Charles J. Cazeau

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Hier das Front-Cover von Exploring the Unknown aus dem Jahr 1979

(red) Charles J. Cazeau (1931-1999) war ein US-amerikanischer Geologe und Autor, der bis zu seiner Emeritierung an der University at Buffalo lehrte. Hinsichtlich grenzwissenschaftlicher Themen und Aktivitäten zeigte sich Cazeau, der Fellow des Committee for Skeptical Inquiry war und diverse Beiträge für dessen Journal Skeptical Inquirer verfasste [1], als ausgesprocher Pseudoskeptiker. [2]

Von daher ist es auch keineswegs verwunderlich, dass Cazeau im Jahr 1979 - gemeinsam mit seinem Professorenkollegen Stewart D. Scott, der an der selben Universität Anthropologie lehrte - ein Buch mit dem Titel "Exploring the Unknown" (Abb. 1) [3] vorstellte, das, wie es die angelsächsische Wikipedia ganz auf Cazeaus 'Linie' formuliert, "ein Debunking pseudohistorischer [sic!; d.Red.] und pseudowissenschaft-licher [sic!; d.Red.] Behauptungen, wie Prä-Astronautik [orig.: "ancient astronauts"; d.Ü.], Bigfoot, Loch Ness Monster und Immanuel Velikovskys Katastrophismus darstellt." [4] [5] [6]

Da in dieser Sparte 'aufklärerischer' populärwissenschaftlicher Literatur üblicherweise auch das Thema 'Atlantis' - respektive die Atlantisforschung - kräftig durch den sprichwörtlichen Kakao gezogen wird, ist es durchaus bemerkenswert, was Tony O’Connell diesbezüglich über das Buch schreibt: "Naturgemäß wird in dieser Sammlung hinsichtlich Atlantis eine Betrachtung einiger der bekanntesten Theorien zur Schau gestellt. Indes scheinen die Autoren durch die Warnung von Lyon Sprague de Camp [7] eingeschränkt gewesen zu sein, dass »man nicht die Details von Platos Erzählung verändern und [trotzdem] noch behaupten kann, man habe es mit Platos Bericht zu tun«. Konsequenterweise akzeptierten sie Platos sehr frühe Datierung für den Untergang von Atlantis, ungeachtet der Tatsache, dass sie im Widerspruch sowohl zur Archäologie als auch zum gesunden Menschenverstand [sic!; d.Ü.] steht. Im Ergebnis gelangen Caseau und Scott zu der Schlussfolgerung, die Atlantiserzählung beziehe eine verzerrte Erinnerung an die globale Überflutung mit ein, welche auf das Ende der jüngsten Eiszeit folgte." [8]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Vern L. Bullough und Timothy J. Madigan, "Toward a New Enlightenment: The Philosophy of Paul Kurtz", Transaction Publishers, 1994, S. 334. ISBN 1-56000-118-6; sowie: "In-Memoriam Segment from CSICon 2016", in Skeptical Inquirer
  2. Zu diesem szientistischenen 'Scheinskeptizismus' siehe auch: Marcello Truzzi, "Über Pseudo-Skeptizismus" (Estveröffentl. auf Englisch in Zetetic Scholar No. 13, S. 3
  3. Siehe: Charles J. Cazeau und Stuart D. Scott, "Exploring the Unknown: Great Mysteries Reexamined", Plenum Press, 1979
  4. Siehe: William D. Romey, "Review: Exploring the Unknown", in American Scientist Vol. 68, No. 2. S. 199-200
  5. Siehe: Lawrence E. Jerome, "Reviewed Work: Exploring the Unknown: Great Mysteries Reexamined", in Leonardo Vol 14, No. 4, 1981, S. 332
  6. Quelle: Wikipedia - The Free Encyclopedia, unter: Charles J. Cazeau (abgerufen: 12. Dezember 2015; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  7. Red. Anmerkung: Der Atlantis-Skeptiker L. Sprague de Camp war ebenfalls Mitglied des Committee for Skeptical Inquiry, also quasi ein 'Logenbruder' von Prof. Cazeau.
  8. Tony O’Connell, "Cazeau & Scott (L)", 21. November 2015, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 12. Dezember 2015; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quelle: