Die Nazca-Linien in Peru

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Einführung in die Materie

Abb. 1 Luftbild eines Bereichs der charismatischen 'Nazca-Linien' in Peru. Links im Bild ist 'die Spinne' zu sehen, eines der faszinienden Scharrbilder der ca. 500 km² umfassenden Anlage. (Foto: Diego Delso)

(red) Im Bereich der alternativen Ur- und Frühgeschichts-Forschung sind sie wohl - spätestens seit Erich von Däniken sie in vielen seiner Bücher (erstmals 1968 in Erinnerungen an die Zukunft) im Kontext seiner prä-astronautischen Überlegungen thematisiert und popularisiert hat - jedem ein Begriff: Die Petroglyphen in der Nazzca-Wüste von Peru, nahe der gleichnamigen Stadt Nazca. Allgemein besser bekannt ist dieser u.a. mehr als 1500 riesige Scharrbilder [1] und - was weitaus weniger bekannt ist - ein unterirdisches Be- und Entwässerungs-System ("puquios" ) [2] sowie Bereiche mit massiven Landschaftsveränderungen durch den Menschen [3] umfassende Komplex allerdings unter der vereinfachenden Bezeichnung 'Nazca-Linien'.

Weltweit gibt es nur wenige archäologische Anomalien, zu deren Entstehung und Zweck eine vergleichbare Fülle höchst widersprüchlicher Hypothesen und Theorien entwickelt wurde, ohne dass das 'Nazca-Rätsel' bis heute völlig gelöst werden konnte - auch wenn Wissenschaftler und Journalisten dies bisweilen gerne behaupten. [4] Waren Angehörige der so genannten Paracas- und Nazca-Kulturen ihre Schöpfer, wie allgemein angenommen wird? Verfügten sie womöglich über Heißluft-Ballons? [5] Hatten außerirdische Besucher etwas mit ihrer Errichtung zu tun? Dienten ihre Areale als Bühnen für religiöse Rituale? Wurde die Errichtung des Gesamt-Komplexes - insbesondere die enormen Landschaftsveränderungen - mit simplen Mitteln bewerkstelligt, oder war dabei Hightech im Spiel?

Gerade für Einsteiger in die Materie ist es entsprechend schwierig, sich einen ersten Überblick über die diversen Versuche zur Darstellung der Problematik und zur Lösung der oben genannten Fragen zu verschaffen. Nachfolgend stellen wir daher in dieser Rubrik, die künftig weiter ausgebaut werden soll, eine Reihe von Beiträgen vor, die sich von sehr unterschiedlichen Prämissen ausgehend und auf Grundlage verschiedener Pardigmata sowie mit diversen Studien- und Forschungs-Ansätzen mit den Rätseln von Nazca beschäftigen.


Beiträge zu diesem Thema

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Abb. 2 Das Front-Cover der Ausgabe von Jim Woodmans Buch aus dem Jahr 1989 (deutschspr. Erstveröffentl. 1980), in dem er u.a. die Hypothese verficht, die Erbauer des Nazca-Komplexes hätten über Heißluft-Ballons verfügt, die ihnen den Bau und die Beobachtung der Strukturen auf der Ebene von Nazca aus der Luft ermöglichte.

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Literaturhinweise


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: "Nazca-Linien" (abgerufen: 06. September 2018)
  2. Siehe: William R. Corliss, "Überlegungen zu den Strukturen auf der Nazca-Ebene"; sowie: Walter-Jörg Langbein, "Die Sammlungen des Dr. Cabrera", Abschnitt: "Was wäre, wenn Nazca wirklich war, wonach es aussieht?"
  3. Siehe: R. Cedric Leonard, "Das Nazca-Rätsel - Hat die 'Nazca-Kultur' die enigmatischen Strukturen in Peru erschaffen? Über einen zumeist unerwähnten Aspekt der Problematik", Atlantisforschung.de (2018)
  4. Siehe z.B.: Hilmar Poganatz, "Peru: Das Geheimnis von Nazca ist gelüftet", aktualisiert am 14. Juli 2007, bei FAZ.net (abgerufen: 06. September 2018)
  5. Siehe: Jim Woodman, "Nazca - Mit dem Inka-Ballon zur Sonne", Lübbe, 1980 / Bertelsmann Verlag, 1989 (Abb. 2) --- In einer Inhaltsangabe zu dem Buch heißt es: ""Jim Woodman überfliegt die Wüste Nazca an der Küste Perus und sieht die riesigen Darstellungen von Kondoren, Spiralen, Gottesaugen und die vielen verschiedenartigen Striche der Wüste. Diese Zeichnungen sind Hunderte von Metern lang und breit, und enstanden, indem alle Steine aus dem Sand gelesen wurden: Steinränder und steinloser Sand bilden die Striche der Zeichnungen , die nur aus der Luft zu erkennen sind. Als der erfahrene Fotograf und Pilot Woodman diese Zeichnungen sah, war er überzeugt, daß sie von Piloten angelegt worden waren, jedoch nicht als Landeplätze für Götter, wie Däniken behauptet, sondern als Abflugplätze für die zur Sonne zurückkehrenden toten Inkas. Woodman sammelte nun alte Ballondarstellungen und stellte fest, daß die Baumwollstoffe der Inkas dichter sind als die heutigen, und erkannte in runden Vertiefungen Rauchgruben, in denen die frischen Ballonhüllen geräuchert wurden, damit sie noch dichter sind. Seiner Theorie nach trug erhitzte Luft den Ballon aufwärts, nach einer gewissen Zeit und in größerer Höhe erhitzte die Sonne den dunklen Ballon so weit, daß er tagsüber nicht mehr sank. Er wurde zum Ozean abgetrieben und ging dort in der Nacht unter: der Inka war zur Sonne zurückgekehrt. Woodman fand alte Darstellungen eines brasilianischen Jesuitenpaters, der altindianische Heißluftballons fliegen sah und ihr Modell in Lissabon mit Erfolg ausprobierte. Sein Modell stimmt mit den Inkamodellen, die Woodman rekonstruierte, vollkommen überein." (Quelle)

Bild-Quellen:

1) Diego Delso (Urheber) bei Wikimedia Commons, unter File:Líneas de Nazca, Nazca, Perú, 2015-07-29, DD 54.JPG (Lizenz: Creative-Commons, „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international“)
2) C. Bertelsmann Verlag / Bild-Archiv Atlantisforschung.de