Friedrich Netolitzky

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Forscher und Autorenportrait

Auf einen Blick

Abb. 1 Prof. Dr. Fritz Netolitzky (1875-1945) im Jahr 1912

(red) Friedrich (Fritz) Netolitzky (Abb. 1) (* 1. Oktober 1875 in Zwickau; † 1945 in Wien) war ein deutscher Botaniker, Pharmakognost [1] und Insektenkundler, der sich auf Käfer (Coleoptera) spezialisierte und viele zuvor unbekannte Arten beschrieb. [2] Daneben befasste er sich als Privatforscher auch mit dem Atlantis-Problem, wozu er in den 1920er und 1930er Jahren eine Reihe von Aufsätze veröffentlichte. Netolitzky befürwortete eine Atlantis-Lokalisierung im Süden Iberiens.

Biograpgische Notizen

Über seinen Lebenslauf heißt es in der angelsächsischen Wikipedia: "Fritz Netolitzky wurde [...] in eine angesehene Familie geboren, die seit dem frühen 18. Jahrhundert in Rokitnitz (Ostböhmen) lebte. Sein Großvater lehrte ihn Naturgeschichte und Fritz Netolitzky studierte in Prag, Wien und Straßburg. Mit 24 Jahren promovierte er zum Doktor der Medizin. Anschließend war er ein Jahr als Kaiserjäger und als Arzt auf einem in Hamburg registrierten Schiff der Kosmos-Linie tätig, auf dem er entlang der südamerikanischen Westküste fuhr. Fritz Netolitzky lehrte an der Universität Wien (1896-1899), dann an der Universität Innsbruck (1899-1904), dann an der Universität Graz (1904-1910). Von 1910 bis 1940 lehrte er an der Universität Czernowitz. Von 1940 bis 1941 arbeitete er an der Universität Iași, dann war er Professor für Botanik ]an der Universität Wien. Mit seiner Schwester Magdalena und seinem Bruder Richard schrieb Fritz Netolitzky eine Parodie auf Heinrich Hoffmans Struwwelpeter in Ägypten - The Egyptian Struwwelpeter (London: H. Grevel & Co., 1896)." [3]

Friedrich Netolitzky und Atlantis

Dass F. Netolitzkys atlantologisches Schaffen nach seinem Tod nicht völlig in Vergessenheit geriet, ist vor allem dem Historischen Geographen Richard Hennig (1874-1951) zu verdanken, der ihn und sein Werk in mehreren seiner Bücher - vor allem in Das Rätsel der Atlantis (Erstveröffentlichung 1925) - erwähnt hat. Dort (S. 21-24) erfahren wir z.B., dass F. Netolitzkys Überlegungen zu einem iberischen Atlantis der Bronzezeit Adolf Schultens Forschungen in Sachen Atlantis & Tartessos beflügelten, der sie laut Hennig in einzelnen Details "geradezu als endgültig entscheidenden Abschluss seiner Atlantis-Hypothese" betrachtete. F. Netolitzky lieferte zudem auch eine eigenständige Interpretation des Oreichalkos aus Platons Atlantisbericht, den er als künstliche Modifikation von Weißgold (im alten Ägypten als Asem bekannt) identifizierte. [4]

Zumindest einer der atlantologischen Aufsätze von Friedrich Netolitzky - sein Artikel "Atlantis" aus dem Jahr 1926 - ist online frei abrufbar.


Atlantologische Arbeiten von Friedrich Netolitzky (unvollständig)

  • "Die Wiederentdeckung der Atlantis Platons", in Cultura, Klausenburg, 1924



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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Deutsche Biographie, unter: "Netolitzky, Friedrich" (abgerufen: 28. Mai 2020)
  2. Quelle: Wikipedia - The Free Encyclopedia, unter: "Fritz Netolitzky" (abgerufen: 28. Mai 2020)
  3. Quelle: ebd.; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de
  4. Anmerkung: Richard Hennig verweist (op. cit., S. 23) dazu auf einen nicht näher bezeichneten Beitrag von Netolitzky in: Berliner Philologische Wochenschrift 1921, Nr. 51

Bild-Quelle: