Prä- und post-diluviale Zivilisationen in Nordamerika – Atlantisforschung

Prä- und post-diluviale Zivilisationen in Nordamerika

Inhaltsverzeichnis

Nordamerika: ein vernachlässigtes Feld alternativer Urgeschichtsforschung

(red) Von wenigen Ausnahmen abgesehen [1], hat der Schwerpunkt alternativ-historischen und atlantologischen Interesses traditionell auf Süd- und Mittelamerika mit seinen faszinierenden, frühen Hochkulturen gelegen. Der nordamerikanische Kontinent wurde bei der Suche nach verschollenen Zivilisationen dagegen eher stiefmütterlich behandelt, u.a. da dort - selbst mit viel Phantasie - kaum mit der Entdeckung der Atlanter-Hauptstadt zu rechnen war und ist.

Auch Nordamerikas "steinzeitliche" Bewohner, die irrtümlich so genannten "Indianer", lösten zwar ein gewisses ethnologisches und mythologisches Interesse aus, aber niemand schien ernsthaft an eine Suche nach Spuren von prähistorischen Frühkulturen zu denken, wenn es um den nördlichen Teil des Doppelkontinents ging. Schulwissenschaftlich 'verbildeten' Urgeschichtlern schien es zudem - und scheint es nach wie vor - völlig undenkbar zu sein, dass sich irgendeine Tradition auf dem Weg mündlicher Überlieferung über viele Jahrtausende hinweg erhalten kann.

Abb. 1 Angehörige des uralten Volkes der Inupiat, das offenbar noch heute über Überlieferungen verfügt, die bis an den Beginn des jetzigen Erdzeitalters zurückreichen.
Abb. 1 Angehörige des uralten Volkes der Inupiat, das offenbar noch heute über Überlieferungen verfügt, die bis an den Beginn des jetzigen Erdzeitalters zurückreichen.

Vine Deloria Jr. (1933-2005), ein indianisch-amerikanischer Autor (siehe: Indianische Urgeschichte) weist jedoch anhand eines konkreten Beispiels darauf hin, dass die Mythen und Legenden mancher indigenen Bewohner Nordamerikas in weit fernere Vergangenheit zurückreichen, als allgemein zugestanden wird: "Im November 1995 sponsorte die American Indian Science and Engeneering Society (AISES) eine Konferenz zum Thema >Origins and Migrations< ['Ursprünge und Wanderungs-Bewegungen'], die sich mit dem überlieferten Wissen der Stämme beschäftigte. Jana Harcharek, eine Inupiat, verblüffte die Konferenz mit den prähistorischen Berichten, die von ihrem Volk bewahrt wurden, und welche Alaska [als ein Land] mit gemäßigtem Klima beschrieben, das plötzlich von einer großen Katastrophe überwältigt wurde." [2]

Offenbar verfügen zumindest die Inupiat (Abb. 1) über eine mündliche Überlieferung, die einen prädiluvialen Zustand Alaskas beschreibt, der sich bereits vor wenig mehr als 11 000 Jahren schlagartig geändert haben muss. Diese vermutete und durch viele Indizien belegte Katastrophe (zu den Umwälzungen in Alaska u. Sibirien siehe z.B. auch: Die Polverlagerung und das große Mammutsterben von Otto Muck) muss einen globalen Charakter gehabt haben und für die Überlebenden jener Epoche ein traumatisches Ereignis geworden sein, das nicht nur sie, sondern auch die Kultur ihrer Nachfahren anhaltend prägte. Möglicherweise vermischten sich diese Erinnerungen später auch mit jüngeren Katastrophen-Erlebnissen, die zur Flucht aus - oder auch nach - Amerika zwangen.

