James Baikie

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Das Frontcover von Rev. James Baikies Klassiker The Sea Kings of Crete (1910)

(red) Reverend (Pastor, Hochwürden) James Baikie (1866-1931) war ein Privatgelehrter und Sachbuchautor, der im frühen 20. Jahrhundert eine ganze Reihe von Büchern zu Themen wie Astronomie, die Bibel und Geschichte des Altertums verfasste. [1] Er gilt als einer der Pioniere der kretominoischen Atlantis-Hypothesen.

Tony O’Connell schreibt über ihn, er habe bereits 1910 "in einem seiner ersten Bücher, The Sea-Kings of Crete [2] das minoische Kreta als Atlantis nahegelegt." Dieses Buch ist "ist jetzt frei zugänglich online zu lesen oder herunterzuladen [3]. Bereits damals, während Arthur Evans noch über seine staunenswerten Entdeckungen auf Kreta berichtete, zog Baikie Parallelen zwischen Atlantis und Knossos." [4] In der scientific community seiner Zeit stießen Baikies Vorstellungen, wie wir aus einer weiteren Bemerkung des Atlantologie-Enzyklopädisten schließen können, auf wenig Gegenliebe: "Das Wissenschafts-Journal Nature verwarf sein Buch in Dezember 1910 (No. 85, S. 235)" mit dem Kommentar, "es habe >keinen wissenschaftlichen Wert<". [5]

Schon ein Jahr vor Baikies Veröffentlichung hatte der britische Historiker K. T. Frost anonym (er war sich der in akademischen Kreisen grassierenden 'Atlantophobie' durchaus bewusst) in der Londoner Zeitschrift The Times ganz ähnliche Ansichten zum minoischen Kreta und Atlantis vorgestellt. Dies wurde, wie O’Connell betont, "von Baikie in seinem Buch freigiebig gewürdigt." Bemerkenswert erscheint auch, dass Baikie selber auf einen Schwachpunkt seiner Theorie hinwies, nämlich, um noch einmal Tony O’Connell zu zitieren, "Platos Bezugnahme auf die Säulen des Herakles. Indes spekulierte er, dies sei auf irgendeine Fehlinterpretation von Solon zurückzuführen." [6]


Anmerkungen und Quellen

Fußnote:

  1. Quelle: Tony O’Connell, "Baikie, Rev. James", 10. Januar 2010, bei: Atlantipedia.ie
  2. Siehe: James Baikie, "The Sea-Kings of Crete", London, 1910
  3. Siehe: Project Gutenberg, unter: "The Sea-Kings of Crete by James Baikie"
  4. Quelle: Tony O’Connell, op. cit. (2010)
  5. Quelle: ebd.
  6. Quelle: ebd.

Bild-Quelle: