John Walter Gregory

Aus Atlantisforschung
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Kurzportrait

Abb. 1 John Walter Gregory (1864-1932)

(red) John Walter Gregory (* 27. Januar 1864 in London - † 2. Juni 1932 in Peru) war ein britischer Berufsgeologe und Entdecker, nach dem die Insel Gregory Island in der Antarktis benannt wurde. Wie nicht wenige Erdgeschichtsforscher seiner Zeit ging auch er von der vormaligen Existenz einer größeren Landmasse im Atlantik aus.

Nach seiner Berufsausbildung unternahm Gregory zunächst Feldstudien in den Rocky Mountains (1891) und in Ostafrika (1893). Von 1887 bis 1900 war er als Geologe am Britischen Museum in London tätig, bevor er der Berufung als Professor für Geologie an die Universität Melbourne folgte. Eine Einladung zur Teilnahme an der Discovery-Expedition in die Antarktis lehnte er leztlich ab, nachdem er erfahren hatte, dass sie nicht unter seiner Leitung, sondern unter der von Robert Falcon Scott stehen sollte. Stattdessen führte er in Australien mehrere Expeditionen ins Innere des Kontinents durch. [1]

Im Jahr 1904 kehrte Gregory nach Großbritannien zurück, um bis 1929 als Professor an der Universität von Glasgow zu wirken. In dieser Zeit unternahm er zahlreiche weitere Expeditionen, z.B. nach Libyen (1908) und Angola (1912). Im Jahr 1925 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt, und von 1928 bis 1930 war er Präsident der Geological Society of London. Im Jahr 1932 machte er eine neuerliche Reise, diesmal nach Südamerika. Dort ertrank er am 2. Juni beim Überqueren des Flusses Urubamba in Peru. Gregory, der mit Adriana Chaplin verheiratet war, hinterließ mehr als 300 geologische Veröffentlichungen, u.a. eine Sammlung von Augenzeugenberichten des Erdbebens in Glasgow von 1910. [2]

Was John Walter Gregorys Ansichten zur rezenten erdgeschichtlichen Vergangenheit des Atlantiks und den Veränderungen der Topographie seines Meeresbodens betrifft, ist derzeit leider kaum etwas bekannt. Jedenfalls vermerkt Tony O’Connell in seiner Atlantipedia, dass Gregory "die Vorstellung eines vormaligen nordatlantischen Kontinents [3] unterstützte, ohne diesen Atlantis zu nennen, obwohl er dieser Idee anscheinend nicht abgeneigt war." [4]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: John Walter Gregory (abgerufen: 25. Nov. 2015)
  2. Quelle: ebd.
  3. Anmerkung: Vergl. dazu auch die Ansichten von Gregorys Zeitgenossen Herbert Edward Forrest. Siehe: Ferdinand Speidel, "Herbert Edward Forrest: The Atlantean Continent (1933)"
  4. Quelle: Tony O’Connell, "Gregory, John Walter (i)", 24. Mai 2010, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 25. Nov. 2015; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

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