Jane Roberts´ "Lumania-Zivilisation", Teil I

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Gestatten, mein Name ist Seth!

Abb. 1 Die Angehörigen der hochentwickelten 'Lumania-Zivilisation' sollen in fururistischen Untergrund-Städten gelebt und sich durch Energie-Felder vor Raubtieren und primitiven Menschen der Außenwelt geschützt haben, (Bild: © Douglas A. Sahlin)

(bb) In unserer Betrachtung zu Rolf B. Röttges´ 1992 erschienenem Buch "Atlantis ist mitten unter uns - Die ersten Funde über Atlantis" [1] haben wir bereits kurz die fiktiv-prähistorische "Zivilisation von Lumania" vorgestellt, deren Annahme lediglich auf medialen "Channeling-Durchgaben" beruht. In diesem Fall sind es die angeblich überirdische Entität "Seth" bzw. ihr irdisches 'Sprachrohr', das Medium Jane Roberts, die uns mit der versunkenen Zivilisation bekannt machen.

So lässt uns "Seth" freundlicherweise durch den Mund von Frau Roberts kundtun: "Auf eurem Planeten war die Menschheit lange vor Atlantis in drei spezifische Zivilisationen verwickelt, während euer Planet sich noch in einer etwas anderen Position befand. Die Pole waren umgekehrt, was übrigens während drei langer Perioden in der Geschichte eures Planeten der Fall war. Die Zivilisationen waren hoch technologisch, die zweite davon war der eurigen in dieser Hinsicht haushoch überlegen." [2]

Diese Lumania-Zivilisation "lebte inmitten primitiver Völker, von denen sie sich jedoch durch undurchdringliche Magnetfelder abschirmte. Bei ihnen wurde der Ton als hilfreiches Mittel eingesetzt und diente zur Beförderung von Gewichten und Massen sowie zu jeglicher Art der Fortbewegung. Ihre Städte lagen überwiegend unter der Erde. Die künstlerische Ausdrucksform ist uns genauso fremd wie die atlantische. Sie war der unseren weit überlegen und nicht so einseitig." [3]

Mehr über "Seths" Beschreibung von Besonderheiten der Lumanier, und über ihre Nutzung akkustischer Wellen erfahren wir in einem Essay von Ian Lawton, dem Autor von "Genesis Unveiled": "Klang wurde weitaus effektiver eigesetzt, nicht nur zur Heilung oder in Kriegen, sondern auch um Fahrzeuge [...] zu betreiben und um materielle Gegenstände zu bewegen.... Die Stärke dieser zweiten Zivilisation lag hauptsächlich in den Gebieten, die heute als Afrika und Australien bekannt sind." Und weiter: "Sie waren im Wesentlichen telepathisch, konnten jedoch auch, sowohl in ihrer gesprochenen Sprache als auch in ihrer Kunst, eine weitaus subtilere und multi-sensualere oder -dimensionalere Bandbreite von Gedanken und Bildern transportieren, als wir es heute können." [4]

Abb 2 Die Lumanier sollen, laut "Seth", versucht haben, ihre geistige und körperliche Evolution künstlich zu beschleunigen - ein Experiment mit verhängnisvollen Auswirkungen.

Neben den gewöhnlichen "primitiven Völkern", welche die Erde zu dieser Zeit unsicher machten, bedeuteten auch ganz besondere Gegner eine potentielle Gefahr für die Lumanier: "Sie richteten zudem unterirdische Außenposten in zahlreichen Gegenden ein, um ihre primitiveren Nachbarn im Auge zu behalten, speziell in den Pyreneen, da dort >riesenhafte< Menschen lebten." [5] Die Abschottung der Lumanier von ihrer Umwelt scheint jedoch nicht nur mit einem besonders hoch entwickelten Sicherheits-Bedürfnis zu tun gehabt zu haben. Die Lumanier versuchten offenbar, ihren körperlichen und geistigen Entwicklungs-Prozess künstlich zu beschleunigen.

Ihr Streben nach forcierter Vervollkommnung scheint einerseits eine zunehmende Selbst-Isolation dieser Kultur bewirkt haben, während er ihre Angehörigen andererseits zu verhängnisvollen Selbst-Experimenten hinriss. "Bei ihrem Experiment waren sie jedenfalls derart darauf aus, Gewalt und Aggression auszutreiben, dass sie Energie-Blockaden [orig.: "energy blockages"; d.Ü.] schufen, welche sie in nachteiliger Weise physiologisch veränderten. So verließen immer mehr [die unterirdischen Städte], um bei den primitiveren Kulturen zu leben und sich mit ihnen in der Hoffnung zu vermischen, ihre physiologischen Mängel auszubalancieren, doch auch dieses Experiment war nicht erfolgreich und sie starben schließlich aus." [6]

In einem anderen Universum scheinen sie freilich weiter zu existieren, denn "Seth behauptet auch, dass sie noch mit uns >in der Zeit koexistieren< und dass Transfusionen [orig.: "bleed-throughs"; d.Ü.] vorkommen - wie es natürlich auch ein anderes System der Realität gibt, in dem ihr Experiment mit der Gewaltlosigkeit erfolgreich war, und in welchem daraus >ein voll-ständig neuer Menschentyp hervorging<." [7]

Der Zeuge all dieser Ereignisse, die körperlose Entität "Seth" (ein Name aus der altägyptischen Mythologie), scheint bereits seit Milliarden von Jahren zu existieren und ihr Wissen reicht dementsprechend Äonen zurück. So liefert sie via Roberts u.a. auch "einige Daten, eine verschwundene Religion betreffend, die zu einem Volk gehörte, über das ihr keine Informationen habt. Diese Leute lebten auf einem Planeten im selben Raum, den heute eure Erde einnimmt, 'bevor' euer Planet existierte. Sie zerstörten [ihre Welt] durch eigene Fehler und wurden reinkarniert, als euer Planet präpariert wurde. Ihre Erinnerungen wurden zur Grundlage der Geburt von Religion, wie ihr sie heute versteht." [8]


Roberts´ Lumania im Kontext esoterischer Putativ-Prähistorik

Jane Roberts hat sich mit ihren "Seth"-Channellings zumindest auf einem der hinteren Plätze in der Riege der Klassiker okkulter Putativ-Prähistorik [9] eingereiht, auch wenn sie und ihre Welten bisher nicht den Bekanntheitsgrad der Großen dieses Genres und ihrer Werke erlangt haben. Jedenfalls ist sie, wie Lawton konstatiert, "einer Fährte gefolgt, welche zunächst von den Theosophen gelegt wurde, die Madame Blavatsky im späten neunzehnten Jahrhundert anführte, und der seither von zahlreichen anderen angeblichen Sehern und Propheten weiterverfolgt wurde. Es gibt beträchtliche Ähnlichkeiten mit anderem angeblich gechannelten Material, darunter vor allem jenem von Blavatsky selbst und dem von Edgar Cayce." [10]

Dass es Jane Roberts, im Gegensatz zu unzähligen anderen "Medien" und ihren übersinnlichen Informanten jedenfalls gelungen ist, in die 'zweite Garnitur' der bekannten esoterischen Urzeit-Berichterstatter aufzusteigen (und auch außerhalb der entsprechenden Szene wahrgenommen zu werden), hängt mit einiger Sicherheit nicht zuletzt damit zusammen, dass sie - und "Seth" - sich nicht mit den üblichen Neuigkeiten von Atlantis und Lemuria (vergl. dazu: Das Lemuria der Esoteriker) zufrieden gaben. Mit "Lumania" führten sie im erd- und menschheitsge-schichtlichen Universum der Esoteriker und Okkultisten eine echte Neuerung ein, die geringeren Versuchen dieser Art einiges voraus hat.

Abb. 3 Der Kontinent "Maskara" und eine "Lumania-Zivilisation", die ihre Städte mit Energiefeldern gegen tierische Monstren und wilde Barbaren-Horden abschirmte, sind eindeutig Erfindungen, die erst von Jane Roberts in die esoterische Putativ-Prähistorik eingeführt wurden.

So entpuppen sich etwa John Ballou Newbrough´s "Pan" (vergl. dazu: Die Theosophen und Lemuria), Noble Drew Ali´s "Amexem" (siehe: Amexem - das mohrische Atlantis von Hakim Bey), "Zu", "Lu" und "Oz" (Cayce) usw. entweder als Adaptionen oder alter egos von Atlantis und Le(Mu)ria, oder lassen sich (wie z.B. Newbrough´s "Pan") weder vom Publikum noch von den Anhängern bestimmter okkulter Lehren mit diesen beiden klassischen Objekten putativ-historischer Esoterik amalgamieren [11], oder in ihr Weltbild integrieren. Die "Lumania-Zivilisation" ist dagegen eine echte und 'publikumsgerechte' Innovation. Weder bei Mme. Blavatsky, noch bei Rudolf Steiner oder Edgar Cayce werden wir etwas über diese angebliche Kultur erfahren.

Da wir nur kurze Auszüge daraus kennen, können wir keine Bewertung der literarischen Qualität von Roberts´ "Seth speaks" abgeben, aber inhaltlich bietet zumindest der "Lumania"- Komplex klassische Science Fiction vom Feinsten und eine Rahmenhandlung, die aus einer professionellen Exposé-Redaktion stammen könnte: Eine 'Superintelligenz', vergleichbar "Es" und "Seth-Apophis" (!) bei Perry Rhodan (siehe: Atlantis im Perry Rhodan Universum) sowie "Q" bei Star Trek, berichtet über die Zivilisations-Geschichte unseres Planeten! Quasi im Plauderton, vergleichsweise niveauvoll und, wenn wir Ian Lawton glauben dürfen, durchaus mit philosophischen Qualitäten, wird Interessierten und 'Gläubigen' vermeintliches Wissen vermittelt, das ihnen von früheren Autoren vorenthalten, oder lediglich in schwer zu akzeptierender Form angeboten wurde.

Roberts liefert dem Publikum dagegen eine, im Gegensatz zu den Konzepten der Thosophen und Anthroposophen, leicht verständliche Pseudo-Primhistorie [12] mit einer Verlängerung der zivilisations-geschichtlichen Zeitachse in weit prä-lemurische Perioden hinein, und erweitert die Reihe angeblich primhistorischer Zivilisationen um zwei neue Kandidatinnen. Die "übermittelten" Charakteristika ihrer Lumania-Kultur sind so spezifisch, dass sie eigentlich nicht mit den bislang esoterisch attestierten Super-Zivilisationen auf diesem Planeten, insbesondere mit "Lemuria" zu verwechseln ist. Wenn dies offenbar doch geschieht, dann in erster Linie aufgrund der argumentativen Irrungen und Wirrungen der betreffenden Rezipienten, auch wenn Ian Lawton in diesem Zusammenhang zu bedenken gibt, "dass die zwei Wörter [Lemuria und Lumania] sich nicht ganz unähnlich sind."

Unzweifelhaft präsentiert Roberts ihr "Lumania" als eigenständige, prä-lemurische Zivilisation, die sich nahtlos in das gängige Urgeschichts-Bild der populären Esoterik einbauen lässt, zumal von Seth "zudem eine weitere kurze Bezugnahme auf die [prä-atlantidische] Zivilisation von >Mu<, auch wenn keine Details gegeben werden" [13], übermittelt wird. Wir sollten daher den Versuch einer chronologischen Einordnung von J. Roberts "Lumania-Zivilisation" in das gängige Szenarium der Esoterik machen, wie es uns die "Klassiker" präsentieren. Dabei braucht es uns nicht zu stören, dass "Seths" Szenario zur Erd- und Menschheitsgeschichte inhaltlich nicht völlig kompatibel mit diesen "Klassikern" ist, denn schließlich sind sie es untereinander ebenfalls nicht.


Versuch einer chronologischen Einordnung Lumanias

Wenn wir Roberts´ "Seth" Glauben schenken, soll die Luminarier-Zivilisation chronologisch die zweite in einer Reihe von (mit der heutigen) fünf erd-geschichtlichen Hochkulturen auf diesem Planeten gewesen sein; die Menschheit war nämlich "lange vor Atlantis in drei spezifische Zivilisationen verwickelt". Sofern also Atlantis in diesem Schema 'Zivilisation Nr. 4' war, dürfen wir mit einem Seiten-Blick auf die entsprechende Literatur wohl das esoterische Lemuria (vergl. dazu: Das Lemuria der Esoteriker) als 'Nr.3' identifizieren. Wie wir noch sehen werden, ist diese Annahme keineswegs sicher.

Zeitskala.jpg


Abb. 4 Diese Zeitskala der Zivilisationen stellt die primhistorische Entwicklung aus Sicht der 'New Age Esoterik' dar. Lumania war dem Salem New Age Center offenbar nicht bekannt, als es 1998 diese Grafik veröffentlichte.

Leider vermissen wir bei J. Roberts genauere Angaben darüber, wer denn in dieser Reihenfolge die "Nr. 1" war. Ian Lawton bemerkt dazu: "Über die erste dieser Zivilisationen wird fast gar nichr geschrieben, außer, dass sie >generell unserer eigenen Entwicklungs-Linie folgte und mit vielen der Probleme konfrontiert war, denen wir heute gegenüberstehen<, und dass sie sich >größtenteils dort befand, wo das heutige Kleinasien liegt<." [14] Irgendwelche chronologischen Hinweise zu einer der erwähnten Zivilisationen gibt "Seth" nicht, und so erfahren wir auch nicht von ihm, wann genau die Lumanier eigentlich auf bzw. unter der Erde gelebt haben sollen.

Ein Analogie-Schluss zur Einordnung der Lumanier auf einer Zeitskala der Erdgeschichte ist anhand der Angaben aus der bekannten esoterischen Literatur problematisch. Bekanntlich ist eine präzise chronologische Darstellung der Abfolge angeblicher Ur-Zivilisationen aus esoterischen Quellen aufgrund unklarer sowie divergierender Angaben fast unmöglich. Die Großmeister esoterischer Erd- und Menschheits-Geschichte, Schöpfer der monumentalen Epen über die phantastischsten Welten der Vorzeit, kamen, trotz aller vorgeblichen Hellsichtigkeit und ihren guten Beziehungen zu 'Höheren Sphären', gerade in Datierungs-Fragen zu höchst verwirrenden Ergebnissen, wenn man ihre Abgaben miteinander vergleicht.

Abb. 5 Eine Karte von Churchwards Mu (Muror), wie es sich vor ca. 22 500 Jahren präsentiert haben soll. Roberts´ "Lumania-Zivilisation" soll, wie sich aus "Seths" Angaben schließen lässt, weitaus früher existiert haben.

Nach Edgar Cayce, beispielsweise, verlief das Zeitalter der Atlantier "über eine Periode von etwa zweihunderttausend Jahren" [15] hinweg, während der Theosoph Scott Elliot der Atlantis-Periode eine Dauer von mindestens 800 000 Jahren zubilligte. Das "Salem New Age Center" aus den USA hingegen veröffentlichte 1998 eine Zeitlinie (Abb. 4) weit prähistorischer Zivilisationen, auf der die atlantidische Periode von etwa 400 000 Jahren beginnt und vor ca. 10 000 Jahren endet. Lemurier sollen laut dieser Quelle seit etwa 900 000 Jahren existiert haben, wogegen sie bei Scott Elliot bereits vor über einer Million Jahren auftauchen.

Während Cayce zum Beginn der lemurischen Periode keine bezifferbaren Angaben macht, ergeben sich für ihr Ende bei ihm recht präzise Daten. William Hutton, ein Cayce-Forscher und Anhänger des 'Schlafenden Propheten', synchronisiert verschiedene Cayce-Readings zu Lemuria und Atlantis folgendermaßen: "Der Untergang von Lemuria muss weltweite geo-physika-lische Konsequenzen gehabt haben. Die Datierung auf 30 000 v.d. Gegenwart stimmt mit der zweiten Zerstörungs-Periode auf Atlantis überein, als >in einem Großteil des Landes kleine Kanäle [entstanden].< (470-22). Doch die Lektüre von Reading 364-4 scheint zu implizieren, dass das endgültige Verschwinden von Lemuria sich möglicherweise nur 10 700 Jahre vor der finalen Zerstörung von Atlantis ereignete, also vor 22 600 Jahren<." [16]

Nach dem Salem New Age Center ereignete es sich dagegen vor ca. 26 000 bis 25 000 Jahren (s.o.) und der Esoteriker Randall-Stevens "schreibt, dass die endgültige Vernichtung Lemurias sich vor etwa 30 000 Jahren ereignete." [17] Wenn wir also einen prä-lemurischen Charakter "Lumanias" voraussetzen und die unklaren esoterischen Vorgaben zur Primhistorie tolerieren, dann müsste diese Zivilisation also bereits vor mehr als einer Million Jahren entstanden sein.

Auch Lawton spricht sich gegen eine rezente Einordnung der "Lumania"-Zivilisation aus: "... Seth sagt absolut nichts über die Zeitskalen für diese Zivilisationen, doch ich tendiere dahin, die orthodoxe Sicht der Evolution des modernen Menschen zu bevorzugen und das Auftreten unserer Spezies vor in etwa 200 000 Jahren zu platzieren. Es kann natürlich sein, dass er meint, dass all diese Zivilisationen innerhalb dieses Zeitraums kamen und gingen, doch dies erscheint unwahrscheinlich im vorliegenden Kontext einer >vorherigen Erde< [...] und von Landmassen, die sich in einer anderen Position als heute befanden." [18]

Für Lawton, der in diesem Punkt konventionell argumentiert, ist das ein Argument gegen die Authentizität dieses Teils von "Seths" Bericht und gegen die Historizität von "Lumania" - schließlich neigt die 'orthodoxe' Paläo-Historik und Anthropologie dazu, bei der Vorstellung von Zivilisation vor Jahrhunderttausenden und Jahrmillionen konsterniert abzuwinken, wogegen man im Umfeld der populären Esoterik auf derartige Ablehnung mit einem naiven Augenaufschlag und der Frage "Wo liegt des Problem?" reagieren dürfte. Im Lager der Primhistoriker und nonkonformistische Atlantologen schließlich erscheinen derartige Überlegungen zwar durchaus schwindel-, aber nicht furchterregend oder per se unsinnig.


Fortsetzung:

Jane Roberts´ "Lumania-Zivilisation", Teil II


Anmerkungen und Quellen

  1. Siehe dazu: Die atlantidische Welt des Rolf B. Röttges, Teil 4, Atlantiden, Luminarier und andere 'Ur-Zivilisationen?'
  2. Quelle: Rolf B. Röttges, "Atlantis ist mitten unter uns - Die ersten Funde über Atlantis", A.U.V.-Verlag, Krefeld, 1. Aufl. 1992, S. 77
  3. Quelle: ebd., S. 54, 55
  4. Quelle: Ian Lawton, "REALITY AND TIME - A rational spiritualist view of creating our own reality, multiple realities and the nature of time" (2005), online unter http://www.ianlawton.com/bosmisc2.htm
  5. Quelle: ebd.
  6. Quelle: ebd.
  7. Quelle: ebd.
  8. Quelle: ebd.
  9. Anmerkung: PUTATIVE PRÄHISTORIE = "vermeintliche" oder "geglaubte Urgeschichte"; gemeint sind alle Vorstellungen zu einer (fiktionalen) Vor- und Frühgeschichte, die auf religiösen ("Kreationismus", "biblisches Geschichtsbild") oder okkult/esoterischen Glaubens-Systemen beruhen bzw. als Teil solcher Systeme zu verstehen sind. Im Gegensatz zur konformistischen ("orthodoxen") Prähistorik oder zur nonkonformistischen ("grenzwissenschaftlichen") Primhistorik wird bei der ideologischen Putativ-Prähistorik eine empirische Beweisführung zur Verifizierung ihrer Annahmen häufig vernachlässigt oder als nicht notwendig erachtet. Stattdessen werden zumeist "übersinnliche Informations-Quellen" herangezogen und als per se beweiskräftig akzeptiert.
  10. Quelle: Ian Lawton, "REALITY AND TIME - A rational spiritualist view of creating our own reality, multiple realities and the nature of time" (2005), online unter http://www.ianlawton.com/bosmisc2.htm
  11. Anmerkung: AMALGAM / AMALGAMIEREN = (1.) Eigentlich ein Begriff aus der Alchemie und Metallurgie zur Bezeichnung einer 'Quecksilberlegierung' bzw. ihrer Herstellung; (2.) im Bereich des alternativ-historischen Diffusionismus wird der Begriff im deutschsprachigen Raum zur Charakterisierung von Hoch-Kulturen und/oder Zivilisationen als Produkt komplexer Migrations- und Diffusions-Prozesse verwendet. Nach Friedrich stellt sich ein solches Amalgam in der Art eines "noch nicht ganz homogenisierten Gemenges aus verschiedenartigen Bestandteilen", also kulturellen Charakteristika und Elementen, dar; (3.) oben wird der Begriff "amalgamieren" allgemein im Sinne eines Integrations-Prozesses neuer Bestandteile und Aspekte ("Maskara", "Lumania") in ein faktisch bestehendes, populär-esoterisches Gesamtbild zur putativen Prähistorie der Menschheit verwendet.
  12. Anmerkung: (A) PRIMHISTORIE / PRIMHISTORIKER = Die Primhistorik ist ein alternativ-historisches (grenzwissenschaftliches) Forschungsgebiet, das sich mit der Möglichkeit "primhistorischer", hochentwickelter späteiszeitlicher (oder noch früherer) Menschheitskulturen sowie mit der Beweisführung ihrer vormaligen Existenz und mit ihrer Identifizierung beschäftigt. Geprägt wurde dieser Begriff in den 1970er Jahren durch den französichen Alternativ-Historiker und Paläo-SETI-Forscher Robert Charroux; (B) PSEUDO-PRIMHISTORIE = Vermeintliche oder vorgebliche Primhistorie.
  13. Quelle: Ian Lawton, "REALITY AND TIME - A rational spiritualist view of creating our own reality, multiple realities and the nature of time" (2005), online unter http://www.ianlawton.com/bosmisc2.htm
  14. Quelle: ebd.
  15. Quelle: William Hutton, "EVIDENCE OF LEMURIA, OR MU", The Hutton Commentaries, online unter http://www.huttoncommentaries.com/Other/Lemuria/evidence_of_lemuria.htm
  16. Quelle: ebd.
  17. Quelle: ebd.
  18. Quelle: Ian Lawton, "REALITY AND TIME - A rational spiritualist view of creating our own reality, multiple realities and the nature of time" (2005), online unter http://www.ianlawton.com/bosmisc2.htm


Bild-Quellen

(1) http://home.earthlink.net/~das001/fantasyforest.htm (nicht mehr online)

(2) http://www.barracuda-gssm.com/timelapse/gallery/atlantis/screenshots.htm (nicht mehr online)

(3) http://www.thanasis.com/modern/atlantis.jpg

(4) http://www.lemuria.net/lemuria-timeline.html

(5) unbekannte Bildquelle