Änderungen der irdischen Rotationsachse nach Asteroiden- oder Kometen-Impakten

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von Flavio Barbiero (Centro Camuno di Studi Preistorici, Capo di Ponte, Italien)

Abb. 1 Bereits Mitte dee 1970er Jahre postulierte Flavio Barbiero, dass selbst vergleichsweise 'kleine' kosmische Impaktoren von weniger als einem Kilometer Durchmesser unter Umständen auch eine Verlagerung der Erdachse bewirken können.

Es gibt Beweise dafür, dass die Pole ihre Position in der jüngsten Vergangenheit sehr schnell geändert haben - innerhalb weniger Tage. Diese Möglichkeit wurde jedoch bisher von der offiziellen Wissenschaft nicht beachtet, da man annimmt, ein solches Phänomen sei physikalisch unmöglich: Es ist kein Mechanismus bekannt und keine Energie, die in der Lage wäre, es hervorzurufen.

Indes wurde die Hypothese, dass sich die Neigung der Erdachse in Bezug auf die Ekliptik und die Position der Pole ändern könne, seit dem letzten Jahrhundert in Betracht gezogen. Einige der größten Wissenschaftler jener Zeit, darunter J.C. Maxwell und Sir George Darwin, betrachteten dieses Problem, entschieden aber, dass die stabilisierende Wirkung der äquatorialen Ausbuchtung so groß sei, dass keine denkbare Kraft innerhalb der Erde zu einer Verlagerung der Achse führen könne, allenfalls die Kollision mit einem anderen Planeten.

Sie berücksichtigten jedoch nicht die Instabilitäts-Phänomene, die bei einem, der Erde vergleichbaren Gyroskop auftreten können, das aus einer durch Zentrifugalkräfte leicht verformbaren, durch frei bewegliche Flüssigkeiten bedeckten Kunststoffschale auftreten können [1] - [wobei die Erde] der einzige Körper dieser Art im Sonnensystem ist.

Unsere Arbeit zeigt, dass der Einfluss extraterrestrischer Objekte, die so klein wie ein Asteroid der Apollo-Klasse sind, einen Prozess "triggern" könnte, der innerhalb von Tagen eine "Umformung" der äquatorialen Ausbuchtung um eine andere Achse auslöst, und mit der Veränderung der [axialen] Neigung auch eine Verschiebung der Pole bewirkt. Um einen solchen Prozess auszulösen, muss der Spitzenwert des durch den Aufprall entwickelten Drehmoments einen "Schwellenwert" übersteigen, welcher dem von der äquatorialen Ausbuchtung entwickelten Stabilisierungs-Drehmoment entspricht. Eine grobe Berechnung zeigt, dass dieser Schwellenwert während des Aufpralls eines Körpers erreicht werden kann, der viel kleiner ist als ein Asteroid von einem Kilometer Größe.

Eine Verschiebung der Pole würde weltweit zerstörerische Phänomene hervorrufen, wie z.B.: Erdbeben und vulkanische Aktivität in allen Gebieten, die von Krustenanpassungen betroffen [?; im Orig.: "interested"??; d.Ü.] sind; heftige Winde und sintflutartige Regenfälle mit beispiellosen Überschwemmungen auf der ganzen Welt; große Schwankungen des Meeresspiegels mit anschließender vorübergehender Versenkung großer Teile der Kontinente; Störung des Magnetfeldes. Darüber hinaus würde es dauerhafte Klimaveränderungen geben, die einerseits auf die Verschiebung der Pole zurückzuführen wären (und somit auf eine Änderung der geographischen Breite vieler Regionen, auf die Abweichung ozeanischer und atmosphärischer Strömungen usw.), andererseits auf die Veränderung der [axialen] Neigung mit nachfolgender Änderung des Jahreszeiten-Musters.

Eine Verschiebung der Pole am Ende des Pleistozäns mit all ihren zerstörerischen Phänomenen könnte die vor diesem Zeitpunkt und danach beobachtete klimatische Situation sowie die alten Überlieferungen hinsichtlich einer weltweiten Katastrophe kohärent erklären.


Anmerkungen und Quellen

Dieser undatierte Beitrag mit dem Original-Titel "CHANGES IN THE ROTATION AXIS OF EARTH AFTER ASTEROID OR COMETARY IMPACTS" von Flavio Barbiero (©) wurde Robertino Solàrions Artikel "THE POLAR PIVOTAL AXIS" vom 30. Oktober 2000 entnommen, der bei bibliotecapleyades.net online ist. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de im November 2017.

Fußnote:

  1. Red. Anmerkung: Zu gyroskopischen Effekten im Zusammenhang mit der Möglichkeit einer Verlagerung der Erdachse vergl. auch die diesbezüglichen Überlegungen von Peter Warlow. Siehe dazu einführend: Dr. Horst Friedrich, "Die Eiszeit-Lehre und Peter Warlows „Magic-Top“-Szenario" (1996)

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