Die "Steinteller" von Bayan-Kara-Ula

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von Walter Hain

Abb. 1 Die Bergkette von Bayan-Kara-Ula in China, wo 1938 angeblich von dem Archäologen Chi Pu Tei die so genannten 'Dropa-Scheiben' gefunden wurden.

Im Jahre 1938 machte angeblich der chinesische Archäologe Chi Pu Tei mit einigen Kollegen eine rätselhafte Entdeckung. Das Archäologen-Team fand seltsame Steinteller mit einer unbekannten Rillenschrift. "Bei Ausgrabungen in den Felshöhlen des Bayan-Kara-Ula-Gebirgsmassivs - es trennt China von Tibet – stieß die Gruppe beim Öffnen von Gräbern auf seltsame Relikte: 716 Steinteller, zwei Zentimeter dick, mit je einem Loch in der Mitte, von dem eine doppelspurige Rillenschrift spiralförmig bis zum Rand des Tellers führte", schrieb der österreichische Schriftsteller und Chinaexperte (was rätselhafte Phänomene betrifft) Peter Krassa (Abb. 3) in seinem 1973 erschienen Buch Als die gelben Götter kamen. [1]

Die Bayan-Kara-Ula-Region (auch Bayan Kara Shan oder Bayan Har Shan) (Abb. 1) liegt auf etwa 34 Grad Nord und 97 Grad Ost in der Nähe von Qinghai (Tsinghai) und der Provinz Sichuan. Es ist eine sehr einsame und isolierte Gegend. In der fraglichen Höhle wurden angeblich Skelette von menschenähnlichen Wesen gefunden, die nicht mehr als einen Meter groß sind, mit abnormen Schädeln. Die Steinteller sollen etwas mehr als 30 Zentimeter groß sein. Die Story wurde im Jahre 1968 in der Zeitschrift Sputnik, in der ehemaligen Sowjetunion, veröffentlicht. Der Bericht lief unter dem Titel "Wissenschaft oder Phantasie", geschrieben von Wjatscheslaw Saizew, einem Philologen und Altertumsforscher.

Demnach sollte sich schon 1962 ein Mitglied der Archäologischen Akademie in Peking mit diesen "Steintellern" näher befasst haben. Es soll ein gewisser Professor Namens Tsum Um Nui gewesen sein, der die "Granitscheiben" genauestens untersucht hat. Er fuhr zur angeblichen Fundstelle und fand dort in Höhlengräbern "zahlreiche Skelette kleingewachsener Wesen", die angeblich von zwei Volksstämmen, den Dropa oder Dzopa und den Chams oder Khams stammen, die aber längst ausgestorben sein sollen. Der Archäologie-Professor Tsum Um Nui soll sich "mit wahrem Wissenshunger" an die Entzifferung der "doppelspurigen Rillenschrift" gemacht haben. Das Ergebnis "wagte Tsum Um Nui kaum zu fassen", denn die Scheiben berichteten, dass die Dropa "mit ihren Luftfahrzeugen aus den Wolken herabglitten". [2] Unbekannte prähistorische und außerirdische Techniken wurden sofort ins Spiel gebracht.

Im Mai 1968 meinte der Schriftsteller und Philologe, Alexander Kasanzew, aus der ehemaligen Sowjetunion, in einem Gespräch mit Erich von Däniken – nachdem er ihm seine berühmten Dogu-Figuren aus Japan gezeigt hat –, dass Tsum Um Nui eindeutig beweisen konnte, "dass es sich bei den Rillenschriften keineswegs um einen perfiden Scherz irgendeines prähistorischen Schriftstellers handelt... Im Zusammenhang mit Geologen wies er nach, dass die Steinteller einen hohen Gehalt an Kobalt und Metall haben. Physiker ermittelten, dass alle 716 Steinplatten einen hohen Vibrationsrhythmus besaßen, was darauf schließen lässt, dass sie irgendwann sehr hohen elektrischen Spannungen ausgesetzt gewesen sind..." [3]

Abb. 2 Aufnahme einer der angeblichen 'Dropa-Scheiben'

Kasanzew blieb aber die Beweise schuldig und auch er konnte keinen dieser Steinteller präsentieren. Es war also angebracht, diesen Tsum Um Nui ausfindig zu machen, der noch dazu behauptet haben soll, dass diese Steinscheiben mindestens 12.000 Jahre alt sind. Im Jahre 1940 soll er angeblich einen Fachartikel veröffentlicht haben, wofür er von der wissenschaftlichen Gesellschaft nur Hohn und Spott geerntet habe. Seiner Meinung nach waren die kleinwüchsigen Dropas und Chams eine ausgestorbene Gebirgsaffenart und das erheiterte die Fachwelt.

Im Jahre 1972 machte sich Peter Krassa (Abb. 3) auf die Suche nach diesen rätselhaften Steintellern. Er reiste nach Peking zur Archäologischen Akademie. Im Mai stand er jedoch enttäuscht vor den geschlossenen Toren der Akademie. Niemand konnte ihm weiterhelfen, doch er hatte seine Fäden auch nach der damaligen Sowjetunion ausgestreckt. Dort stand er in Moskau, am 27. März 1973, ebenfalls Alexander Kasanzew gegenüber, der ihm folgendes berichtete: "Der Inhalt der Steinteller-Story, den Wjatscheslaw Saizew 1968 in der sowjetischen Zeitschrift Sputnik [4] veröffentlicht habe... beruhe im Wesentlichen auf Angaben einer ominösen Zeitschrift, an deren Titel er sich im Augenblick nicht erinnern könne. Das Blatt habe außerdem auch ein Foto eines solchen Steintellers veröffentlicht, doch sei das Bild selbst leider nicht in seinem Besitz, bedauerte der Philologe. Die zitierte Gazette habe ihrerseits lediglich einen japanischen Artikel gleichen Inhalts wied ergeben. Auch meine Freunde in Japan... konnten mir bisher für die Wahrheit der Steinteller-Fabel keine schlüssigen Beweise liefern’, bedauerte Kasanzew". [5] Die "ominöse Zeitschrift" war das belgische Magazin BUFOI, ein Blatt über unbekannte Flugobjekte.

Ist die ganze Steinteller-Geschichte ein Schwindel einiger unseriöser Forscher aus dem grenzwissenschaftlichen Bereich? Sind diese Steinteller tatsächlich Relikte einer bisher unbekannten chinesischen Kultur? Die Geschichte kursierte in den siebziger Jahren und auch noch später durch die Medien und sie erregte einiges Aufsehen in den Fachkreisen, die sich mit den Rätseln der Vergangenheit beschäftigen. Auch mich hatte die Story seinerzeit sehr interessiert und ich hatte entsprechende Nachforschungen angestellt. Vorerst hatte ich mich jedoch auf die Angaben anderer Forscher und Buchautoren verlassen.

Abb. 3 Der Autor Peter Krassa (1938-2005) recherchierte lange zu den 'Dropa-Scheiben', in der Hoffnung, an der Sache könne doch 'etwas dran' sein.

Schon im Oktober 1972 schrieb Peter Krassa an das Institut für Archäologie in Peking und bekam im März 1973 folgende Antwort: "Soviel uns bekannt ist, wurden in China niemals ‚Steinteller’ gefunden, die Sie in Ihrem Brief erwähnt hatten. Der Bericht über den Fund der sogenannten ‚Steinteller’ in China im Jahre 1938 entbehrt jeder Grundlage. Wir wissen auch nichts von einem Professor Tsum Um Nui. Mit herzlichen Grüßen, Ihr Wang Chung-su, Sekretär des Institutes für Archäologie." [6]

Am 25. April 1980 begann ich dann doch mit meinen Nachforschungen und schrieb an das Institut in Peking und relativ schnell, am 10. Mai 1980, erhielt ich die Antwort: "Nach unseren Ermittlungen wurden in China nie ‚Steinteller’, wie sie in Ihrem Brief erwähnt haben gefunden. Natürlich ist unser Institut nicht imstande, diese Art von Gegenständen zu sammeln. Außerdem befindet sich in China weder ein Prähistorisches Institut, noch eine Person namens ‚Tsum Um Nui’. Somit entbehrt der Bericht, nach dem 1938 im Berggebiet von Bayan-Kara-Ula, China, zahlreiche ‚Steinteller’ mit eingravierten Piktogrammen gefunden wurden, der Grundlage. Soweit uns bekannt ist, hat sich Hr. Wang Zhongshu unseres Instituts 1973 in Beantwortung der oben erwähnten Frage gegenüber einem Freund Ihres Landes auch dahingehend geäußert. Mit den besten Grüßen, Wissenschaftlicher Sekretär des Institutes für Archäologie, Wu En."

Die Übersetzung des Briefes besorgte mir ein freundlicher Assistent vom Institut für Sinologie (chinesische Sprachforschung) der Universität Wien und dadurch kam ich dann auf die Spur der von Peter Krassa und später auch von anderen veröffentlichten Abbildung der "Steinteller". Aber hier soll vorerst nochmals Peter Krassa zitiert werden: Auf der Suche nach einem Foto von diesen angeblichen Steintellern stöberte er frei nach dem Motto "wozu in die Ferne schweifen...", im Archiv des Völkerkundemuseums in Wien, und fand dort "ein 1957 in Peking erschienenes Werk über Ausgrabungen chinesischer Archäologen". Dort "leuchtete es ihm förmlich entgegen: ein kleines Schwarz-Weiß-Foto mit einem der 716 Steinteller von Bayan-Kara-Ula". [7]

Dies tat ich dann auch, da ich ebenfalls in Wien wohne und mir diese Nachforschung nicht besonders viel Mühe machte. Ich stöberte in der Kartei des Museums für Völkerkunde nach dem besagten Werk – und natürlich nach der Abbildung dieser "Steinteller", die inzwischen in der Fachliteratur die Runde machte. Von einem ebenfalls freundlichen Herrn namens Mandl, ließ ich mir Kopien von dem Bericht in der genannten Publikation machen und ich begab mich zur Übersetzung des Textes abermals ins Institut für Sinologie, in die Rathausstraße. Nachdem ich die Kopien vorgelegt hatte, schüttelte man dort, über meine kurzen Erklärungen zur bisher bekannten Geschichte über die "Steinteller", ungläubig die Köpfe.

Abb. 4 Der "Steinteller", der sich als Jadescheibe herausgestellt hat.

Einige Tage später erhielt ich die Übersetzung und ich hatte es schwarz auf weiß: Das genannte Werk aus dem Jahre 1957 nennt sich Kaogu Tongxun (Informationen der Altertumsforschung) [8] und es enthält keine Fotos von Steintellern, sondern mehrheitlich die verzierten Rückseiten von in China ausgegrabenen Bronzespiegel und Jadescheiben. Die bis dahin in der Fachliteratur veröffentlichte Abbildung eines "Steintellers" befand sich ebenfalls darunter, es ist die Vorder- und Rückseite einer Jadescheibe mit einem Loch in der Mitte, und Verzierungen darauf. (Abb. 4)

Die abgebildeten Objekte stammen aus einem hanzeitlichen Grab (206 v. Chr. bis 222 n. Chr.), das außerhalb des Osttores von Lingling, in Hunan, gefunden wurde. In meinem Buch Irrwege der Geschichte habe ich das 1981 veröffentlicht und auch Peter Krassa darüber informiert. In seinem 1984 erschienenen Buch ...und kamen auf feurigen Drachen hat er dann diesen "bedauerlichen Irrtum" [9] korrigiert. Die "Steinteller" blieben also weiterhin rätselhaft.

Auch Erich von Däniken suchte Anfang der 1970er Jahre nach diesen "Steintellern", er fand aber ebenfalls nur Jadescheiben. Im National Palace Museum von Taipeh sah er welche, die jedoch keine "spiralartigen Rillen" aufweisen. Sie haben ein großes Loch in der Mitte und angeblich einen Durchmesser von 16,5 Zentimetern. An den Rändern dieser Scheiben befinden sich viermal sechs Zacken und die Scheibe ist an einem obeliskförmigen Ständer montiert. [10]

Es gibt aber angeblich noch einen anderen Beweis für diese "Steinteller", denn Wjatscheslaw Saizew soll bei Fergana in Usbekistan, nahe der chinesischen Grenze, auch eine Felszeichnung (Abb. 5) entdeckt haben, die eigenartige Gestalten, ein merkwürdiges Flugobjekt und einen dieser Steinteller zeigen soll. Diese "Felszeichnung", auch inzwischen als "Felszeichnung von Fergana" bekannt und vielfach publiziert, wurde im Zusammenhang mit der "Steinteller-Story" in der Zeitschrift Sputnik, im Jahre 1968, veröffentlicht. Signiert ist die Zeichnung mit "A. Brinslow" oder "A. Brussnlow".

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Abb. 5 Künstlerische Darstellung einer angeblichen Felszeichnung aus Fergana, Usbekistan.

Diese künstlerische Darstellung soll natürlich eine Abzeichnung von einer angeblichen Felszeichnung in Usbekistan sein, doch meldete der Forscherkollege von Saizew, Alexander Kasanzew, schon früher er hebliche Zweifel an der Echtheit an. Bereits im September 1977 machte mich Peter Krassa in dieser Hinsicht darauf aufmerksam und erwähnte, dass die Zeichnung möglicherweise eine Fälschung ist. Die Zeichnung wird aber weiterhin als "Felszeichnung" – allerdings mit Vorbehalt – publiziert. [11]

Peter Krassa legte die ganze "Steinteller-Story" jedoch nicht beiseite. Vielleicht war doch irgendetwas dran an der Geschichte. Im Jahre 1975 hatte ihm der österreichische Ingenieur Ernst Wegerer mitgeteilt, er wäre 1974 in China gewesen, und dort habe er im Panpo-Museum in Xian, zwei seltsame Steinteller gesehen; er habe davon auch Fotos gemacht; diese wolle er dem österreichischen Schriftsteller irgendwann bei Gelegenheit zeigen, aber jetzt noch nicht. Daraufhin vergingen mehr als sieben Jahre. Nach einem Vortrag, während einer Konferenz der AAS, der Ancient Astronaut Society, am 12. November 1982, in Wien, traf Peter Krassa den österreichischen Ingenieur abermals und jetzt war er bereit, ihm die Fotos zu zeigen. Dann dauerte es allerdings wieder bis Januar 1983, bis Ernst Wegerer dem österreichischen Schriftsteller endlich die Fotos präsentierte. Das Gespräch bei diesem Treffen wurde von Peter Krassa aufgezeichnet, der mehr über diese anscheinend nun doch vorhandenen Steinteller wissen wollte, nachdem sich die vorhin publizierten als Jade-Scheiben heraus gestellt hatten.

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Abb. 6 Die angeblichen Steinscheiben im Banpo-Museum (Foto: E. Wegerer)

Peter Krassa wollte wissen, ob auf den Scheiben im Panpo-Museum (es heißt eigentlich "Banpo"-Museum) irgendeine Schrift oder irgendwelche Rillen zu sehen waren, und wie groß die Scheiben waren und aus welchem Material sie bestanden. Der Ingenieur teilte ihm sinngemäß mit, dass die Scheiben einen Durchmesser von 28 bis 30 Zentimeter gehabt haben dürften, und dass sie etwa zehn Millimeter dick waren, und dass sie aussahen wie ein graugrün getönter Stein, und jede der Scheiben war vielleicht ein Kilo schwer. Auf den Scheiben waren angeblich rillenförmige Vertiefungen zu sehen.

Ernst Wegerer war, nach dem Gespräch mit Krassa, schon 1974 gemeinsam mit seiner Gattin und einer Reisegruppe und zwei chinesischen Dolmetschern im Banpo-Museum in Xian. Das Museum zeigt hauptsächlich Artefakte aus Banpo, einem Dorf, das in der Zeit von 4800 bis 3600 v. Chr., etwa 500 km nordöstlich von Xian, besiedelt war. Es gehört zur jungsteinzeitlichen Yangshao-Kultur, die etwa 5000 bis 3000 v. Chr. entlang dem Gelben Fluss beheimatet war. In dem Museum befinden sich diverse Textilien aus Pflanzenfasern und Tierhaaren, Keramikgegenstände mit geometrischen Verzierungen und Bildern von Menschen, Fischen und Hirschen, sowie Waffen und Werkzeuge. Die Dolmetscher der Reisegruppe reagierten auf die mit den Scheiben in Verbindung gebrachte seltsame Geschichte über Höhlenfunde von Überresten von kleinen Menschen, die merkwürdige Fähigkeiten gehabt haben sollen, sehr merkwürdig – wie der Ingenieur später berichtete. Auch die Museumsdirektorin, die die Reisegruppe durch das Museum führte, konnte keine Auskunft über die Herkunft der Scheiben geben.

Abb. 7 Die Lolladoff-Scheibe (Illustration aus Sungods in Exile, D. A. Gamon)

Leider sind die Scheiben aber offenbar nicht mehr zu besichtigen und zu untersuchen, denn sie wurden nach Angaben von Reisenden aus den Schauräumen des Banpo-Museums entfernt. Es gibt auch Spekulationen, dass diese Scheiben – und vielleicht auch andere, die man in so manchem chinesischen Museum findet –, von Steinmetzen aus dem 20. Jahrhundert angefertigt wurden und einfach Schleifsteine sein könnten. Vielleicht sind sie deshalb im Banpo-Museum nicht mehr zu besichtigen. Die ganze Steinteller-Story entbehrt sowieso jeder Grundlage, denn die Hauptakteure dieser Geschichte, der angebliche Professor und chinesische Archäologe Chi Pu Tei und der vermeintliche Professor Tsum Um Nui sind in der wissenschaftlichen Fachliteratur schlicht nicht auffindbar. Man braucht daher auch nicht viel herumspekulieren, ob die "Steinteller" einen starken Kobaltgehalt hatten oder einmal irgendwelchen starken Vibrationen ausgesetzt waren. Es ist in Wahrheit eine erfundene Geschichte über fremdartige außerirdische Wesen, die von den ehemaligen sowjetischen Autoren, die dem grenzwissenschaftlichen Bereich nicht abgeneigt waren weiter verbreitet wurde.

Die Story erschien auch etwas abgewandelt im Französischen von Daniel Piret unter dem Titel Les disques de Biem-Kara (Die Scheiben von Biem-Kara), veröffentlicht im Jahre 1973. Besonders populär wurde sie dann durch David A. Gamon, der die Story unter dem Pseudonym David Agamon unter dem Titel Sungods in Exile 1978 veröffentlichte. Das Buch tauchte vom selben Autor auch unter dem Pseudonym Karyl Robin-Evans auf. Die Geschichte erzählt von einem britischen Ethnologen namens Dr.Robin-Evans, der 1947 nach Tibet gereist ist und sich das Vertrauen des Stammes der "Dzopa" erworben hat, die sich im Grenzgebiet der chinesischen Provinzen Qinhai und Sichuan, in der Bayan-Har Region, angesiedelt haben. Es sind kleinwüchsige Menschen, nicht größer als 130 Zentimeter. Robin-Evans lernte deren Sprache und schließlich erzählten sie ihm, dass ihre Vorfahren vor 20.000 Jahren vom Himmel gekommen waren. Der Grund der Reise ist eine Entdeckung des Sekretärs von Robin-Evans, ein polnischer Professor Namens Sergei Lolladoff, schon zwei Jahre zuvor.

Er hat im Jahre 1945 eine merkwürdige runde Scheibe im Gebiet der Dzopa entdeckt, mit einer spiralförmigen Gravur und diversen Bildern darauf. Seit dieser Erzählung kursiert sie als "Lolladoff-Scheibe" (Abb. 7) durch die grenzwissenschaftliche Literatur. Im britischen Magazin Fortean Times, Nr. 75, von 1995, erklärte David Gamon, dass seine Geschichte lediglich eine Satire und eigentlich sein "favourite hoax", sein "bester Schwindel" gewesen sei. [12]


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Walter Hain (©) wurde seinem E-Buch "S.A.E.T.I. Die Suche nach Artefakten von außerirdischen Intelligenzen" (S. 202-209; Kapitel 17: Als die Gelben Götter kamen - Spuren außerirdischer Intelligenzen in China?) entnommen. Bei Atlantisforschung.de erscheint er am 28.02.2013 in einer redaktionell bearbeiteten Fassung (Links & erweiterte Illustration) mit freundlicher Genehmigung des Verfassers.

Einzelnachweise:

  1. Siehe: Peter Krassa, Als die gelben Götter kamen, München (Bardtenschlager), 1973, S. 27ff.
  2. Quelle: ebd., S. 29.
  3. Quelle: Erich von Däniken, Zurück zu den Sternen, (Droemer-Knaur tb, München - Zürich 1972), tb 1972, S. 105ff; geb. Aufl. Sept. 1977, S. 165ff.
  4. Siehe: W. Saizew, in: Baikal (Zeitschrift) u. Wissenschaft oder Phantasie in: Sputnik, Nr. 1/1968 (Belser), S. 44 - 63; nach: Joachim Pahl, Sternenmenschen sind unter uns, (Desch, München-Wien.Basel 1971), S. 233
  5. Quelle: Peter Krassa, ...und kamen auf feurigen Wagen, (Kremayr & Scheriau, Wien 1984), S. 136ff.
  6. Quelle: Peter Krassa, Als die gelben Götter kamen, München (Bardtenschlager) 1973, S. 33
  7. Quelle: ebd., S. 39
  8. Siehe: Kaogu Tongxun. Informationen der Altertumsforschung, Nr. 1, Verlag. f. Wissenschaft, Peking 1957
  9. Quelle: Peter Krassa, op. cit. (1984), S. 137; siehe auch : Ders., "Ich fand meine 'Fata Morgana'", in: Kosmische Spuren, Hrsg. Erich v. Däniken (Goldmann tb, München 1988), S. 113 ff.
  10. Siehe: Erich von Däniken, Aussaat und Kosmos, Düsseldorf - Wien (Econ), 1972, S. 110f; Abb. 26, S. 111; siehe auch: Ders., Besucher aus dem Kosmos, Düsseldorf-Wien (Econ) 1975, S. 351
  11. Siehe: Ulrich Dopatka (Hrsg. Erich v. Däniken), Lexikon der Prä-Astronautik, Düsseldorf - Wien 1979 (Econ), S. 124; Die große E. v. D.-Enzyklopädie, S. 131
  12. Siehe: Hartwig Hausdorf; Peter Krassa, Satelliten der Götter (Langen/Müller, München 1995, S. 155f; Das Lolladoff-Artefakt, palaeoseti.de; Keith Fitzpatrick-Mathews, More alien nonsense: the Lolladoff Plate


Bild-Quellen:

(1) Purdue University (DEPARTMENT OF EARTH, ATMOSPHERIC & PLANETARS RESEARCH), Jakob Heyman, unter: Post-doc research (Bildbearbeitung durch Atlantisforschung.de)

(2) Jilaels, The Stonedisks of Bayan-Kara-Ula (Part 1)

(3) Bildarchiv Lars A. Fischinger & Reinhard Habeck (Bildbearbeitung durch Atlantisforschung.de)

(4) Bildarchiv Walter Hain

(5-7) ebd.