Thorwald C. Franke

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Forscher- und Autorenportrait

(red) Der 1971 geborene und heute in Frankfurt am Main lebende Diplom-Informatiker Thorwald C. Franke (Abb. 1) ist eine der zentralen Persönlichkeiten der konservativen, 'schulwissenschaftlich' orientierten Atlantisforschung im deutschsprachigen Raum.

Abb. 1 Thorwald C. Franke

Franke, der mehrere alte Sprachen, darunter Altgriechisch, beherrscht, beschäftigt sich seit seiner Jugend mit der antiken Geisteswelt und den alten Kulturen des graeco-romanischen Raums, und seit 1999 insbesondere mit dem Atlantis-Problem. Er vertritt die These, dass es bis heute keine befriedigende Erklärung für Platons Atlantisbericht gibt. Zur Atlantis-Lokalisierung schlägt Franke die Hypothese vor, das von Platon beschriebene Inselreich habe sich zur Bronzezeit auf der Mittelmeerinsel Sizilien befunden.

Einen Namen hat sich Thorwald C. Franke in Forscherkreisen als langjähriger Herausgeber der Internetseiten atlantis-scout.de und als einer der Initiatoren der, im März 2006 veröffentlichten, so genannten 'Charta der Atlantisforschung' gemacht. [1] Im selben Jahr erschien auch sein Buch "Mit Herodot auf den Spuren von Atlantis" (siehe unten). Herodots Werk betrachtet Franke "als eine wahre Fundgrube für die Atlantis-Forschung", die zu fundierten Vorstellungen darüber führen kann, "ob Atlantis wirklich ein realer Ort war, und wenn ja, wo es lag und wann es unterging."

Einen wahren 'Paukenschlag' legte Franke dann im Jahr 2010 mit seiner epochalen Abhandlung "Aristoteles und Atlantis - Was dachte der Philosoph wirklich über das Inselreich des Platon?" vor. In diesem - populärwissenschaftlich gehaltenen, aber akademischen Standards gerecht werdenden - Werk zerpflückt der des Altgriechischen mächtige Autor systematisch und nach allen Regeln der Kunst den mehr als 100 Jahre alten, von Altphilologen (Platonisten, nicht aber Aristoteles-Experten!) ungeprüft kolportierten Wissenschaftsmythos, Platons Schüler Aristoteles habe die Historizität des Atlantisberichts in Frage gestellt. Mit seinem bisher jüngsten - und wohl auch bedeutendsten - Buch, der im Juli 2016 erschienenen, 596 Seiten umfassenden Abhandlung "Kritische Geschichte der Meinungen und Hypothesen zu Platons Atlantis - Von der Antike über das Mittelalter bis zur Moderne" präsentiert Franke schließlich ein veritables neues Standardwerk zur Erforschung der historischen Betrachtung von Platons Atlantiserzählung sowie des Atlantis-Problems. [2]


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Webseiten:


Literatur:


AristotelesAtlantis Umschlag klein.jpg
Aristoteles und Atlantis - Was dachte der Philosoph wirklich über das Inselreich des Platon?, Books on Demand GmbH, Norderstedt, März 2010, broschiert, 152 Seiten, ISBN: 978-3-8391-6166-1


Franke Herodot 2.jpg
Mit Herodot auf den Spuren von Atlantis, Books on Demand GmbH, Norderstedt, November 2006, broschiert, 260 Seiten, ISBN-10: 3-8334-6511-5 sowie ISBN-13: 978-3-8334-6511-6


Franke Geschichte-Hypothesen-Atlantis 232x294.jpg
Kritische Geschichte der Meinungen und Hypothesen zu Platons Atlantis - Von der Antike über das Mittelalter bis zur Moderne, Books on Demand GmbH, Norderstedt, Juli 2016, broschiert, 596 Seiten ISBN: 978-3-7412-5403-1


Als Herausgeber:

Franke RudbergAtlantis CoverPic 232x294 vs01.JPG
Atlantis and Syracuse, Thorwald C. Franke (Hrsg.), Autor: Gunnar Rudberg, Übersetzung aus dem Schwedischen ins Englische: Cecelia Murphy --- Books on Demand, Oktober 2012; Paperback: 120 pages, ISBN: 978-3-8482-2822-5


Videos:


Externa:


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe zur Kritik dieser 'Charta' und für eine alternative Fassung bei Atlantisforschung.de auch: Für eine 'Charta der Atlantis-Forschung' (red)
  2. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de auch: Bernhard Beier, "Ein Buch, das neue Maßstäbe in der Atlantologie-Historik setzt - Rezension zu: Thorwald C. Frankes Kritische Geschichte der Meinungen und Hypothesen zu Platons Atlantis - Von der Antike über das Mittelalter bis zur Moderne"