Douglas G. Richards

Aus Atlantisforschung.de
Wechseln zu:Navigation, Suche

Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Dieses Foto zeigt Dr. Douglas Richards bei einem seiner Tauchgänge vor Bimini

(red) Der studierte Biologe (B.A. in Biologie, magna cum laude erlangt am Amherst College) bzw. Zoologe (Promotion zum Ph.D. an der University of North Carolina at Chapel Hill) [1] Dr. Douglas G. Richards (Abb. 1) ist ein langjähriges Fakultäts-Mitglied der Atlantic University, Virginia Beach, wo er im Bereich der Transpersonal Studies lehrt.

Zu Douglas 'Doug' Richards speziellen Interessen-Schwerpunkten gehört neben Komplementärmedizin und Parapsychologie auch die - durch die Trance-'Readings' des Edgar Cayce inspirierten Suche nach Atlantis im Gebiet der Bahamas. Dazu bzw. zur Untersuchung vermuteter prähistorischer Relikte, wie z.B. der so genannten 'Bimini Road' hat er als Mitglied der Association for Research and Enlightenment (A.R.E.) vor allem in den 1980er und 1990er Jahren wesentliche Beiträge geleistet.

Was seine durchaus differenzierte Meinung zur nach wie vor umstrittenen Bimini Road betrifft, ist z.B. ein im Jahr 2000 erschienener Artikel der Zeitung Ocala Star-Banner aufschlussreich: "Die meisten der Skeptiker, von denen ich etwas gelesen habe, gehören zur Sorte 'Atlantis ist unmöglich', und haben auf diesem Gebiet niemals irgendwelche Untersuchungen vorgenommen<, sagt Doug Richards, ein Geologe [richtig: Biologe], der für das Meridian Institute, eine in Virginia Beach, Virginia, ansässige Organisation, [...] Forschungen durchgeführt und Papiere verfasst hat. >Ich denke dass sie höchst wahrscheinlich eine natürliche Formation ist, doch keine der beiden Seiten in dieser Debatte hat die Arbeit geleistet, die notwendig ist, um in der einen oder anderen Richtung einen Beweis zu führen.<

Abb. 2 Das Frontcover der TB-Ausgabe von Edgar Cayces Offenbarung des neuen Zeitalters - Das Atlantis-Geheimnis aus dem Jahr 1990

Richards sagt, dass zumindest ein Teil der Bimini Road von Menschen gemacht sein könne. >Es gibt zum Beispiel große Steine, die auf kleineren Steinen ausbalanciert sind<, sagt er. >Strandfels [orig.: beach-rock; d.Ü.] formt sich so nicht auf natürliche Weise, und wenn es sich um Strandfels handelt, dann scheint er von Menschen bewegt worden zu sein. Es gibt dort auch einen Steinkreis, der gar nicht wie eine natürliche Strandfels-Formation aussieht<." [2]

Bereits 1984 hatte Doug Richards als Mitglied eines Forschungsteams der A.R.E., dem u.a. auch Marty Orlando und William M. Donato angehörten, auf und bei den Bahamas nach Spuren einer verschollenen altertümlichen Kultur gesucht. Auf Basis der Auswertung von Landsat 4-Satellitenbildern suchte das Team vom Flugzeug aus nach möglichen Fundstätten. Nachfolgende Vor-Ort-Untersuchungen mit einem Boot erwiesen sich dann aber als enttäuschend. Auch eine Land-Exkursion erbrachte keine nennenswerten Funde. [3]

1988 wurde Doug Richards auch stärker publizistisch tätig. Zum einen fungierte er neben Edgar Evans Cayce (1918-2013) und Gail Cayce-Schwartzer als Ko-Autor des Buches "Mysteries of Atlantis revisited" [4], das zwei Jahre später auch in deuscher Sprache veröffentlicht wurde (Abb. 2) [5]; zum anderen sorgte er mit der Publikation eines Beitrags über die alternative Erforschung der Bahamas und ihrer maritimen Umgebung in einem renommierten Wissenschafts-Journal für einiges Aufsehen. Über den Inhalt dieses Papiers [6] heißt es bei William R. Corliss:

Abb. 3 eine Karte diverser anomaler Strukturen vor Bimini. C markiert den Standort regelmäßiger Blöcke. E weist die lage alter Strandlinien. F ist die gegenwärtige Strandlinie. G ist das bewaldete Ufer. Zu A, B and D. siehe die Informatiomen im Artikel.

"D.G. Richards liefert uns in einem vortrefflichen Artikel im Journal of Scientific Exploration einen 'Schlag auf Schlag'-Bericht über die Untersuchungen (sowohl von Amateuren als auch von Profis) der Gewässer von Bimini. Es ist ein kurioses Panorama wilder Behauptungen von Anhängern der Cayce-inspirierten Atlantis-Suche und der reflexhaften akademischen Spötter - die es beide arg übertreiben! Wie dem auch sein mag: hier ist unser Ziel, einige der Besonderheiten in der Nähe von Bimini zu erfassen, von denen Richards meint, sie seien dennoch anomal.

Drei von ihnen befinden sich bei A, B und D auf der nebenstehenden Zeichnung (Abb. 3), die auf einer Luftaufnahme beruht, welche in einer Höhe von 6000 Fuß [ca. 1829 m; d.Ü] aufgenommen wurde. A ist eine 90°-Krümmung in der wohlbekannten >Road<. Diese Krümmung ist zweifelsohne anomal für eine Strandfels-Formation. B besteht aus einer parallelen Reihe von Steinen. D wird aus in regelmäßigen Abständen vorkommenden Steinhaufen gebildet, die sich über mehr als 1½ Meilen erstrecken und die alten Strandlinien diagonal durchschneiden.