Von rezenten, kataklysmischen Umwälzungen mit globalen Auswirkungen auf die zivilisatorische Entwicklung des Menschen will man jedoch in den Kreisen, die sich von Berufs wegen täglich im 'Licht der Wissenschaft' baden, ebensowenig wissen, wie von 10.000 Jahre alten Überlieferungen. Gerade, wenn es um den nordamerikanischen Kontinent geht, spricht jedoch eine solche Fülle geologischer, krypto-archäologischer und auch mythologischer Anhaltspunkte u.a. für einen weitaus früheren Zivilisationsbeginn der Menschheit, dass es zumindest aus grenzwissenschaftlicher Sicht durchaus legitim erscheint, sich dort etwas genauer umzusehen.

Tatsächlich führt uns das mehr als spannende 'Forschungsfeld Nordamerika' geradewegs über den eigentlichen "Zuständigkeitsbereich" der Atlantologie und Alternativ-Historik hinaus und in die grenzwissenschaftlichen Felder der nonkonformistischen Krypto-Anthropologie und Krypto-Archäologie. Es konfrontiert uns nämlich mit einigen geradezu atemberaubenden Fragen, z.B. ob es sich bei den vermuteten Kulturen spät- und postatlantischer Epochen, gegen Ende derjenigen Ära, die in den USA schulwissenschaftlich als "Wisconsin-Eiszeit" bezeichnet wird (vor ca. 12 000 bis 10 000 Jahren), möglicherweise gar nicht um die ältesten Zivilisationen auf diesem Planeten gehandelt hat. Gab es womöglich schon im Tertiär (Abb. 2), vor mehr als einer Million Jahren, entwickelte Vertreter des Homo sapiens? Oder müssen wir die gültige, erd- und menschheitsgeschichtliche, Zeitskala radikal zusammenstreichen?

Bild:Eozaen.jpg
Abb. 2 Künstlerische Impression einer Waldlandschaft im Tertiär. Gab es möglicherweise schon zu dieser Zeit Menschen - und sogar entwickelte Kulturen! - auf dem nordamerikanischen Kontinent?

Natürlich sind alle alternativen Überlegungen, die in diese Richtung gehen, blanke Häresie, wenn wir das wissenschaftlich allgemein akzeptierte Szenario für die Menschheitsentwicklung sowie die gängigen Vorstellungen zur Zivilisationsgeschichte zu Grunde legen. Ein - in schulwissenschaftlicher Hinsicht - 'politisch korrekter' Vorzeitmensch hat sich nun einmal, um es ironisch zu formulieren, an die Zeitskalen zu halten, die Geologen und Biologen für seine Existenz vorgesehen haben. Er hat Fell oder allenfalls krude Tuchfetzen zu tragen, zu jagen, zu sammeln, und mehr oder weniger geschickt 'Steine zu klopfen'. Zudem hat er sich quasi "paläodebil" zu verhalten: Kultur und Zivilisation im modernen Sinn haben ihm gefälligst wesensfremd zu sein.

Und darüber hinaus hatte der Homo sapiens bis vor etwa 12 000 Jahren in ganz Amerika "Hausverbot", wenn es nach den Vorstellungen der meisten Fachleute geht. Seit Jahrzehnten bekamen wir in populärwissenschaftlichen Artikeln und in Radio- oder Fernsehberichten stets das gleiche unhaltbare Besiedlungs-Szenario aufgetischt: Der Mensch wanderte erst am Ende der jüngsten Eiszeit, als dieser Weg sich ihm eröffnete, über eine damals existierende Beringstraßen-Landverbindung von Norden nach Süden in Amerika ein. Basta!

