Die Pyramiden vom Rock Lake

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(bb) Auch der Rock Lake, ein kleiner, östlich von Madison in Wisconsin gelegener, See, birgt án seinem Grund alte Relikte, die - vermutlich zu Unrecht - auf Grund ihrer Pyramidenstruktur mit möglichen Kolonisten aus Ägypten in Verbindung gebracht worden. In jedem Fall stellen diese Relikte aus alternativ-historischer Sicht auf Grund ihres vermutlich besonders hohen Alters besonders interessante Forschungsobjekte dar. Einige Schätzungen schreiben ihnen ein Alter von 3500 Jahren zu, andere Vermutungen gehen davon aus, dass die ältesten Bauwerke schon am Ende der jüngsten Eiszeit dort gestanden haben müssen. "Untergegangene Pyramiden gibt es auch im nahegelegenen, präkolumbischen Aztalan; und seltsame Steinpfeiler existieren auch an anderen Orten in Wisconsin. Konsequenter Weise kann man die Vorstellung nicht einfach abbügeln, dass am Rock Lake einige Bauwerke gebaut wurden, als das Wasser noch viel niedriger stand." [1]

Abb. 1 Links: Ein Luftbild des Rock Lake in Wisconsin. Mitte: 20 Fuß große Ringstruktur im westlichen Quadranten des Sees. Rechts: Großer, deltaförmiger "Mound" im Rock Lake

Im Jahr 1900, als der Wassespiegel des Sees, in Folge außerordentlicher klimatischer Bedingungen, erheblich niedriger als gewöhnlich lag, gelang Claude und Lee Wilson bei einer Bootsfahrt erstmalig die Entdeckung eines rechteckigen Gebildes am Grund des Gewässers. Lange Zeit wollte niemand in Wissenschaftskreisen die Bedeutung dieses spektakulären Fundes wahrhaben, zumal für geraume Zeit alle weiteren Versuche scheiterten, die unbekannte Struktur erneut zu lokalisieren. Das öffentliche Interesse an der Entdeckung wurde im Milwaukee Herald sogar abschätzig als "Massenhysterie" bezeichnet. [2]

Erst 1935 stießen Taucher, die Victor S. Taylor von der Universität Wisconsin beauftagt hatte, am Grund des Rock Lake auf eine Reihe weiterer Strukturen, aber es dauerte noch zwei Jahre, bis es 1937 Max Gene Nohl, einem Taucher und Ingenieur am Massachuaetts Institute of Technology, gelang den Standort einer 29 Fuß hohen, konisch geformten, Pyramide zu lokalisieren. [3] Auch Piloten gelingt es einige Jahre später, eine große dreieckige Struktur (den sogenannten "Delta Mound") am Grund des Sees auszumachen. Doch all diese Evidenzen reichten offenbar immer noch nicht aus, um die wissenschaftliche Fachwelt zum Umdenken zu bewegen.

Abb. 2 Links: Digitalaufnahme der Deltastruktur im See. Mitte: Computerbearbeitete Vergrößerung des 'Delta Mound' (Photo: Jack LeTourneau). Rechts: Sonarbilder vom 'Headless man' und anderen Mounds am Seegrund. (Frank Joseph, 1992)

Welche geradezu unglaubliche Ignoranz und fast pathologische Verdrängungs-Fähigkeit manche "orthodoxe" Archäologen bisweilen zur Schau stellen, beweist u.a. ein Artikel der Fachzeitschrift "The Wisconsin Archaeologist" vom September 1962. Sein Tenor: "Die Idee künstlich angelegter Bauten auf dem Grund des Rock Lake erscheint schon deshalb unmöglich, weil der See nach Meinung von Experten mindestens 10000 Jahre alt ist." [4] Nur fünf Jahre später stellte ein Taucher, Jack Kennedy, den Autoren faktisch ein geistiges Armutszeugnis aus, in dem er ihre Aussagen durch die erneute Entdeckung eines Pyramidenbaus ad absurdum führte. "Mehrere steinerne Artefakte schleppte er vom Grund des Sees an die Oberfläche. In seiner Aufregung vergisst er aber den genauen Standort zu kennzeichnen. Lon Merrick, Leiter eines Taucherteams des Milwaukee Public Museum, nimmt dies zum Anlass, die Sache einmal mehr herunterzuspielen. Sein Kommentar: >Die angeblichen Pyramiden sind nichts anderes als fehlinterpretierte Gletscherablagerungen.< " [5]

Natürlich konnten solche Statements auch in den folgenden Jahren keineswegs Nonkonformisten und neugierige Taucher davon abhalten, der Sache weiter nachzugehen. So berichtet die Taucher-Fachzeitschrift "Skin Diver" im Januar 1970: "Die Pyramiden sind unglaublich. Es sollte sie nicht geben. Sie wären zu alt und noch dazu an einer Stelle, wo niemand sie hätte bauen können. Logischerweise dürften sie nicht existieren. Die Geschichte ist aber selten logisch. Und Logik hin oder her: Die Pyramiden im Rock Lake tauchen oft genug aus der Versenkung auf,um die noch so logisch denkenden Erforscher der amerikanischen Vergangenheit in Verlegenheit zu bringen." [6]

Abb. 3 Zeichnung von konischen Steinanlagen im Rock Lake nach Angaben der Nohl-Expedition von 1937

Erst 1983 sorgte Prof. James Shertz von der Universität Wisconsin für die Ehrenrettung seiner Zunft, als er mit der wissenschaftlichen Erforschung der Artefakte im Rock Lake begann. [7] Im gleichen Jahr startete auch der Tauchlehrer Robert Boyd gemeinsam mit Robert Bass eine groß angelegte Suchaktion im See, bei der wiederum Steinstrukturen entdeckt wurden. "1987 beginnt sich der amerikanische Publizist Frank Joseph für den Rock Lake zu interessieren. Zusammen mit anderen Forschern führt er Echolotmessungen durch. Das Ergebnis fällt positiv aus. Mehrere Strukturen zeichnen sich auf den Computerdiagrammen ab. In der Folge können Joseph und seine Kollegen viele der Relikte sowohl aus der Luft als auch unter dem Wasserspiegel in Augenschein nehmen. Definitive Erkenntnis: Die Steinmonumente existieren." [8]

Auch in den folgenden Jahren konnten weitere Entdeckungen im Rock Lake gemacht werden, die Stück für Stück ein wenig mehr Licht ins Dunkel um die Geschichte dieser mysteriösen Großanlage gebracht haben. "So stieß man etwa auf einen gigantischen Schutzwall. Vermutlich das Überbleibsel einer Mauer, die einst einen zeremoniellen Ort umgeben hatte. Wie mir Joseph außerdem berichtete, werden die entdeckten Monumente mittlerweile in drei Gruppen unterteilt. Die erste befindet sich in einer Tiefe von 20 Fuß und ist rund 800 Jahre alt. Die zweite liegt 40 Fuß unter der Wasseroberfläche. Ihr Alter: 2000 Jahre. Die dritte Gruppe schließlich bereitet den Experten erhebliche Kopfschmerzen: Sie liegt rund 60 Fuß tief und dürfte sagenhafte 3500 Jahre alt sein. Das Problem: Wegen ihres hohen Alters läßt sie sich keiner bekannten Kultur zuordnen..." [9]


Siehe zu diesem Thema auch:


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: William R. Corliss, Science Frontiers, unter: The Rock Lake Pyramids
  2. Quelle: Archie Eschborn (1951-2008), Rock Lake Research Society, unter: Gallery
  3. Quelle: Luc Bürgin, "Geheimakte Archäologie", Bettendorf 1998, Seite 133
  4. Quelle: ebd.
  5. Quelle: ebd.
  6. Quelle: ebd., Seite 135
  7. Quelle: William R. Corliss, Science Frontiers, unter: The Rock Lake Pyramids
  8. Quelle: Luc Bürgin, "Geheimakte Archäologie", Bettendorf 1998, Seite 135
  9. Quelle: ebd., Seite 136

Bildquellen:

1) Archie Eschborn (1951-2008), Rock Lake Research Society, unter: Gallery
2) ebd.
3) William R. Corliss, Science Frontiers, unter: The Rock Lake Pyramids