Michael Hißmann

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Historisches Forscherportrait

Abb. 1 Michael Hißmann hielt es für wahrscheinlich, dass Atlantis einst im Atlantischen Ozean gelegen habe.

(red) Michael Hißmann (geboren am 25. September 1752 in Hermannstadt; † am 14. August 1784 in Göttingen) war ein deutsch-siebenbürgischer Hochschullehrer und materialistischer Philosoph, der sich auch für Psychologie interessierte. [1]

Über M. Hißmanns kurzen Lebenslauf - er starb im Alter von nur 32 Jahren - finden sich in der deutschsprachigen Wikipedia folgende Informationen: "Hißmann stammte aus einer wohlhabenden Bäckerfamilie und besuchte zunächst das Gymnasium in Hermannstadt, bevor er nach erfolgreichem Konsistorialexamen 1773 an die Universität Erlangen ging um Theologie zu studieren. Er hörte dort zudem Philosophie, Mathematik und Physik. 1774 wechselte er an die Universität Göttingen, an der er sich zunächst wieder für Theologie einschrieb, dann aber in die Philosophie wechselte. 1776 wurde er in die Königlich deutsche Gesellschaft zu Göttingen aufgenommen und im gleichen Jahr mit der Dissertation >De infinito. Dissertatio methaphysica prima…< zum Doktor der Philosophie promoviert.

Hißmann absolvierte ein großes Arbeits- und Reisepensum. Dies soll der Grund für seine häufigen Erkrankungen und Kuraufenthalte gewesen sein. Nachdem er an den Universitäten in Halle, Helmstedt und Kiel mögliche Professuren nicht realisierte, wurde er 1782 zunächst außerordentlicher, dann 1784 ordentlicher Professor der Philosophie an der Universität in Göttingen. 1784 bekam er einen Ruf der Universität Pest als Ordinarius der Philosophie sowie ein verbessertes Angebot der Universität Göttingen. Er entschied sich im August 1784 für die Professur in Pest, konnte allerdings die Stelle nicht mehr antreten, da er zuvor an seinem Tuberkuloseleiden verstarb." [2]

Was Michael Hißmanns Bezug zu Atlantis betrifft, heißt es bei Stelios Grant Pavlou: "Im Jahr 1781 veröffentlichte Hißmann seine Übersetzung des ersten der 18 Bände von Delisle de Sales´ Histoire Nouvelle de tous les peuples du monde: ou Histoire des Hommes, partie de l'Histoire Moderne, der umfangreiche Bezugnahmen auf Atlantis beinhaltet." Die Übersetzung [3] schließt laut Pavlou auch "Hißmanns eigenen Kommentar" ein, "dass Atlantis wahrscheinlich im Atlantischen Ozean gelegen habe." [4]





Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: "Michael Hißmann (Philosoph)" (Stand: 23. Jan. 2017)
  2. Quelle: ebd.
  3. Siehe: Michal Hißmann, "Neue Welt- und Menschengeschichte, von Anfang der Welt bis auf gegenwärtige Zeit. Erster Theil. oder der römischen Geschichte erster Band", Münster und Leipzig (Verlag Philipp Heinrich Perrenon), 1781
  4. Quelle: Stelios Grant Pavlou, "Michael Hissmann", 17. April 2016 (jüngste Bearbeitung), bei atlantipedia.com (abgerufen: 23. Jan. 2017; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quelle: