Sylvain Meinrad Xavier de Golbéry

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Historisches Forscherportrait

Auf einen Blick

Abb. 1 Das Titelblatt von de Golbérys Schrift "Fragmens d’un voyage en Afrique" aus dem Jahr 1802 (Band 1), in der er sich auch mit Platons Atlantis befasste

(red) Sylvain Meinrad Xavier de Golbéry - von zeitgenössischen Autoren auch Goldberry genannt - (* 24. September 1742 in Colmar; † 13. Juni 1822 in Paris) war ein französischer Geograph, Militäringenieur und Schriftsteller.

Biographische Notizen

Über sein Leben und Werk lesen wir Folgendes in der deutschsprachigen Wikipedia: "Golbéry trat 1770 in die Ingenieurschule École royale du génie von Mézières in den Ardennen ein und war u. a. für die 1773 durchgeführte Wiederherstellung der Befestigungsanlagen von Landau in der Pfalz verantwortlich. Als Stanislas de Boufflers (1738–1815) – wie Golbéry von elsass-lothringischer Herkunft – im Jahre 1785 zum Gouverneur der französischen Kolonie Senegal ernannt wurde, reiste Goldbéry, zu jener Zeit Hauptmann im Ingenieurcorps der französischen Armee, als dessen Erster Adjutant mit nach Westafrika. Dort unternahm er auf Befehl des französischen Königs Ludwig XVI. ausgedehnte Forschungsreisen, über deren Ergebnisse er 1791 in Briefen, in der Hauptsache aber im zweibändigen Werk Fragmens d’un voyage en Afrique (Abb. 1) berichtete. Neben eigenen Beobachtungen hat er in diesen anerkannten Schriften auch die Mitteilungen anderer Reisender eingearbeitet. Diese Fragmente kamen wegen der Wirren der Französischen Revolution (Golbéry war während der Revolution im Exil) erst 1802 heraus, erschienen dann aber zeitgleich in mehrfacher Auflage und auch in englischer und deutscher Übersetzung." [1]

Weiter heißt es in unserer Quelle über ihn: "Golbéry wurde 1815 Träger des Saint-Louis-Ordens und trat am 21. April 1818 im Range eines Lieutenant-Colonel ins Hôtel des Invalides ein. Am 10. August 1820 – noch zum Bibliothekar dieser Einrichtung ernannt – starb er dort zwei Jahre später als fast 80-jähriger." [2]

Golbéry und Atlantis

In seinen Fragmens d’un voyage en Afrique wandte Golbéry sich 1802 u.a. auch dem Atlantis-Problem zu. "Darin [3] stellte er", wie Thorwald C. Franke notiert, "die These auf, dass die Kanaren einst mit dem Atlasgebirge zusammenhingen, und in einer Katastrophe davon abgetrennt wurden. Das war für Golbéry der wahre Kern [der] Atlantiserzählung, die von Ägypten an die Griechen überliefert wurde." [4]





Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

Bild-Quelle:

  • [ Google Books] (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)