Edwin August Björkman

Aus Atlantisforschung
Wechseln zu:Navigation, Suche

Forscher- und Autorenportrait

(red) Edwin August Björkman (* 19. Oktober 1866 in Stockholm; † 16. November 1951 in Asheville, North Carolina [1]) war ein schwedisch-amerikanischer Journalist, Literaturkritiker, Übersetzer und Autor zahlreicher Romane, Sachbücher, Essays und lyrischer Texte.

Biographische Notizen

Abb. 1 Das schlichte Front-Cover der Nauauflage (2003) von Edwin Björkmans Atlantisbuch aus dem Jahr 1927

Nach dem Besuch einer Höheren Lateinschule in Stockholm arbeitete Björkmann zunächst als Büroangestellter, Journalist und von 1881 bis 1891 als Schauspieler. wobei er zwischen 1889 und 1891 der Lindberg Drama Company und der Swedish Royal Theater Company angehörte.

Im Jahr 1891 übersiedelte Björkman in die USA und schloss sich der skandinavischen Kolonie in Minnesota an, wo er von 1892 bis 1894 Herausgeber der zweisprachigen Zeitung Minnesota Posten in Saint Paul war. Danach war er zwischen 1894 bis 1897 als Reporter und Musikkritiker für die Minneapolis Times tätig, nachfolgend arbeitete er von 1897 bis 1905 als Reporter für die New York Sun und die New York Times, unterbrochen von einer Tour of Duty im Jahr 1898 - während des Spanisch-Amerikanischen Krieges - bei der New York Militia. 1906 trat Björkman in die Redaktion der New York Evening Post ein, bis er 1909 für das monatlich erscheinende Magazin The World's Work zu arbeiten begann. Internationale Bekanntheheit und Anerkennung erlangte er während seiner anschließenden Tätigkeit als Redakteur der Modern Drama Series (von 1912 bis 1915) für seine Übersetzungen der Werke von August Strindberg, Arthur Schnitzler und anderen europäischen Dramatikern. Im Jahr 1914 erhielt er ein Stipendium der American Scandinavian Foundation für kritische Studien in Europa. [2]

Während des Ersten Weltkriegs diente Edwin Björkman in Schweden beim britischen Department of Information (1915-1917) sowie als Direktor des skandinavischen Büros des US-merikanischen [Committee on Public Information Committee on Public Information] (1918-19). Im Jahr 1919 wurde er von der dänischen Regierung mit der Ernennung zum Ritter des Danebrog-Ordens für seine Dienste während des Krieges ausgezeichnet. Von 1920 bis 1921 fungierte er als stellvertretender Direktor des Nachrichtenbüros des Völkerbundes. Danach lehrte er rei Jahre lang als Dozent für modernes skandinavisches Drama an der Yale University. 1925 ließ Björkman sich in Waynesville, N.C., nieder und arbeitete von 1926 bis 1929 als Literaturredakteur der Asheville Times. Danach war er für das US Geological Bureau tätig. Von Oktober 1935 bis August 1941 war er Direktor des North Carolina Federal Writers Project. Im Jahre 1948 gehörte er schließlich im Rahmen seines politischen Engagements dem Exekutivausschuss der Progressive Party an. [3]

Björkman war viermal verheiratet, zuerst 1906 mit Frances Maule, einer Suffragette, und 1923 neben Virginia MacFadyen, einer Schauspielerin und Autorin. 1930 heiratete er Ellie May Platt, die 1932 in Paris starb; und 1934 heiratete er schließlich Lucy Millender. Edwin August Björkman starb in Asheville und fand dort auf dem Riverside Cemetery seine letzte Ruhestätte. [4]

Edwin Björkman, Atlantis und Scheria

Einen höchst respektablen Beitrag zur Atlantisforschung leistete Edwin Björkman im Jahr 1927, als er ein Buch mit dem Titel "The Search for Atlantis" [5] veröffentlichte. Der Untertitel dieses, 2003 neu aufgelegten Buches (Abb. 1) [6]. "Excursions by a Layman Among Old Legends and New Discoveries" (Exkursionen eines Laien mitten unter alten Legenden und neuen Entdeckungen), erscheint programmatisch, wobei Björkmann sein Licht etwas unter den Scheffel stellte. In diesem keineswegs 'laienhaft' verfassten Werk beschreibt er, wie Tony O’Connell dazu bemerkt, "seine Untersuchungen klassischer Literatur und dessen, was damals 'moderne' Archäologie war." [7] Dabei kam der Autor zu dem Ergebnis, Atlantis sei mit dem sagenhaften Land Scheria gleichzusetzen, das Homer in seiner Odyssee beschrieb. Zudem lieferte er "bestechende Argumente" (O’Connell, op. cit.) dafür, sowohl Atlantis als auch Scheria mit dem biblischen Tarschisch bzw. mit Tartessos in Südspanien zu identifizieren.


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Marcus B. Simpson, Jr., "Björkman, Edwin August", 1979, online bei NCpedia.org (abgerufen: 12. Februar 2018)
  2. Quelle: ebd.
  3. Quelle: ebd.
  4. Quelle: ebd.
  5. Siehe: Edwin Björkman, "The Search for Atlantis: Excursions by a Layman Among Old Legends and New Discoveries, in Three Parts", New York (A.A. Knopf), 1927
  6. Siehe: Edwin Björkman, "The Search for Atlantis: excursions by a layman among old legends and new discoveries in three parts", Whitefish, Montana (Kessinger Publishing), 2003, ISBN-10: 0766135349 --- ISBN-13: 978-0766135345
  7. Quelle: Tony O’Connell, "Blörkman, Edwin (L)", 5. Juni 2010, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 11. Februar 2018; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quelle: