Waren die ersten Amerikaner Australier?

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von William R. Corliss (2001)

Abb. 1 Zwei seltsam geschmückte Figuren aus einer der Bradshaw-Galerien in Australien.

Stellen Sie diese Frage in einer College-Klasse im Archäologie-Unterricht, dann kassieren Sie mit Sicherheit eine "6"! Weiß doch jeder, dass die ersten Bewohner der Neuen Welt über die Bering-Landbrücke einsickerten und sich schließlich bis zur Spitze von Südamerika hinunter bewegten.

Vielleicht war das so, vielleicht auch nicht. Es ist denkbar, dass einige reiselustige australische Seefahrer von Insel zu Insel über den Süd-Pazifik 'gehüpft' sein könnten oder eine Polar-Route genommen haben (wie es später die Wikinger im Norden taten) als es auf der Welt noch wärmer war. [1] Auch wenn diese Vorstellung radikal erscheint, weisen drei Klassen von Evidenzen darauf hin, dass Australier vor mehr als 10 000 Jahren an südamerikanischen Küsten Fuß gefasst haben könnten:

1. Menschliche Fossilien. Wie in Science Frontiers No. 118 enthüllt, weist ein 11 500 Jahre alter Menschenschädel, der in Brasilien entdeckt wurde, eher Merkmale von Südsee-Insulanern als solche von Asiaten auf.

2. Steinerne Artefakte. Schaber und andere simple Stein-Artefakte aus der Höhle von Los Toldos in Patagonien, die auf ein Alter von 12 000 Jahren datiert werden, ähneln verdächtig spät-pleistozänen Werkzeugen in Australien. [2]

3. Höhlenmalereien. Bei Los Toldos und insbesondere bei einer anderen patagonischen Fundstätte namens Estancia La Maria gibt es verschiedene Kunstwerke, die praktisch identisch mit einigen aus Australien sind. Ein Spezifikum dieser Kunstwerke ist, dass sie aus "Hand-Negativen" (Silhouetten von Händen der Künstler) und spiraligen sowie ringförmigen Zeichnungen bestehen, die aus kleinen Punkten zusammengesetzt sind. [3]

Zusätzlich spiegelt sich eine bemerkenswerte und ganz unverkennbare Form australischer Kunst - die berühmten Bradshaw-Gemälde - in seltsamer Weise in den Kunstwerken der Paracus-Kultur Perus wider. [4] Im obigen Kontext ist es von Relevanz, dass eines der Bradshaw-Gemälde ein Boot mit aufrechtem Bug und Heck abbildet, welches mit vielen Paddlern bemannt ist. Die Bradshaw-Leute waren offensichtlich mit der See vertraut.

Niemand scheint zu wissen, wann die Bradshaw-Kultur in Australien aufblühte oder woher sie kam. Sie verschwand plötzlich und ließ um die 100 000 Bradshaw-"Kunst-Galerien" zurück, welche Fels-Überhänge entlang australischer Flüssen schmücken. [5] Ein früh-australischer Kultur-Brückenkopf in Südamerika ist natürlich auch relevant für die vorrangige 'Pyramiden'-Frage. [6]


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von William R. Corliss © erschien erstmalig unter dem Titel "Were The First Americans Australians?" bei Science Frontiers No. 136, Juli/Aug. 2001; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de nach http://www.science-frontiers.com/sf136/sf136p01.htm

Fußnoten:

  1. Red. Anmerkung: Vergleiche dazu: William R. Corliss, "Als die Arktis noch warm war", Atlantisforschung.de
  2. Quelle: Cardich, Augusto: "The First Americans: Were They Australians?", in: The Mammoth Trumpet, 16:4, März 2001
  3. Quelle: ebd.
  4. Quelle: Coukell, Allan: "Spellbound", in: New Scientist, 19. Mai 2001, S. 34 --- Anmerkung d.V.: Wir haben bereits in SF No. 117 kurz Australiens "mysteröse Rasse" besprochen, die für die höchst anomalen Bradshaw-Zeichnungen verantwortlich war. [Siehe dazu auch: William R. Corliss, "Aliens, mysteröse Rassen oder Aborigines?", Atlantisforschung.de
  5. Quelle: ebd.
  6. Red. Anmerkung: Vergleiche zu australischen Pyramiden auch: Bernhard Beier, "Die vergessene Vorgeschichte Australiens - 'Down Under' auf atlantologisch/ alternativhistorischer Suche nach Spuren transkontinentaler Beziehungen und präeuropäischer Besiedlung, Teil III, "Gympie - Zeugnisse einer verschollenen Kultur" sowie Teil IV, "Eine Anzahl weiterer nonkonformer Funde in Nordost-Australien", Atlantisforschung.de

Bild-Quelle:

1) http://www.science-frontiers.com/sf136/sf136p01.htm