Abb. 3  Die Ausgrabung eines vermuteten Brunnens auf der im Jahr 1964 entdeckten Fundstätte von Clovis, die lange Zeit als älteste Spur menschlicher Besiedlung in Nordamerika gehandelt wurde. (Foto: V. Holliday)
Abb. 3 Die Ausgrabung eines vermuteten Brunnens auf der im Jahr 1964 entdeckten Fundstätte von Clovis, die lange Zeit als älteste Spur menschlicher Besiedlung in Nordamerika gehandelt wurde. (Foto: V. Holliday)

Wie ideologisch und unhaltbar diese Lehrmeinung faktisch ist, hat der US-amerikanische Anomalist William R. Corliss (dem man kaum fachliche Leichtfertigkeit vorwerfen kann) über Jahre hinweg mit seinen Besprechungen all jener archäologischen Funde dargelegt, die weitaus ältere Besiedlungs-Spuren anzeigen (siehe: Farewell, Clovis! - Vom langsamen Sterben eines Paradigma). Wie z.B. die Fundstätten von Santa Rosa, Monte Verde, Pedra Furada, San Diego, Calico, Topper (Allendale) und Old Crow River deutlich machen, waren schon vor ca. 14 000, 30 000, 50 000, ja vermutlich bereits vor etwa 200 000 Jahren (Früh-)Menschen in Amerika beheimatet, die offenbar auch auf anderen Wegen (zur See?) dorthin gekommen sein müssen.

Dass diese Menschen zum Teil bereits einen recht hohen zivilisatorischen Entwicklungsstand erreicht haben könnten, legen viele krypto-archäologische Funde in Nordamerika nahe, von denen wir Ihnen eine ganze Reihe vorstellen möchten. Auch Anzeichen für gewaltige Naturkatastrophen und ungeheure topographische Veränderungen während der Existenz des Homo sapiens sind dort im Überfluss vorhanden. [3]

Aber auch während der jüngsten zehn Jahrtausende scheint es im Norden Amerikas Kulturen (vergleichbar denen Lateinamerikas) gegeben zu haben, deren Relikte von der Mainstream-Historik zumeist ignoriert oder (unserer Auffassung nach) fehlinterpretiert werden. Wer waren z.B. die mysteriösen Moundbauer? Wer schuf die antiken Bewässerungsanlagen in Arizona? Wer erbaute die Wälle von East Bay? Wer errichtete die monumentale Anlage von Poverty Point, dem irdenen 'Stonhenge von Louisiana'? Und wer waren die rätselhaften Astronomen von Wisconsin?

Gibt es hier möglicherweise doch Zusammenhänge mit dem platonischen Atlantis, wie es z.B. der US-amerikanische Alternativ-Historiker, Diffusionist und Atlantologe vermutet? [4] Handelt es sich bei einigen dieser Relikte möglicherweise um Spuren von Flüchtlingen aus einem 'Atlantis der Bronzezeit'? Machen wir also nun, um mehr zu erfahren, einen alternativ-historischen Streifzug durch die mehr und weniger ferne Vergangenheit des amerikanischen Nordkontinents - eine Vergangenheit, die möglicherweise völlig anders aussah als es in unseren Schulbüchern steht...

Team Atlantisforschung.de


Materialien zur Besiedlungsgeschiche Ur-Amerikas


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Externum:


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Anmerkung: Ignatius Donnelly widmete 1882 in seinem atlantologischen Hauptwerk "Atlantis, the Antediluvian World" immerhin ein ganzes Kapitel den frühen Kulturen des Mississippi-Tals.
  2. Quelle: Vine Deloria Jr., Red Earth - White Lies
  3. Siehe dazu z.B.: Allan O. Kelly, "Impact Geology", s.n., 1985; sowie: Immanuel Velikovsky, "Erde im Aufruhr", Julia White Publishing, 2005
  4. Siehe: Frank Joseph, "Indigenes Amerika - Erinnerungen an Atlantis"

Bild-Quellen:

1) COSTUMES.ORG, unter: http://www.costumes.org/ETHNIC/aknative/tuma/92874_19.jpg (nicht mehr online)
2) Martin Sauter, Zeugen der Evolution - Das Tertiär
3) Southern Methodist University (SMU), unter: http://www.smu.edu/anthro/faculty/dMeltzer/Clovis%201993.htm (nicht mehr online)