Die Riesen mit 'doppelten Zahnreihen'

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Einige einführende Bemerkungen

von Jim Vieira und Hugh Newman (nach grahamhancock.com)

Abb. 1 Hier das rekonstruierte Modell eines der Riesenschädel mit doppelten Zahnreihen, wie sie in zahlreichen historischen Berichten aus Nordamerika beschrieben sind.

Hunderte von Berichten über Skelett-Exhumierungen in den Vereinigten Staaten haben einige sehr ungewöhnliche anatomische Merkmale festgestellt. Dazu gehören makrozephalische (überdurchschnittlich große) Schädel, langgestreckte Schädel, riesige Kiefer, die über jedes normalgroße Gesicht passten, sowie doppelte Zahnreihen. Die Informationen darüber stammen aus offiziellen Smithsonian-Berichten (wobei ein Report sogar eine dritte Zahnreihe beschreibt), aus Zeitungsartikeln sowie Briefen von Ärzten und angesehenen Mitgliedern örtlicher Gemeinschaften. Wir werden hier kurz das Phänomen der 'doppelten Zahnreihen' betrachten, das in in mannigfaltigen Berichten zu Evidenzen beschrieben wird, die, für das Gebiet der kanadischen Großen Seen bis zu 6000 Jahre zurückreichen. [1]

Der erste Bericht von den kalifornischen Kanalinseln [2] findet sich im Scientific American (Band 6, 1862, S. 227) (Abb. 2). Der Fund war zwischen 3.362 und 8.000 Jahren alt [3]: "Die Indianerschädel mit Doppelreihen von Zähnen sollen nicht nur zahlreich auf San Clemente [in] Inselhöhlen gefunden worden sein, sondern auch oft noch auf der Nachbarinsel San Miguel, auf San Bernardo oder Juan Rodriguez von Cabrillo."

Abb. 2 Das Front-Cover des Kurzberichts im Scientific American (Band 6, 1862, S. 227; zur Vergrößerung bitte das Bild anklicken!)

Jim entdeckte auch weitere Berichte von der anderen Seite des Kontinents in Neuengland. In der Stadtgeschichte von Deerfield, Mass (1895, S. 78), schreibt der Historiker George Sheldon: "Am Fuße von Bars Long Hill, genau dort, wo der Wiesenzaun die Straße überquerte und die Bars, die dem Dorf seinen Namen gaben, platziert waren, wurden viele Skelette während des Abholzens einer Bank freigelegt, und Waffen und Werkzeuge wurden in Hülle und Fülle gefunden. Eines dieser Skelette wurde mir von Henry Mather beschrieben, der es von monströser Größe sah: »Der Kopf ist so groß wie ein Peckenkorb, mit doppelten Zähnen überall.« Das Skelett wurde von Dr. Stephen W. Williams untersucht sagte der Besitzer muss fast acht Fuß hoch gewesen sein." [4]

Abb. 3 Das Front-Cover von C.G. Hines 'Story of Martha's Vineyard', eine der weiteren Quellen zu Funden der Überreste gewaltiger Menschen mit 'doppelten Zahnreihen'

In "The Story of Martha's Vineyard" (Abb. 3), von Charles Gilbert Hine (S. 136, 1908) heißt es: "Vor ungefähr 15 Jahren wurde das Skelett eines indianischen Riesen in fast perfektem Erhaltungs-Zustand an der gleichen Stelle (Cedar Tree Neck) ausgegraben. Die Knochen wiesen auf einen Mann hin, der leicht sechs Fuß [ca. 1,83 m; d.Ü.], vielleicht sieben Fuß [ca. 2,13 m; d.Ü.] groß war. Ein ungewöhnliches Merkmal war eine komplette doppelte Zahnreihe im Ober- und Unterkiefer."

Die Geschichte der Stadt Rockingham, Vermont, von Lyman Simpson Hayes (1907, S. 338) berichtet: "Als die Erde östlich der Fälle von der Spitze der Felsvorsprünge entfernt wurde, wurde ein merkwürdiges menschliches Skelett gefunden, unverkennbar das eines Indianers. Diejenigen, die es sahen, erzählten dem Verfasser, dass der Kieferknochen von solcher Größe war, dass ein großer Mann ihn leicht über sein Gesicht ziehen konnte und die Zähne, die alle doppelt waren, perfekt waren."

In der Geschichte der Stadt Middleboro, Massachusetts, von Thomas Weston (1906, S. 400) erfahren wir zudem: "Vor einigen Jahren, als der Highway begradigt und repariert wurde, wurden Überreste gefunden. Als sein Skelett von Dr. Morrill Robinson und anderen gemessen wurde, stellte sich heraus, dass der Oberschenkelknochen bei einem gewöhnlichen Mann vier Zoll länger war als dieser Knochen und dass er in jedem Kiefer eine doppelte Zahnreihe hatte. Seine Größe muss mindestens sieben Fuß und acht Zoll [ca. 2,34 m; d.Ü.] betragen haben."

