Jean Albert Foëx

Aus Atlantisforschung
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Autorenportrait

Abb. 1 Der Unterwasser- forscher und Atlantologe Jean-Albert Foëx (1917- 1994)

(bb) Über die Vita des französischen Tiefseetauchers, Selfmade-Archäologen, Autors, Filmemachers und Atlantisforschers Jean-Albert Foëx (Abb. 1) (1917-1994) ist nur wenig bekannt. So bemerkt etwa Tony O’Connell in der Atlantipedia, dass Foëx während des II. Weltkriegs in die Aktivitäten des nazifreundlichen, 'Antibolschewistischen Aktionskommittees' (Französische Originalbezeichnung: "Comité d’action antibolchévique") verwickelt gewesen sei. Dies habe dazu geführt, dass er nach Kriegsende als Kollaborateur zum Tode verurteilt, schließlich aber begnadigt worden sei. [1]

Jean-Albert Foëx unternahm nun zahlreiche Forschungsfahrten, die ihn zu den Gewässern des Sees Genezareth, ins Tote Meer, und auf den Spuren Mosis in die Wüsten Sin und Negev, ins antike Akkon des Artaxerxes, ins Ionische Meer und in die Mündung des Achĕron führten, wo Homer und andere hellenische Autoren den Eingang zur Unterwelt vermuteten. Zumindest zeitweilig war Foëx Mitglied des Club International des Chercheurs de Trésors, einer von Robert Charroux gegründeten und geleiteten, internationalen Schatzsuchervereinigung, der auch bekannte Persönlichkeiten wie Henry de Montfreid (1879-1974) und Jacques-Yves Cousteau (1910-1997) angehörten.

Auf seiner Suche nach Spuren des platonischen Atlantis erforschte J.-A. Foëx die Inselwelt des Atlantischen Ozeans sowie die Küstengebiete Brasiliens, um seine These von der geschichtlichen Wirklichkeit der Atlantida zu belegen. Von 'revisionistischen' Atlantis-Lokalisierungen – z.B. im Mittelmeerraum – hielt er nicht viel, und Jürgen Spanuth bzw. dessen Chronologie-Revision und geographische Verortung von Atlantis in der heutigen Nordsee schrieb er 1964, der "Trick" des Pastors mit dessen Korrektur der platonischen Angaben halte "keinerlei Kritik stand". Spanuths Thesen seien, wie Foëx konstatierte, "aus der Luft gegriffen" und "einfach lächerlich". Er manipuliere "die historischen Gegebenheiten ohne Maß und verdreht schamlos Platons Berichte". [2]


Literatur von Jean-Albert Foëx

Exploration sous-marine de la Bible mit Serge de Sazo, 1955

Histoire sous-marine des hommes, dix mille ans sous les mers: dix mille ans sous les mers, 1964

Der Unterwassermensch: Geschichte, Überlieferung. Moderne Unterwasserforschung mit Marie Agnes von Franz, 1966

Le monde merveilleux des sports de l'eau mit Jean Merrien, Hachette, 1968

Voyage au fond des mers ou Trente ans d'aventures sous-marines, 1974

Les Mystères du monde submergé (Les Mystères de l'univers), 1976 (Neuauflage)


Anmerkungen und Quellen

Einzelverweise:

  1. Quelle: Tony O’Connell, Foëx, Jean-Albert, in: Atlantipedia.ie, 16.11.2010 (abgerufen: 30.04.2013)
  2. Quelle: Jean-Albert Foëx, "Der Unterwassermensch", Stuttgart, 1966, S. 26; zitiert nach: Gerhard Gadow, Der Atlantis - Streit 1973, S. 62

Bild-Quelle:

(1) Tony O’Connell, Foëx, Jean-Albert, in: Atlantipedia.ie