Konflikte im Mittelmeer-Raum begünstigen westafrikanischen Handel und Siedlungstätigkeit in Amerika

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Schwarze Zivilisationen Alt-Amerikas (Muu-Lan) und Mexikos (Xi) Teil IV

von Paul A. Barton

Abb. 8 Ein kollossaler afro-olmekischer Kopf aus Basaltgestein, der offenbar einen nubischen Kriegshelm trägt, wie er dort circa 1100 v. Chr. üblich war.

Die Blüte der Olmeken-Zivilisation war zwischen 1500 v. Chr. bis 1000 v. Chr., als mehr als zweiundzwanzig kolossale Basalt-Köpfe gehauen wurden, die den Typus der westafrikanischen negritischen Rasse repräsentierten. Diese Blüte setzte sich mit dem Auftauchen von "Magiern" oder schamanistischen Afrikanern, welche die Planetenbewegungen der Venus beobachteten und aufzeichneten. Diese "Magier" sollen, wie es heißt, von Westafrika zwischen 800 v. Chr. und 600 B.C. nach Mexiko gekommen sein und sprachen ebenso die Mende-Sprache, wie sie auch Mende- oder Bambara-Schriftzeichen verwendeten, die beide noch in Teilen Westafrikas und der Sahara benutzt werden.

Diese Schamanen, die am Monte Albán zwischen 800 und 600 v. Chr. zur Priesterkaste wurden [...], mussten von Westafrika über den Atlantik gereist sein, denn nur in Westafrika gab es diese religiösen Praktiken und einen astronomisch-religiösen Komplex von Praktiken (Venus, die Sirius-Beobachtung der Dogon und Venus-Anbetung der Afro-Olmeken). Nach Clyde Ahmed Winters [1] ist der Gebrauch der Axt bei der Anbetung von Shango bei den Yoruba Westafrikas und der Gebrauch der Axt in der afro-olmekischen Anbetung (wie auch die besondere Bedeutung des Donnergottes, später unter den Azteken als Tlalock bekannt), wie sie die afro-olmekischen Schamanen praktizierten, derselbe. Somit ist durch linguistische Studien, religiöse Ähnlichkeiten und rassische Übereinstimmungen zwischen den Afro-Olmeken und den Westafrikanern, aber auch durch den Gebrauch der selben Sprache und Schriftzeichen bewiesen, dass die Afro-Olmeken aus der Mende-sprachigen Region Westafrikas stammten, welche einst auch die Sahara beinhaltete.

Segeln und Schiffbau in der Sahara gibt es schon seit mehr als zwanzigtausend Jahren. Tatsächlich wurden vor einigen Jahren im National Geographic Magazine Höhlen- und Wandmalereien alter Schiffe vorgestellt. Solche Schiffe mit Segeln und Masten gehörten zu den Gefährten, die sich in prähistorischen Zeiten über die mit Wasser gefüllte Sahara ausbreiteten. Es liegt an dieser Schiffsbau-Tradition, dass die Bambara über das Wissen verfügten, Thor Heyerdahls Papyrus-Boot Ra I zu bauen, das es vor einigen Jahren von Safi in Marokko bis zu den Westindischen Inseln schaffte. Die Bambara sind zudem eine der westafrikanischen Nationalitäten, die noch über einen religiösen und astronomischen Komplex verfügten und verfügen, der demjenigen der alten Olmeken ähnelt, besonders auf dem Gebiet der Sternenbeobachtung.

Abb. 9 Mit Hilfe der Meeresströmungen war die Überquerung des Atlantik von Afrika nach Mesoamerika und vice versa durchaus keine unlösbare Aufgabe.

Eine Atlantik-Überquerung nach Amerika in einer guten Strömung bei milder Witterung wäre für die Westafrikaner der Küsten- und Flussregionen leichter gewesen, als sich eine Überquerung der [ausgetrockneten] Sahara mittels Karawanen bei der Tageshitze und den extrem kühlen Nächten der Wüste Sahara gestaltet hätte. Es wäre viel leichter gewesen, ein gut gebautes Schiff, vergleichbar den oben dargestellten, zu nehmen und sich von der Strömung zu den Westindischen Inseln tragen zu lassen, was vermutlich ebenso lange gedauert haben mag, als wenn man die Waren zwischen dem nördlichen und nordöstlichen Afrika und dem Landesinneren und Küsten von Westafrikas alten Königreichen hin und her geschickt hätte.

Fügen Sie noch die Tatsache hinzu, dass eine Sahara-Überquerung keine einfache Aufgabe gewesen wäre, da es Hindernissen wie die heiße und staubigen Umwelt, tausende von Meilen Staub, Sand und starken Winden gab. Der lange Treck durch die südlichen Regionen Westafrikas über Täler, Berge und die vielen Flüsse hinab zur Küste mit Lasttieren wäre problematisch gewesen, besonders da Malaria-Moskitos, die sowohl für Mensch und Tier schädlich sind, die Benutzung von Tieren zum Transport von Lasten unsicher gemacht hätten.

Schiffsreisen entlang der Küsten Westafrikas gen Norden, durch die Säulen des Herakles, dann nach Osten durch das Mittelmeer zu solchen Häfen wie Byblos im Libanon, Tyros oder Sidon würden etwa drei mal so lange gedauert haben wie ein Schiff braucht, das von Cap Verde über den Atlantik fährt und im fünfzehnhundert Meilen entfernten Nordost-Brasilien oder in Mesoamerika landet, das etwa 2400 Meilen entfernt liegt. Die Distanz an sich ist aber nicht das, was diesen Trip so leicht macht. Es ist die Tatsache, dass die Strömungen, die gigantischen Flüssen im Ozean ähneln, Schiffe und andere Fahrzeuge vergleichsweise einfach von Westafrika nach Amerika befördern.