Richards hat auch ein Satellitenbild des Gebiets verwendet, um andere >regelmäßige< Strukturen zu lokalisieren, wie ein Dreieck, ein Pentagon und eine genaue, rechtwinklige Ecke mit kilometerlangen Schenkeln. Bei der von einem kleinen Boot aus erfolgten Inspektion dieser Regelmäßigkeiten fand Richards keine offensichtlichen Strukturen irgendwelch Art. Die Muster wurden vermutlich durch Seegras und weißen Sand verursacht. Allerdings könnten diese oberflächlichen Muster die Anwesenheit artifizieller Strukturen unter den Sedimenten wiedergeben. Sicherlich würden Archäologen, wenn diese Regelmäßigkeiten auf einem Foto zu sehen wären, das über Land aufgenommen wurde, losrennen, um die Überlagerungen wegzugraben. aber dies hier ist Bimini, und es 'weiß' doch jeder, dass dort niemals irgendwelche >Hochkulturen< existierten!" [7]

Abb. 4 Eine Infrarot-Aufnahme des ca. 159 m langen 'Fisch-Mounds' (Foto: Raymond Leigh Sr.)

In den frühen 1990er Jahren - Douglas G. Richards fungierte nun als Forschungsleiter (research director) der A.R.E. [8] - hatte er neben seinen beruflichen Aktivitäten und krypto-archäologischen Studien auch organisatorische Aufgaben zu bewältigen. So organisierte er beispielweise gemeinsam mit Vanda Osmon und Dr. Joan Hanley die zweite 'Quest for Atlantis'-Konferenz, die im Mai 1990 stattfand. Mit seinen beiden genannten Kolleginnen und dem Archäologen William M. Donato als Teamleiter beteiligte er sich im selben Jahr auch an einer Expedition, welche die erste Vor-Ort-Untersuchung des so genannten 'Rechteck-Mounds' (Rectangular Mound) in den Mangroven-Sümpfen der Bahamas durchführte. [9]

1991 organisierten Doug, Joan und Vanda auch die dritte 'Quest for Atlantis' Konferenz, in deren Rahmen unter anderem eine Besichtigung des beeindruckenden 'Fisch-Mounds' (Abb. 4) durch Teilnehmer der Veranstaltung erfolgte. [10] Im Jahr 1996 leiteten Doug Richards und Dr. Hanley eine weitere A.R.E.-Expedition nach Bimini, in deren Verlauf eine ganze Reihe von Arealen in diesem Gebiet mittels Sidescan-Sonar untersucht wurden. Die nachfolgenden Tauchgänge offenbarten eine Vielzahl von rechteckigen und anderen anomalen Strukturen in tieferen Gewässern. Leider stand nur eine sehr begrenzte Tauchzeit zur Verfügung, um diese Anomalien zu inspizieren. Jedenfalls gingen mehrere der Expedition beteiligte Forscher davon aus, dass diese Strukturen nicht natürlichen Ursprungs, sondern menschengemacht seien. [11]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Atlantic University unter: "Take Your Spiritual Path to the Next Degree - Douglas Richards, Ph.D."
  2. Quelle: Tim McDonald, "Bimini Road: Mysterious rocks a path to Atlantis?", in: Ocala Star-Banner, 24. Sept. 2000; zit. nach: Google News Newspaper Archive (Übersetzung ins Deutsche, Links und Hervorhebungen durch Atlantisforschung.de)
  3. Quelle: o.A., "Cayce on Atlantis: Bimini & Cuba?", bei edgarcayce.org
  4. Siehe: Edgar Cayce Evans, Gail Cayce-Schwartzer, D. G. Richards, "Mysteries of Atlantis revisited", Harper & Row, 1988
  5. Siehe: Edgar Cayce Evans, Gail Cayce-Schwartzer, D. G. Richards, "Edgar Cayces Offenbarung des neuen Zeitalters - Das Atlantis-Geheimnis", Heyne Verlag, 1990
  6. Siehe: Douglas G. Richards "Archaeological Anomalies in the Bahamas", in: Journal of Scientific Exploration, 2:181, 1988. (online als PDF-Datei)
  7. Quelle: William R. Corliss, "Bimini Archeological Anomalies", in: Science Frontiers, No. 64: Jul-Aug 1989 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  8. Quelle: Charles Thomas Cayce, in: Fred und Sally Vallongo, "Cayce's Grandson talks about group he heads", 7. Okt. 1990, in: The Blade (Toledo); nach: Google News Newspaper Archive
  9. Quellen: Vanda Osmon, The Road to Bimini, continued, bei: Absolutely Florida; sowie: William M. Donato (Forscherportrait, red) bei Atlantisforschung.de
  10. Quelle: William M. Donato (Forscherportrait, red) bei Atlantisforschung.de
  11. Quelle: o.A., "Cayce on Atlantis: Bimini & Cuba?", bei edgarcayce.org

Bild-Quellen:

1) edgarcayce.org, unter: biminiexpedition (nicht mehr online)
2) Heyne Verlag / Bildarchiv Atlantisforschung.de
3) William R. Corliss, "Bimini Archeological Anomalies", in: Science Frontiers (online)
4) Bildarchiv William M. Donato