Peter Warlow

Aus Atlantisforschung
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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Das Frontcover von Peter Warlows Buch "The Reversing Earth" aus dem Jahr 1982

(red) Peter Warlow (Geburts- und Todesjahr unbekannt) war ein britischer Physiker, Wissenschaftsredakteur und redaktioneller Berater von S.I.S. Review: The Journal of the Society for Interdisciplinary Studies. Sein besonderer Interessen-Schwerpunkt war die potentielle Instabilität der Erde bzw. ihrer Rotationsachse. Diesbezüglich vertrat er die Annahme eines rezenten 'Kippens' unseres Planeten und einer Vetrauschung seiner geographischen Pole mit katastrophalen Auswirkungen, welche er auf die Nahbegegnung der Erde mit einem anderen kosmischen Körper zurückführte.

Peter Warlows erste Veröffentlichungen zu diesem Themenbereich erfolgten Ende der 1970er Jahre. Während er damit im Lager der Neo-Katstrophisten auf begeisterte Zustimmung stieß - so bezeichnete z.B. der deutsche Wissenschaftshistoriker und -philosoph Dr. Horst Friedrich Warlows Papier "Geomagnetic Reversals?" [1] als vermutlich "wichtigste Publikation der letzten Jahrzehnte zur Eiszeit- und generell zur Kataklysmen-Problematik" [2] - stießen sie naturgemäß bei Verfechtern konventioneller Astronomie und Himmelsmechanik auf harsche Ablehnung: "Bei seiner Bemängelung von Warlows Mathematik schrieb sein Kritiker Victor J. Slabinski neben anderen Einwendungen, dass das für eine Umkehrung der Erde benötigte Anziehmoment von einem Körper mit mindestens der 417-fachen Masse der Erde herrühren müsste. Slabinskis Argumente zogen einen gut begründeten Gegenangriff von David Salkeld [3] nach sich." [4]

Im Jahr 1982 präsentierte Peter Warlow seine Vorstellungen auch in Form eines, an ein größeres Publikum gerichteten Buches mit dem Titel "The Reversing Earth" (Abb. 1). Darin kommt er "widerstrebend", wie es Tony O’Connell formuliert, auch auf das Thema 'Atlantis' zu sprechen, wozu er (Warlow) notiert, "dass es einen subtilen, aber eindeutigen und wichtigen Unterschied zwischen der Suche nach Atlantis und der Suche nach einem Ort" gebe, "der Atlantis sein könnte. Viele Autoren führen letztere Suche durch." [5]

Warlow war, so O’Connell, davon überzeugt, dass der Ausgangspunkt jeder atlantologischen Untersuchung bei Platon liegen müsse. "Er hebt hervor, es gebe in Platos Schriften eine Konsistenz, welche fordere, dass >die Atlantis-Erzählung ebenso ernsthaft zu behandeln ist wie der Rest seines Werks<. Warlow befürwortete die Vorstellung, dass ein tiefer gelegener Atlantik, wie er während der jüngsten Eiszeit existierte, in der Umgebung der Azoren eine Insel geschaffen hätte, welche so groß wie England und Wales wäre, wobei das heutige Archipel die Berge von Atlantis gewesen seien." [6]


Externa:


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Peter Warlow, "Geomagnetic Reversals?", ursprünglich veröffentlicht in: JOURNAL OF PHYSICS A (Math. & Gen.), 11 No. 10/1978 (S. 2107-2130), später abgedruckt in: S. I. S. REVIEW, Journal of the Society for Interdisciplinary Studies, Vol. III/No. 4, 1979 (S. 100-112)
  2. Quelle: Dr. Horst Friedrich, "Die Eiszeit-Lehre und Peter Warlows „Magic-Top“-Szenario" (1996)
  3. Siehe: David Salkeld, "Objections Overruled - A Reappraisal Of Earth Inversion Dynamics", in: Bernard Newgrosh (Hrsg.), Chronology & Catastrophism REVIEW Vol. XI, 1989 (online als PDF-Datei; abgerufen: 17. Dez. 2016)
  4. Quelle: Scientia Press - Science and History for the Discerning Reader, unter: "Theory of the Reversing Earth", Abschnitt: The Theory’s Third Stage (abgerufen: 17. Dez. 2016; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  5. Quelle: Peter Warlow in "The Reversing Earth", zit. bei: Tony O’Connell, "Warlow, Peter (R)", 19. Mai 2010, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 17. Dez. 2016; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  6. Quelle: Tony O’Connell, op. cit. (2010)

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