Der Mann von Atlantis - Leben, Tod und Geheimnisse des Santorin-Archäologen

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Literaturhinweis


Redaktionelle Vorbemerkung

Abb. 1 Das Front-Cover von Mario La Ferlas Buch 'L’uomo di Atlantide' aus dem Jahr 2003

(fs & bb) Bereits in unserem Forscher- und Autorenportrait über den italienischen Journalisten und Schriftsteller Mario La Ferla haben wir kurz auf sein 2003 erschienenes Buch L’uomo di Atlantide - Vita, morte e misteri dell’archeologo di Santorini (Abb. 1) ("Der Mann von Atlantis - Leben, Tod und Geheimnisse des Santorin-Archäologen") hingewiesen, in dem er er seine - zunächst etwas 'überspannt' wirkende - These darlegt, der griechische Archäologe Spyridon Marinatos (1901-1974) sei keines natürlichen Todes gestorben. Nachfolgend zitieren wir La Ferlas Landsmann und Journalisten-Kollegen Francesco de Palo, der einige weitere Informationen über das Buch liefert.

Francesco de Palo über L’uomo di Atlantide

"Wer hat Spyridon Marinatos getötet? Warum spricht niemand mehr von dem Archäologen, der den Traum kultivierte, das mächtige Atlantis auszugraben? Das sind einige der zahlreichen Fragezeichen, die von dem Journalisten und Schriftsteller Mario La Ferla bei einer authentischen, absolut nicht monotonen Reise aufgestellt wurden. Sie führt durch Archäologie und Politik, reicht vom Regime der griechischen Obristen, verbunden mit Papadopoulos, Papandreou, Karamanlis zu Entdeckungen, die Personen vom Kaliber eines Wernher von Braun nach Santorin zogen, der das Raumschiff Apollo zum Mond schickte, oder den Schriftsteller Arthur C. Clarke, bekannt durch sein Buch „Vorstoß ins All“, mit dem er das Interesse des Präsidenten John Kennedy weckte, der die amerikanischen Weltraumaktivitäten veranlasste, die durch von Braun realisiert wurden.

Das Buch weckt beim Leser berechtigtes Interesse an der Frage, warum Marinatos mit seiner hohen wissenschaftlichen Position (unter Papadopoulos wurde er verantwortlicher Direktor der archäologischen Museen Griechenlands) noch nicht einmal eine seiner Person würdige Bestattung oder eine Benennung einer Straße oder eines Museums [nach ihm] verdient haben sollte. Nach seinem Tod am 1. Oktober 1974 wurde sein Körper im Raum 16 des Palastes Delta in der Telchines-Straße abgelegt, wo er gearbeitet hatte: dort wurde eine Zementmauer errichtet und die Leiche verschwand in der Folge ohne ein erkennbares Motiv. Warum verdiente der Archäologe, der die antike minoische Stadt auf Santorin entdeckt hatte, nach seinem Ableben plötzlich kein Zeichen der Wertschätzung oder Anerkennung?"

Das Buch ist eine "Entdeckungsreise zu den Freundschaften von Marinatos in einem Griechenland, das traumatisiert war vom Generationenwechsel und politischen Übergang, vor und nach den Obristen und übergehend zur Nähe zur terroristischen Gruppe des '17. November'. Eine dokumentierte und objektive Analyse, reich an bibliographischen Zitaten zur Ergründung eines authentischen, noch ungelösten griechischen Krimis mit der unvermeidlichen griechischen Folklore: das typische Zeichen einer mystischen Zivilisation, die der Philosophie zur Heimat wurde [...] und einfache Individuen vom Himmel Santorins träumen ließ: Wo ist Atlantis?

Francesco de Palo
Bari, 24. Februar 2004
"


Anmerkungen und Quellen

Der oben zitierte Text von Francesco de Palo wurde dem Beitrag "Mario La Ferla, «L’uomo di Atlantide» (vita, morte e misteri dell’archeologo di Santorini) Ed. Eretica, 122 pagine, 9 €", entnommen, der im Februar 2004 bei mondogreco.net (MONDOGRECO LIBRI) erschienen ist. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Ferdinand Speidel und Bernhard Beier (Atlantisforschung.de) im Februar 2019.

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