura. Dieser hatte gemeinsam mit dem Deutsch-Amerikaner Kurt Zeissig (einem Freund Kasanzews) eine Abbildung des japanischen Weisheitsgottes Hitokotonushi entdeckt und dabei herausgefunden, dass es sich bei dieser Gottheit keinesfalls um einen Japaner gehandelt haben könnte. Zu deutlich sprangen dem Betrachter die geradezu europäischen Gesichtszüge Hitokotonushis ins Auge. [1] Andererseits glich die Kleidung des "Gottes" völlig jener der Dogū-Statuetten. Lediglich der Helm fehlte.

Matsumura und Zeissig stützten sich zusätzlich auf eine alte japanische Legende, die berichtet, Hitokotonushi sei einstmals auf die Erde herabgestiegen, um die Menschen Weisheit zu lehren. Zuvor habe sich der himmlische Besucher - in weiser Voraussicht - sämtliche Waffen der Erdenbürger aushändigen lassen.

Kurt Zeissig ging noch einen Schritt weiter: Er sandte genaue Unterlagen über die Dogū an die amerikanische Weltraumbehörde NASA nach Huntsville. Darin stützte sich der Forscher unter anderem auf die Aussage des japanischen Experten Isao Washio, der die Dogū-Rüstung folgendermaßen beschrieben hatte: "Die Handschuhe sind mit einem kugelförmig gerundeten Verschluss am Unterarm befestigt; die Augenovale können entweder geöffnet oder bis zu einem Schlitz geschlossen werden; zu beiden Seiten sind kleine Hebel sichtbar, mit denen man wahrscheinlich die Öffnungsweite einstellen konnte; die >Krone< auf dem Helm ist wahrscheinlich eine Antenne ... die Zeichnungen auf den Anzügen sind keine Ornamente, sondern Vorrichtungen zur automatischen Druckregulierung."

Abb. 3 Wie es heißt, flossen Details der Dogū-Monturen auch in die Konstruktion von Raumanzügen der NASA mit ein.

Von der NASA wurden die Unterlagen des Forschers Zeissig sehr eingehend geprüft. Die Ergebnisse sind ermutigend. In einem Antwortbrief an den Freund Kasanzewswurde festgestellt: "Unsere Beobachter sind der Ansicht, dass die Hypothese über den Anzug, der auf den von ihnen übersandten Dokumenten abgebildet ist, großes Interesse verdient. Derselbe Anzug wurde nun angefertigt (von der "Litten Industrie" in Los Angeles) und an die NASA-Generaldirektion für astronautische Ausrüstung geschickt; er soll jetzt weiter perfektioniert werden. Wir teilen ihnen ferner mit, dass die Verbindungsvorrichtungen, die Spezialfassungen der Augenlöcher, die Kunstgriffe für die Aufrechterhaltung des Drucks, also alles, was Sie uns aufgezählt haben und was auf den Fotografien angegeben ist, auf Anregung der oben erwähnten Direktion bei der steifen Ausführung des Astronautenanzugs berücksichtigt wurde."

Erich von Däniken, um fantasievolle Überlegungen nie verlegen, weist auf eine bemerkenswerte Begebenheit hin, die sich etwa 600 v.Chr. - also etwa zu jener Zeit, in der die Dogū im "Raumanzug-Look" entstanden sein sollen - ereignete: Damals nämlich soll Jimmu Tenno, der erste japanische Kaiser, sein Reich von den Himmelsgöttern erhalten haben. Immer noch, bis zum heutigen Tag, pocht die kaiserliche Familie in Japan auf ihre himmlische Abstammung. Abstammung von außerirdischen Wesen? Sind diese"Götter" in Form und Nachbildung der Dogū-Statuetten erhalten geblieben?


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Reinhard Habeck (©) wurde seinem Buch "10000 Jahre UFOs - Himmelsphänomene durch die Jahrtausende" (S. 102-105) entnommen, das im Jahr 2001 in der Reihe RÄTSELHAFTE PHÄNOMENE des Tosa Verlags, Wien, veröffentlicht wurde. Bei Atlantisforschung.de erscheint er mit freundlicher Genehmigung des Verfassers in einer redaktionell bearbeiteten Online-Fassung.

Fußnote:

  1. Red. Anmerkung: Um Missverständnissen vorzubeugen, sei hierzu angemerkt, dass damit natürlich nicht unterstellt wird, die hypothetischen außerirdischen Vorbilder der Dogū-Figuren und / oder Hitokotonushis hätten europäische Gesichtszüge gehabt. Vielmehr ähnelten die Träger der Jōmon-Kultur - ebenso wie die offenbar mit ihnen verwandten Ainu - physiognomisch eher Europäern als den modernen asiatischen Japanern (deren Vorfahren erst relativ spät aus Korea in den japanischen Großraum vordrangen und dort die Yayoi-Kultur begründeten). Es erscheint also im Rahmen der prä-astronautischen Interpretation der Dogū-Figuren und des Hitokotonushi-Mythos durchaus nachvollziehbar, dass die Schöpfer der entsprechenden Abbildungen, die möglicherweise nie einen der fremden Besucher ohne Schutzhelm zu sehen bekamen, Hitokotonushi ein Gesicht nach ihrem eigenen Vorbild verliehen.

Bild-Quellen:

1) World Imaging bei Wikimedia Commons, unter: File:Dogu Miyagi 1000 BCE 400 BCE.jpg
2) Bild-Archiv Reinhard Habeck
3) Vaughn Greene, "The Dogu Enigma - Primitive Artifact Or Six-Thousand-Year-Old Space Suit?, aus: Atlantis Rising, Issue 13 / Fall 1997; nach: bibliotecapleyades.net