Robert Wauchope

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Dr. Robert Wauchope (1909-1979), ein Verfechter des Mainstreams der Altamerikanistik
'Abb. 2 Das Front-Cover von Wauchopes Buch aus dem Jahr 1962

(red) Robert Wauchope (* 10. Dezember 1909 in Columbia, South Carolina; † 29. Januar 1979 in New Orleans) [1] war ein renommierter amerikanischer Archäologe und Anthropologe, der sich beruflich auf die wissenschaftliche Erforschung der Prähistorie Lateinamerikas, Mesoamerikas und des Südwestens der Vereinigten Staaten spezialisierte. [2] Bei Kennern der Materie ist er auch als rigoroser Verfechter altamerikanistischer Mainstream-Positionen und als Atlantologie-Kritiker in Erinnerung geblieben.

Bei Tony O’Connell findet sich dazu die folgende, überaus freundlich gehaltene Bewertung: "In seinen Buch Lost Tribes & Sunken Continents (Abb. 2) [3] vertritt er eine [...; gelinde gesagt; d. Red.] skeptische Sicht der Atlantologie, diskutiert die Folgewirkungen bei Befürwortern, die von ihrer Lieblingstheorie besessen werden und dabei oft auf Objektivität verzichten. Er übte scharfe Kritik an den schlecht konstruierten Behauptungen von Churchward und Le Plongeon. Obwohl sein Buch heute vergriffen ist, lohnt es sich, ein gebrauchtes Exemplar zu beschaffen, da es einen guten Überblick über einige der vor sechs Jahrzehnten populären 'alternativen' Theorien zur Prähistorie sowie eine nüchterne Bewertung durch einen konventionellen Wissenschaftler aus dieser Zeit liefert." [4]

Es bleibt anzumerken, dass Wauchope bei dieser "nüchternen Bewertung" der Verfechter missliebiger Meinungen zur Prähistorie Amerikas 'großzügig' gleichermaßen frühe (d.h. seinerzeit längst veralterte), Vertreter der Atlantisforschung, wie Augustus Le Plongeon, James Churchward und Ignatius Donnelly, die ebenfalls schon damals fachlich obsoleten Hyperdiffusionisten William James Perry und Grafton Elliot Smith sowie zeitgenössische wissenschaftliche Diffusionisten, wie seinen Berufskollegen Harold S. Gladwin, aber auch Thor Heyerdahl, in ein und denselben Topf warf. Diese befremdliche Melange wird dann schließlich durch Wauchopes Kritik esoterischer Auslassungen - z.B. von Rosenkreuzern und Theosophen - abgerundet. [5]



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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: E. Wyllys Andrews V and Margaret A. L. Harrison (Society for American Archaeology), "Obituary: Robert Wauchope, 1909-1979", in: American Antiquity, Volume 46, Issue 1, January 1981 , pp. 113-127 (Link abgerufen: 06. Mai 2019)
  2. Quelle: Wikipedia - The Free Encylopedie, unter: "Robert wauchope (archaeologist)" (abgerufen: 06. Mai 2019)
  3. Siehe: LRobert Wauchope], "Lost Tribes and Sunken Continents - Myth and method in the study of American Indians", Chicago (University of Chicago Press), 1962
  4. Quelle: Tony O’Connell, "Wauchope, Robert (L)", 30. Juni 2012, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 06. Mai 2019; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  5. Siehe: William E. Bittle, "Rezension von 'Lost Tribes and Sunken Continents'", in: American Antiquity, Volume 28, Issue 4, April 1963 , p. 565

Bild-Quellen:

1) Bild-Archiv Tony O’Connell / Atlantipedia.ie
2) University of Chicago Press (via Amazon.com) / Bild-Archiv Atlantisforschung.de