Atlantisforschung in Schweden

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Ein kurzer atlantologie-historischer Rückblick

von Tony O’Connell

Abb. 1 Schweden auf einer Landkarte aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, der Zeit Olof Rudbecks und Carl Lundius’

Schweden wurde im 17. Jahrhundert von Olaus (Olof) Rudbeck als Örtlichkeit von Atlantis bezeichnet. Vor ihm äußerte brtrits ein anderer Schwede, Johannes Bureus, ähnliche Ansichten. Sein Freund Carl Lundius unterstützte Rudbecks Theorien, fand damit aber kaum Zustimmung.

Im 18. Jahrhundert gefiel es Carl Friedrich Baër, einer Mode zu folgen, die Atlantis ins 'Heilige Land' brachte. [1] Was das 19. Jahrhundert betrifft, ist mir kein schwedischer Beitrag zur Atlantologie bekannt.

Die Entdeckung des Mittelatlantischen Rückens veranlasste René Malaise [...] [2], die Azoren als Überreste von Atlantis zu bezeichnen, eine Vorstellung, die bis heute populär ist. Etwa zur selben Zeit schlug Gunnar Rudberg vor, Syrakus auf Sizilien habe Plato zu seiner Beschreibung von Atlantis inspiriert.

Arvid Högbom trat 1915, lange vor Jürgen Spanuth, für die Nordsee als Standort von Atlantis ein. Im selben Gebiet haben sich [später] Nils Bergquist und Ulf Erlingsson [bei ihren Atlantis-Lokalisierungen; d.Ü.] für die Doggerbank entschieden.

In jüngerer Zeit scheint sich der Kreis geschlossen zu haben, als Bertil Falk Rudbecks Ideen wieder aufleben ließ [3], und ein kurzes Papier (2007, aktualisiert 2015) [4] von Robert Frizius fügte eine weitere moderne Unterstützung dieser Ideen hinzu. Ganz anders [argumentiert] Carl Festin, der eine mediterrane Lokalisierung bewirbt.


Anmerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag von Tony O’Connell (©) wurde in englischsprachiger Originalfassung erstmals am 11. Juni 2010 unter dem Titel "Sweden" bei Atlantipedia.ie veröffentlicht. Bei Atlantisforschung.de erscheint er im Dezember 2017 als Eigenübersetzung in einer redaktionell bearbeiteten Neufassung.

Fußnoten:

  1. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de auch: Bernhard Beier, "Carl Friedrich von Baër & Atlantis im 'Heiligen Land'" (2013)
  2. Red Anmerkung: Tony O’Connell nennt hierzu neben Malaise auch dessen Landsmann Hans Pettersson, was wir im vorliegenden Zusammenhang so nicht für zutreffend halten. Siehe zu einer differenzierteren Betrachtung: Ferdinand Speidel, "Professor Hans Pettersson – ein heimlicher Atlantis-Befürworter?" (2014); sowie extern zu einer gänzlich anderen Sicht der Dinge: Thorwald C. Franke, "Ein geologischer Meilenstein der Atlantisforschung - Hans Pettersson widerlegt 1944 Atlantis im Atlantik", 5./6. April 2010, bei atlantis-scout.de (abgerufen: 20. Dezember 2017)
  3. Siehe: Bertil Falk, "Atlantis ooch Svenskarna", Stockholm (Lindqvist), 1974
  4. Siehe: Robert Frizius, "Olof Rudbecks Atlantis", 2007/2015 (abgerufen: 20. Dezember 2017)

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