Riesenfunde - in New Hampshire

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Abb. 1 Karte zur geographischen Lage von New Hampshire, USA

(bb) Aus New Hampshire (Abb. 1), einem der kleinen Bundesstaaten der Region Neuengland im Osten der USA, liegen uns derzeit lediglich zwei historische Meldungen über Funde von sterblichen Überresten prähistorischer nordamerikanischer Riesen vor. Eine von ihnen ist in einer alten Chronik aus dem Jahr 1850 zu finden.

In dieser Meldung, die von Jim Vieira recherchiert und von Chris L. Lesley auf den Webseiten des Greater Ancestors World Museum vorgestellt wird [1] geht es m eine Entdeckung in Moultonborough (Abb. 2) im Carroll County: "In dieser Stadt wurde vor 30 Jahren ein Skelett von nahezu sagenhaften Proportionen exhumiert. Es war in sandigem Erdreich am Ufer des Sees begraben, nahe der Mündung eines kleinen Flusses. Augenscheinlich war es das Skelett eines etwa sieben Fuß [ca. 2,13 m; d.U.] großen Mannes - wobei die Kieferknochen leicht über das Gesicht eines großen Mannes passten." [2]

Abb. 2 Historische Postkarte mit einer Ansicht des Städtchens Moultonborough in New Hampshire, wo um 1820 das Skelett eines der präkolumbischen nordamerikanischen Riesen entdeckt wurde

In seinem, gemeinsam mit Hugh Newman verfassten Buch Giants on Record verrät Vieira dann auch die Original-Quelle dieser Meldung. Es ist der Guide to the White Mountains and Lakes of New Hampshire von Tripp & Osgood. [3] Darüber hinaus heißt es bei Vieira & Newman (2015) über den dort beschriebenen Fund, der offenbar bereits um 1820 herum erfolgt war:

"Der Bericht wurde verifiziert, als Jim und Hugh Die Bellows Falls Historical Society in Rockingham besuchten. Er war aufgeführt in einem alten Büchlein mit dem Titel Sites in New Hampshire und es wurde [darin] hinzugefügt: >In der Nähe war ein Cromlech aus glatten grauen Steinen, die üblicherweise nicht in dieser Gegend zu finden sind, [und] von Abmessungen, welche nahelegen, dass ein weiterer Riese unter ihm bestattet war.< (aus den Notizen des Poeten John G. Whittier). Dies ist eine rare und ziemlich verlockende Verbindung der Stein-Fundstätten Neuenglands [4] und den Riesen." [5]

Abb. 3 Hier der Kopf einer Ausgabe des Boston Medical and Surgical Journal, das 1856 in Vol. 53 über einen Riesenfund in New Hamphire berichtete

Ebenfalls aus Giants on Record stammt der Hinweis auf die zweite historische Fundmeldung aus New Hampshire, die wir hier vorstellen möchten. Dabei handelt es sich um einen 1856 in der Fachzeitschrift Boston Medical and Surgical Journal (Abb. 3) (der Vorläuferin des heutigen New England Journal of Medicine) veröffentlicht wurde, und in dem es heißt:

"Indianische Gräber in Concord, N.H. - Bei kürzlichen Ausschachtungen für den Keller eines neuen Hauses, sagt das Congregational Journal, ein paar Ruten westlich der Wohnstätte von Esquier Richard Bradley, am Nordende dieser Stadt, wurden in einem Raum von 10 Fuß [ca. 3.12 m; d.Ü.] im Quadrat neun Skelette von Indianern ausgegraben. Man hält sie für die Überreste von einigen altertümlichen Pennacooks, welche einst diese Gegend bevölkerten, und die vor mindestens einhundertfünfzig Jahren begraben wurden. Unter diesen waren die Skelette von sechs Kindern, drei davon um das einer Erwachsenen herum, von der man annimmt, das sie ihre Mutter war, und auch ein sehr großes, das sechs Fuß und drei Zoll [gut 1,90 m; d.Ü.] maß. Die Knochen dieses Riesen waren bemerkenswert gut erhalten. Der Schädel [d.h. die Schädelwand; d.Ü.] ist sehr stark, die Zähne der beiden Kiefer sind vollständig, und alle sind doppelt [vorhanden]. [6] Die Skelette wurden von Rinde umschlossen vorgefunden, und etwas ihres langen, schwarzen Haars war noch vorhanden. Die Knochen der Kinder waren stark verwest. Dr. William Prescott aus dieser Stadt hat das größte Skelett konserviert, welches in seiner Vitrine angesehen werden kann." [7]


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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Chris L. Lesley, "Moltonborough Giant Skeleton" bei Greater Ancestors World Museum (abgerufen: 15.05.2014)
  2. Quelle: o.A., "Moultonborough", in: Guide to the White Mountains and the Lake of New Hampshire. Tripp and Osgood, 1850, S. 17
  3. Anmerkung: Bei Tripp & Osgood (1850) heißt es im Originaltext auf Seite 17: "A skeleton was exhumed in this town (Moltonborough) some thirty years ago of almost fabulous proportions. It was buried in a sandy soil on the shore of the lake, near the mouth of a small river. It was apparently the skeleton of a man some seven feet high - the jaw bones passing easily over the face of a large man." (zit. nach Jim Vieira und Hugh Newman, "Giants on Record: America's Hidden History, Secrets in the Mounds and the Smithsonian Files", Avalon Rising Publications, 2015, S. 135; Hinweis: Das Buch von Tripp & Osgood wurde übrigens im Jahr 2012 in einer Neuauflage wiederveröffentlicht.)
  4. Red. Anmerkung: Siehe zu diesen bei Atlantisforschung.de auch: William R. Corliss, "Die steinernen Rätsel von Neuengland" (aus Science Frontiers Nr. 2, Januar 1978)
  5. Quelle: Jim Vieira und Hugh Newman, op. cit. (2015), S. 135 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  6. Siehe zu diesem Phänomen, das vom Verfasser (bb) die Bezeichnung 'Duplodontia' erhalten hat: Bernhard Beier, "Homo sapiens giganteus duplodontialis - Die 'original amerikanischen' Riesen mit den doppelten Zahnreihen"; sowie: Jim Vieira und Hugh Newman, "Die Riesen mit 'doppelten Zahnreihen' - Einige einführende Bemerkungen
  7. Quelle: o.A., "INDIAN GRAVES IN CONCORD, N. E.", in: Boston Medical and Surgical Journal, Vol. 53, 1856, S. 456; zitiert nach: Jim Vieira und Hugh Newman, op. cit. (2015), S. 135 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quellen:

1) TUBS bei Wikimedia Commons, unter: File:New Hampshire in United States.svg (Bildbearbeitung durch Atlantisforschung.de)
2) MGA73bot2 (Uploader) bei Wikimedia Commons,, unter: File:Moultonborough Corner.jpg
3) Washington University School of Medicine (Bernard Becker Medsical Library), unter: Rare Books @ Becker