Kapverdische Inseln

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von Stelios Grant Pavlou

Abb. 1 Eine topographische Karte der Kapverdischen Inseln

Die Kapverdischen Inseln bilden zusammen ein Archipel, das in der Ökoregion Makaronesien des Nordatlantiks liegt, vor der Westküste Afrikas, gegenüber Mauretanien und Senegal. Es besteht aus zehn Inseln (von denen neun bewohnt sind) und acht kleinen Eilanden. Zusammen haben die Inseln eine Fläche von wenig mehr als 4.000 Quadratkilometern.

Bei ihrer Wiederentdeckung im Jahr 1460 [1] fand man die Kapverden unbewohnt vor, obwohl sie auf älteren Karten als bewohnt bezeichnet wurden. Die Karte des katalanischen Kartographen Mecia de Viladestes von 1413 (Abb. 2), von der man annimmt, dass sie auf römischen Quellen beruht, zeigt an der selben Stelle Inseln, die als "Gades" bezeichnet sind, ein Name, der ein Diminutiv von Gorgaden sein könne.

Abb. 2 Die Karte des Mecia de Viladestes von 1413

Eine aus dem Jahr 1563 stammende Karte des portugiesischen Historikers António Galvão zeigt die Kapverdischen Inseln als "Dorcaden", doch dies mag eine Verfälschung von Gorgaden sein. Im Jahr 1587 verwendete der englische Geograph Richard Hakluyt auf einer Karte wiederum den Namen Gorgaden für die Kapverden. Die Gleichsetzung der Gorgaden mit den Kapverdischen Inseln findet maassive Unterstützung durch moderne Autoren, wie z.B. Andrew Collins. [2]

1803 schlug Oberst Jean Baptiste Bory de Saint-Vincent vor, dass die Kapeverdischen Inseln, zusammen mit den Kanaren, Madeira und den Azoren, die Überreste von Atlantis seien. [3] Indes haben [in jüngerer Zeit; d.Ü.] detaillierte Kartierungen und Datierungen von 16 pleistozänen unterseeischen Terrassen und marinen Konglomeraten aus dem Pliozän im Bereich der Kapverdischen Inseln ergeben, dass diese fast während des gesamten Pleistozäns emporgehoben wurden und seit der jüngsten interglazialen Periode ohne irgendeine signifikante Absenkung relativ stabil blieben.

Thomas K. Dietrich führt Gründe dafür an, dass der primäre Meridian [orig.: "Prime Meridian"; d.Ü.] bei uralten Zivilisationren auf die Kapverdischen Inseln zentriert war. [4]


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Anmerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag (Lizenz: CC0 1.0 Universal) von Stelios Grant Pavlou wurde seiner Webseite Atlantipedia.com entnommen, wo er in englischer Sprache unter dem Titel "Cape Verde Islands" erschienen ist. Übersetzung ind Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de.

Fußnoten:

  1. Red. Anmerkung: Nach anderen Angaben erfolgte die Wiederentdeckung anno 1445.
  2. Siehe: Andrew Collins, "Neue Beweise für Atlantis", Scherz, 2001
  3. Siehe: Bory de Saint-Vincent, Oberst Jean Baptiste, "Essai sur les iles fortunees et l'antique Atlantide", Paris, 1803
  4. Siehe: Thomas K. Dietrich, "The Origin of Culture and Civilization", Turnkey Press, 2005, S. 70

Bild-Quellen:

1) Mysid bei Wikimedia Commons, unter: File:Topographic map of Cape Verde-de.svg; Lizenz: Free Software Foundation, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2
2) Geagea bei Wikimedia Commons, unter: File:Mecia de Viladestes. Carte marine de l'océan Atlantique Nord-Est, de la mer Méditerranée, de la mer Noire, de la mer Rouge. 1413.jpg (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)