Während der Periode von 1500 v. Chr. bis 600 v. Chr. und bis 1492 n. Chr. mögen mögen die Westafrikaner Amerika als einen Quell des Handels, des Geschäfts und als einen Raum für Siedlungen und zur Gründung neuer Zivilisationen betrachtet haben. Während des Zeitraums von 1500 v. Chr. bis 600 v. Chr. gab es viele Konflikte im Mittelmeerraum, an denen die Kuschiten, Ägypter, Assyrer, Phönizier, Seevölker, Perser, Juden und andere beteiligt waren. Jedes Königreich oder Nation dieser Ära mit dem Wunsch nach reibungslosem Handel ohne Komplikationen würde versucht haben, alternative Handelspartner zu finden. In der Tat war genau dies der Grund, warum die Europäer 1492 n. Chr. beschlossen, auf ihrer Suche nach Indien und China westwärts zu segeln. Im Osten wurden sie von den Arabern gegängelt und mussten drückende Steuern entrichten, um diese Region passieren zu dürfen.

Abb. 10 Nubisch-kushitisches Königspaar (ca. 1000 v. Chr.)

Trotzdem mögen die meisten Imperien und Königreiche der Schwarzen, wie Kusch, Mauri, Numidien, Ägypten, Äthiopien und andere kaum Schwierigkeiten gehabt haben, Handel mit ihren Nachbarn zu betreiben, da sie auch zu den Mächten der Region gehörten, die im Mittelmeerraum dominant waren. Südlich und südwestlich dieser Nordregion waren Mauretanien (der Sitz des prähistorischen Zingh-Imperium), Ghana und viele der Nationalitäten, welche bei der westafrikanischen Renaissance des frühen Mittelalters führend waren, an Zivilisationen und Kulturen beteiligt, ähnlich denen von Nubien, Ägypten und den Reichen der Afro-Olmeken oder Xi-(Shi) Leute.

Es wird angenommen, dass es auch eine nubische Präsenz in Mexiko gab und dass die westafrikanischen Zivilisationen, trotz der Entfernung zwischen den beiden Zentren schwarzer Zivilisation in Afrika, mit der von Nubien verwandt waren. Es besteht kein Zweifel daran, dass es in alten Zeiten Handelsverbindungen zwischen Westafrika und Ägypten gab. Tatsächlich sandte Nikau, ein ägyptischer Pharao, etwa 600 v. Chr. Schiffe aus, um Afrika zu umrunden, und später, um 450 v. Chr., taten die Phönizier das selbe, wobei sie in Westafrika bei der Nation landeten, die heute Kamerun genannt wird. Dort wurden sie Zeugen, wie ein Kwanza-ähnliches Erntefest begangen wurde, bei dem "Zimbeln, Hörner" und andere Instrumente erklangen, aber auch Rauch und Feuer von den brennenden Feldern konnte man von ihren Schiffen aus sehen.

Während dieser historischen Periode waren die westafrikanischen Kulturen und Zivilisationen, die Abkömmlinge viel früherer südsaharischer Kulturen darstellten, schon alt im Vergleich mit Zivilisationen wie Griechenland oder Babylon. Tatsächlich wurde Eisen von den alten westafrikanischen Zivilisationen schon 2600 Jahre v. Chr. verwendet und war so verbreitet, dass es in Westafrika kein "Bronzezeitalter" gab, obwohl Bronze für Ornamente und Instrumente oder Werkzeuge benutzt wurde.

Eine Kombination von Nubiern und Westafrikanern, die sich in gemeinsamem Handel und Geschäften entlang der Küsten Westafrikas engagierte, könnte viele Reisen nach und von Amerika geplant haben und könnte um 1500 v. Chr. herum und danach eine Überquerung unternommen haben. Massive Skulpturen der Köpfe typischer negritischer Afrikaner wurden in der Region Süd-Mexikos hergestellt, wo die Zivilisation der Olmeken blühte.

Einige dieser massiven Basalt-Köpfe weisen the 'Cornrow'-Haartracht auf, die bei den Schwarzen Westafrikas üblich war, und zeigen das stark gelocktem Haar, wie es für wenigstens siebzig Prozent aller negritischen Menschen üblich ist (den anderen Teil machen die dravidische schwarze Rasse Indiens und die schwarzen Australoiden Australiens und Südasiens aus).


Fortsetzung:


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Paul A. Barton © wurde online unter dem Originaltitel "BLACK CIVILIZATIONS OF ANCIENT AMERICA (MUU-LAN), MEXICO (XI) - Gigantic stone head of Negritic African during the Olmec (Xi) Civilization" erstveröffentlicht. Er erscheint hier in einer leicht gekürzten und redaktionell bearbeiteten Fassung erstmalig in deutscher Sprache. Übersetzung aus dem Englischen durch Atlantisforschung.de.

Fußnote:

  1. Vergl.: Clyde A. Winter´s Webseite "search", unter http://homepages.luc.edu/~cwinter/ (nicht mehr online)

Bild-Quellen:

8) Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, Olmeken
9) Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, Atlantischer Ozean
10) Paul A. Barton, BLACK CIVILIZATIONS OF ANCIENT AMERICA (MUU-LAN), MEXICO (XI)