Nach Untersuchung der Möglichkeiten könnte das Phänomen der "doppelten Zahnreihen" dadurch erklärt werden, dass es entweder:

1) buchstäblich zwei Sätze von Zähnen (doppelte Bezahnung) [5] gibt;

2) Molaren und Prämolaren in der Vorderseite des Mundes, die "Doppelzähnen" ähneln - schon für sich genommen eine ungewöhnliche Anomalie;

3) überzählige Zähne, die nur gelegentliche 'zusätzliche' Zähne im Mund sind, die man als doppelte Zahnreihen sehen kann, aber nicht als 'vollständige Sätze' [6];

4) Zähne, die so abgenutzt sind, dass nur noch zwei Wurzeln existieren, welche zwei getrennten Zähnen ähneln. [7]

Es müssen eindeutig weitere eingehende Überprüfungen durchgeführt werden, bevor wir die Ursprünge dieser ungewöhnlichen Merkmale verstehen können. Einige Berichte könnten auf den damaligen Sprachgebrauch zurückzuführen sein, aber es ist bemerkenswert, dass die historischen Aufzeichnungen so häufig das Phänomen der "doppelten Zahnreihen" mit riesigen Skeletten verbinden.


Literaturhinweis

Giants on record.jpg
Jim Vieira und Hugh Newman, "Giants on Record: America's Hidden History, Secrets in the Mounds and the Smithsonian Files", Avalon Rising Publications, 2015 --- Siehe dazu auch folgendes Video (3:23 Min.)


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Jim Vieira und Hugh Newman ist ein Auszug aus ihrem Artikel "Giants on Record: America’s Hidden History, Secrets in the Mounds and the Smithsonian Files", der in November 2015 bei grahamhancock.com erschienen ist. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de im März 2018.

Fußnoten:

  1. Siehe: J.V. Wright, "A History of the Native People of Canada: 10,000-1,000 BC., Gatineau, Quebec (Canadian Museum of Civilization), 1995. S.257; sowie: Andrew Collins, "Were the American giants Denisovan human hybrids? - Denisovans and the American Giant Mystery", bei andrewcollins.com
  2. Red. Anmerkung: Zu Funden menschlicher Skelette mit 'Übergröße' auf den Kanalinseln Kaliforniens siehe bei Atlantisforschung.de: Bernhard Beier, "Riesenfunde - in Kalifornien", Teil IV (2014)
  3. Siehe: Michele D. Titus und Phillip L. Walker, "Skeletal Remains from San Clemente Island", online als PDF-Datei bei Pacific Coast Archaeological Society (PCAS) (abgerufen: 11. März 2018)
  4. Red. Anmerkung: Zu Jim Vieiras Recherche-Ergebnissen hinsichtlich der doppelbezahnten Riesen von Massachusetts siehe bei Atlantisforschung.de auch: Bernhard Beier, "Homo sapiens giganteus duplodontialis - in Massachusetts (2014)
  5. Red. Anmerkung: Das es zuvor keinen wissenschaftlichen Fachausdruck für dieses Phänomen gab, haben wir bei Atlantisforschung.de dafür die Bezeichnung Duplodontia (Duplodontie) eingeführt. Zur Veranschaulichung hier der Link zu dem Foto eines, an Duplodontia erinnernden Falles von Hyperdontie (siehe zu dieser Fn. 6). Außerdem scheint die Duplodontia der altertümlichen Riesen keineswegs pathologischer Natur gewesen zu sein, wie heutige extreme Fälle krankhafter Hyperdontia (Foto).
  6. Red. Anmerkung: Dieses als 'Hyperdontie' (Hyperdontia) bezeichnete Phänomen ist in der modernen Zahnmedizin keineswegs unbekannt, wobei es heute durchweg als pathologisch (d.h. krankhaft) betrachtet wird, auch in Fällen symmetrischer 'Überbezahnung'. Die Übergänge von Gebissen mit "nur gelegentliche[n] 'zusätzlichen' Zähnen" hin zur Duplodontia scheint bei den amerikanischen 'Giganten der Vorzeit entweder fließend, im Rahmen einer evolutionären Entwicklung verlaufen zu sein, oder aber - sofern die (wohl nicht als Krankheit zu definiernde), symmetrische Duplodonia z.B. das 'plötzlich' auftretende Resultat einer Mutation darstellte, könnten manche späteren (und heutige) Fälle gemäßigter Hyperdontia das Ergebnis der Vermischung der Genpools duplodontialer Riesen mit anderen menschlichen Populationen ohne entsprechende dentale Anomalien sein. Bei Hyperdontia wäre heute in diesem Fall zu unterscheiden zwischen pathologischen Varianten und einem Vorkommen als genetisches Relikt.
  7. Red. Anmerkung: Diese Möglichkeit erscheint jedoch angesichts der Tatsache wenig wahrscheinlich, dass in erstaunlich vielen historischen Berichten über Funde riesenhafter Skelette in Nordamerika auf den bemerkenswert guten Zustand der Gebisse dieser 'Riesen' hingewiesen wird, während diejenigen ihrer 'normalgroßen' Zeitgenossen bisweilen tatsächlich als bis "auf das Niveau des Zahnfleisches verkürzt" bezeichnet wurden. Siehe z.B.: Jim Vieira, "Riesenfund-Meldung in einem zahnmedizinischen Journal (1910)". Verwechslungen dentaler bzw. Kiefer-Anomalien und 'verschlissenen' Zähnen dürfte es jedenfalls ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts kaum noch gegeben haben.

Bild-Quellen:

1) Jim Vieira und Hugh Newman, "November 2015 AOM: Giants on Record: America’s Hidden History, Secrets in the Mounds and the Smithsonian Files", bei grahamhancock.com
2) ebd.
3) Archive.org, unter: The story of Martha's Vineyard