Die Nurhagenkultur und Atlantis

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von Tony O’Connell

Abb. 1 Eine sardische Nuraghe mit massiver Umfassungsmauer. Noch heute existieren auf Sardinien die Ruinen von ca. 7000 Exemplaren dieser Rundtürme.

Nuraghisch ist die Bezeichnung für eine altertümliche Kultur auf Sardinien während des 2. und 1. Jahrtausends v.Chr., die nach den von ihr errichteten Steintürmen, den Nuraghen (Abb. 1), benannt wurde. Einer aktuellen Ansicht zufolge wurde die Nuraghenkultur etwa 1178 - 1175 v.Chr. durch eine Katastropphe, vermutlich einen Tsunami, verwüstet. [1]

Charakteristisch für diese Kultur sind 'Befestigungsanlagen' aus besagten Rundtürmen, von denen noch immer ca. 7000 auf Sardinien zu finden sind. Robert Paul Ishoy meint, dass Atlantis auf Sardinien lag, und dass die Kulturen der Keftiu, Atlantier und Nuragher alle eng miteinander verwandt waren. Sergio Frau, ein italienischer Journalist, hat in einem gut publik gemachten Buch [2] ähnliche Ansichten zum Ausdruck gebracht.

Abb. 2 Welchem Zweck dienten die Nuraghen tatsächlich? Waren es Bollwerke gegen menschliche Angreifer, wie allgemein angenommen wird, oder Schutzanlagen zur Abschirmung gegen gewaltige elektrische Entladungen in der Atmosphäre, wie der Amerikaner Brian Cairns vermutet?

Eine sehr interessante Webseite über die Nuraghen ist unten [3] aufgeführt. Das Design der späteren und kruderen Giren auf Malta und die adriatischen Bunje scheint auch durch die Nuraghen inspiriert worden zu sein. Auf den Skellig Rocks vor der Südwestküste Irlands existieren mönchische 'Bienenkorb'_Steinhütten, die den Giren ähneln. Es ist zudem der Erwähnung wert, dass Robert Bauval im Inneren des Oman eine Reihe von Türmen fotographierte, die mit den Nuraghen vergleichbar sind. [4]

Die archäologische Stätte von El Agujero auf der Insel Gran Canaria scheint in ihrer Anlage ebenfalls Ähnlichkeiten mit den Nuraghen-Stätten aufzuweisen. Des weiteren hat man auch bezüglich der Brochs in Schottland festgestellt, dass sie viele Charakteristika mit den Nuraghen gemeinsam haben, aber dies ist vermutlich nur ein Zufall.

Es ist erwähnenswert, dass die Nuraghen im Norden Sardiniens im Allgemeinen noch intakt sind, während diejenigen im Süden und Westen üblicherweise eingestürzt vorgefunden werden. Darüber hinaus gibt es auf der Campidano-Ebene im Südwesten eine Anzahl von Nuraghen, die im 'Schlamm' [orig.: "in 'ooze"; d. Ü.] gefunden werden, welche alle auf seismische Aktivitäten und auf eine Überflutung hindeuten. Hier ist offenbar noch einige Forschungsarbeit zu leisten.

Die drastischste Erklärung für die Errichtung so vieler Nuraghen wird von Brian Cairns, einem amerikanischen Historiker offeriert. Er verficht die Ansicht, dass sie als Schutzeinrichtungen gegen brachiale elektrische Entladungen gebaut wurden. [5]


Anmerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag von Tony O’Connell wurde in englischsprachiger Original-Fassung erstmals am 27. Februar 2010 unter dem Titel "Nuraghic (M)" bei Atlantipedia.ie veröffentlicht. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung nach der bei WaybackMachine archivierten Ur-Fassung durch Atlantisforschung.de im November 2017.

Fußnoten:

Bild-Quelle:

1 und 2) Bild-Archiv Tony O’Connell