Robertino Solàrion

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Forscher- und Autorenportrait

Rob Solàrion als Autor und Neokatastrophist

Abb. 1 Robert Traylor Russell alias Robertino Solàrion (1942-2010)

(red) Robertino (Rob) Solarion ist der Nom de Plume von Robert Traylor Russell (Abb. 1) [1] (1942-2010), einem aus Dallas, Texas, stammenden, auf grenzwissenschaftliche Themen spezialisierten Privatforscher und Autor, der sowohl in Buchform als auch im Internet publizierte.

Das Spektrum der Themen, mit denen Rob Solàrion sich befasste, war breit gestreut und beinhaltete neben Problemen auf dem Gebiet alternativer Ur- und Frühgeschichts-forschung auch Gegenstände wie das Turiner Grabtuch [2], das Leben des Apollonius von Tyana [3] und im Zusammenhang damit auch die frühe Geschichte Kappadokiens [4].

Einer von Solàrions besonderen Interessen-Schwerpunkten lag im Bereich des Neo-Katastrophismus - er diskutierte und kommentierte z.B. als bekennender 'Velikovskyaner' die Ansichten Immanuel Velikovskys [5] - und er entwickelte ein eigenes Modell katastrophischer Verlagerungen der Erdachse, in welchem er für den Bereich der rezenten Menschheitsgeschichte gleich drei solche Ereignisse (8787, 5187 und 1587 v.Chr.) konstatierte. [6]

Abb. 2 Das Frontcover von Rob Solàrions Buch über 'Nibiru' aus dem Jahr 2004

In eine (selbst für die meisten anderen Neo-Katastrophisten der Gegenwart) extreme Außenseiter-Position brachte Solàrion sich dadurch, dass er das durch Zecharia Sitchin aufgebrachte [7] Szenario eines vermeintlichen Planeten namens 'Nibiru' in sein Konzept wiederkehrender Kataklysmen integrierte. Nibiru soll sich auf seiner exzentrischen Umlaufbahn um die Sonne alle paar Jahrtausende mit verheerenden Folgen der Erde angenähert haben, wobei er - laut Solàrion - zumindest die von ihm vermuteten jüngsten Katastrophen des 16. Jahrhunderts v.Chr. auslöste. Dazu veröffentlichte Rob Solàrion 2004 ein - inzwischen im Internet frei abrufbares - 220-seitiges Buch mit dem Titel "Planet X Nibiru: Slow - Motion Doomsday" (Abb. 2) [8]. Solàrions Bezugnahmen auf Nibiru, den er er sogar mit Jesus Christus in Verbindung brachte [9], trugen nicht unwesentlich dazu bei, dass er und seine in mancher Hinsicht durchaus interessante Arbeit nicht nur im schulwissenschaftlichen Bezirk, sondern auch im Bereich alternativer Forschung kaum zur Kenntnis genommen wurden.

Rob Solàrion, Maxine Asher und Atlantis

Robertino Solàrion war auch im Bereich der Atlantisforschung aktiv. In seinen jüngeren Jahren (ab 1973) gehörte er als aktives Mitglied zur Gruppe um Maxine Asher (1930-2016), die auf der Suche nach einem Atlantis im Atlantik oder im Mittelmeer war und in jenem Jahr die zweifelhafte Erklärung abgab, ein Taucher- Team ihrer Organisation Ancient Mediterranean Research Association (A.M.R.A.) habe bei Gibraltar die Ruinen von Atlantis entdeckt. [10] [11] Solàrion, der schon damals die Ansicht vertrat, Atlantis habe sich im Westen von Antarktika befunden [12], stand Asher später immer kritischer gegenüber. In einem Papier aus dem Jahr 2000 [13], in dem er seine Atlantis-Lokalisierung vorstellt, betont Solàrion bei einer, mit "bissigen Kommentaren" (O’Connell, op. cit.) versehenen Kritik an Asher und ihrem "Fantasieglaube[n], dass Atlantis vor der Küste von Cádiz war" die Tatsache, dass sie zu keinem Zeitpunkt irgendwelche stichhaltigen Beweise für die vorgeblichen Entdeckungen der A.M.R.A. präsentiert hat. Abschließend bemerkte er dazu: "Kurz gesagt, ist es höchste Zeit, dass Dr. Maxine Asher [ihre Beweise] auspackt, oder aber die Klappe hält." [14] Nachgekommen ist Asher dieser 'freundlichen' Aufforderung Solàrions bis zu ihrem Tod im Jahr 2016 nicht.


Weitere Artikel von Rob Solàrion im Web

(ansonsten: siehe Fußnoten)


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Tony O’Connell, "Solàrion, Rob (I)", 11. Juni 2010, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 28. November 2017)
  2. Siehe: Rob Solarion,"Apollonius of Tyana and the Shroud of Turin", AuthorHouse, 2005
  3. Siehe: Robertino Solarion, "Apollonius of Tyana : The Monkey of Christ?", 1999; online bei LEGIONS OF LIGHT (abgerufen: 29. November 2017)
  4. Siehe: Robertino Solàrion, "The White Syrians Of Aramaean Cappadocia", 2002, online bei ARAMEAN IDENTITY als PDF-Datei (abgerufen: 28. November 2017)
  5. Siehe: Immanuel Velikovsky, "EARTH IN UPHEAVAL (EXCERPTS)", kommentiert von Robertino Solàrion, Dallas, Texas, 17. Februar 2001; online bei bibliotecapleyades.net (abgerufen: 28. November 2017)
  6. Siehe: Robertino Solàrion, "THE POLAR PIVOTAL AXIS", 11. Oktober 2000 (überarbeitet: 21 August 2004), online bei bibliotecapleyades.net (abgerufen: 29. November 2017)
  7. Siehe auf Deutsch: Zecharia Sitchin, "Der zwölfte Planet: auf den Spuren der Prä-Astronauten", Goldmann Verl., 1983 - sowie: "Der zwölfte Planet: wann, wo, wie die Astronauten eines anderen Planeten zur Erde kamen und den Homo sapiens schufen", München (Droemer Knaur), 1995, ISBN 3-426-77159-4.
  8. Siehe: Rob Solarion, "Planet X Nibiru: Slow - Motion Doomsday", AuthorHouse, 2004 (Leseprobe bei Amazon)
  9. Siehe Robertino Solàrion, "Prince Nannar’s Plot - Jesus Christ and Planet X Nibiru", 1996, bei bibliotecapleyades.net (abgerufen: 29. November 2017)
  10. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de: A.M.R.A., "Maxine Asher: Atlantis lag vor Gibraltar"
  11. Siehe dazu auch unsere kritischen Anmerkungen in: "Maxine Ashers 'Atlantis vor Gibraltar' - ein Update" (red, Juli 2014)
  12. Red. Anmnerkung: Andere Verfechter dieser Annahme sind z.B.: Flavio Barbiero ("Una civiltà sotto ghiaccio", 2000), Fritz Nestke und Thomas Riemer ("ATLANTIS . ein Kontinent tau(ch)t auf", 1994) sowie Rand und Rose Flem-Ath ("When the Sky Fell: In Search of Atlantis", 1995)
  13. Siehe: Robertino Solàrion, "ATLANTIS AND ANTARCTICA", Texas, 16. Oktober 2000; online bei bibliotecapleyades.net (abgerufen: 29. November 2017)
  14. Quelle: ebd.

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