Ibn Chaldūn

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Abb. 1 Der arabische Gelehrte Ibn Chaldūn (1332-1406)

(red) Walī ad-Dīn ʿAbd ar-Rahmān ibn Muhammad Ibn Chaldūn al-Hadramī - kurz: Ibn Chaldūn (Abb. 1) - (* 27. Mai 1332 in Tunis - † 17. März 1406 in Kairo) war ein bedeutender nordafrikanisch-arabischer Politiker und Universalgelehrter, dessen Nachruhm sich vor allem auf seine historische Abhandlung Kitāb al-ʿibar gründet. Aus atlantologie-historischer Sicht kann man ihn in gewisser Weise als frühen Vorläufer - zumindest jedoch als einen der Inspiratoren - der modernen afro-atlantologischen Schule betrachten.

Besagtes Kitāb al-ʿIbar wa-dīwānu l-mubtadaʾ wa-l-ḫabar fī aiyāmi l-ʿArab wa-l-ʿAǧam wa-ʾl-Barbar wa-man ʿāṣara-hum min ḏawī s-sulṭāni l-akbar (zu Deutsch: "Buch der Hinweise, Aufzeichnung der Anfänge und Ereignisse aus den Tagen der Araber, Perser und Berber und denen ihrer Zeitgenossen, die große Macht besaßen"), Ibn Chaldūns Hauptwerk, war von ihm eigentlich als Geschichte der Berber geplant: "Der Verfasser erweiterte jedoch später das ursprüngliche Konzept, so dass dieses Lebenswerk in der Endfassung eine – auch mit einer eigenen Methodologie und Anthropologie ausgestattete – so genannte >Universalgeschichte< darstellt.

Es ist in sieben Bücher aufgeteilt, deren erstes, die Muqaddima, als eigenständiges Werk gilt. Die Bücher zwei bis fünf umfassen die Geschichte der Menschheit bis zur Epoche Ibn Chalduns. In den Bänden sechs und sieben schließlich finden wir die Geschichte der Berbervölker und des Maghreb, die für den Historiker den eigentlichen Wert des Kitab al-ibar ausmachen, da Ibn Chaldun hier seine persönlichen Kenntnisse der Berberstämme in Nordafrika verarbeitet hat." [1]

In diesem, um 1380 n.d.Z. verfassten Buch findet sich, Egerton Sykes zufolge, unter Ibn Chaldūns Darstellungen zum Ursprung der Berber auch der Verweis auf eine urtümliche Verbindung dieses nordafrikanischen Volkes mit Atlantis. [2] Es bleibt anzumerken, dass Atlantis dagegen im mittelalterlichen 'christlichen Abendland' fast völlig vergessen war und in historischen Werken praktisch unerwähnt blieb. [3]





Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Ibn Chaldūn (abgerufen: 2. Mai 2015)
  2. Siehe: Egerton Sykes, Atlantis (Journal), Juli/August 1967, S.68; Quelle: Tony O’Connell, "Ibn Khaldun (i)", 28. April 2011, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 2. Mai 2015)
  3. Anmerkung: Eine der ganz wenigen Ausnahmen stellt die um 1100 n.d.Z. verfasste Schrift "De Imagine Mundi" des Honorius of Autun dar.

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