Atlantis-Hype

Aus Atlantisforschung
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Definition

Abb. 1 Cristoforo Colombo alias Christoph Kolumbus löste anno 1492 mit seiner Wiederentdeckung des amerikanischen Doppel-Kontinents ungewollt den ersten 'Atlantis-Hype' der Geschichte aus.

(red) Als Atlantis-Hype (auch: Atlantis-Boom) wird aus atlantologie-historischem Blickwinkel - und vor einem kulturgeschichtlichen Hintergrund - eine vorübergehende Phase bezeichnet, in der das Atlantis-Problem sowie die Beschäftigung damit in der öffentlichen Aufmerksamkeit einen besonders hohen, bisweilen zu einem regelrechten "Rummel" ausartenden, Stellenwert einnimmt.

Historisch nachweisbar sind vor allem drei solcher Atlantis-Hypes:

1) Der Atlantis-Hype im 16. Jahrhundert, der nach der (Wieder-)Entdeckung Amerikas ausbrach und, nach Lyon Sprague de Camp, "die Ausmaße einer Neurose" annahm. (Lost Continents, 1954)

2) Der Atlantis-Hype im späten 19. Jahrhundert, der nach der Veröffentlichung von Ignatius Donnellys "Atlantis, the Antediluvian World" (1882) zu grassieren begann.

3) Der Atlantis-Hype in den späten 60er sowie den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, der durch die Trance-Readings des Edgar Cayce initiiert wurde, der voraussagte, im Gebiet der Bahamas würden Ende der 1960er Jahre Teile von Atlantis wieder auftauchen.