Rex Gilroy

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Heather und Rex Gilroy erforschen gemeinsam die Geheimnisse der Prähistorie Australiens (Foto: © Rex Gilroy)

(red) Rex Gilroy (Abb. 1) (* 9. Nov. 1943) ist ein australischer Privatforscher und Autor, der sich seit mehr als fünf Jahrzehnten in seinen Artikeln und, zum größten Teil im Selbstverlag veröffentlichten Büchern (das erste erschien 1986), mit diversen grenzwissenschaftlichen Problemen, Phänomenen und Fragestellungen befasst. Seine Interessen- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Krypto-Zoologie, Krypto-Anthropologie bzw. Hominologie, Ufologie und alternativen Ur- und Frühgeschichtsforschung. Dabei ist er - gemeinsam mit seiner Gattin und Forschungs-Partnerin Heather insbesondere den Rätseln seiner australischen Heimat auf der Spur. Zudem ist er seit langem auch auf den Gebieten der Lepidopterologie (Schmetterlingsforschung) und Epigraphik tätig.

Rex Gilroy ist ein ungemein akribischer Datensammler. So begann er 1959 mit der Dokumentiation von UFO-Sichtungen, sammelte Reports über Kryptiden - alleine zum legendären Yowie stellte er mehr als 3000 Berichte zusammen [1] [2] - und befasste sich mit der Suche nach Spuren von Exemplaren offiziell als ausgestorben geltender Tierarten, wie dem Beutelwolf und dem Moa sowie zu Phantom-Katzen.

Gilroy schreckt auch nicht vor politisch unkorrekten Verlautbarungen jener Art zurück, die üblicher Weise postwendend mit dem Prädikat 'Verschwörungstheorie' versehen wird. So geht er beipielweise davon aus, dass sich im Burragorang Valley (Sydneys wichtigstes Wassereinzugsgebiet) eine streng geheime US-amerikanisch / australische, unterirdische Militäranlage befindet, in der UFO-Operationen durchgeführt werden. Gilroy gibt an, es würden rigide Maßnahmen getroffen, um Unberfugte von diesem Areal (offiziell bezeichnet als "Schedule 1 Catchment Protection area") fern zu halten. Dazu verweist er auf Fälle, in denen auf Wanderer das Feuer eröffnet worden sei, und sogar Flugzeuge abgeschossen worden sein sollen. [3]

Rex Gilroy und die Vorgeschichte Australiens

Abb. 2 Dieser aus Feuerstein gefertigte, ägyptische Skarabäus wurde 1976 von einem Arbeiter bei der Gympie-Pyramide ausgegraben. Andere Skarabäen (einige davon aus Gold) wurden in verschiedenen entlegenen Gegenden Australiens entdeckt.

In Hinsicht auf seine nonkonformistische, alternative Ur- und Frühgeschichtsforschung hat Rex Gilroy sich bei Mainstream-Wissenschaftlern vor allem mit zwei provokativen Thesen zur Prähistorie Australiens 'beliebt' gemacht, die auf den Ergebnissen seiner jahrzehntelangen Feldstudien beruhen: Zum einen vertritt er er die diffusionistische Annahme, dass bereits während der europäischen Bronzezeit Besuche altweltlicher Kulturen, insbesondere der Ägypter und Phönizier in Australien erfolgt seien. In späteren präkolumbischen Zeiten seien auch Angehörige vieler anderer seefahrender Völker der Alten Welt - u.a. Kelten, Chinesen, Araber, usw. - aber auch Altamerikaner [4] dorthin gelangt.

Die Entdeckungen Aberhunderter von Artefakten - z.B. Skarabäen (Abb. 2) - sowie von Siedlungsspuren, wie der zerfallenen Stufenpyramide bei Cooktown auf der Kap-York-Halbinsel und der so genannten 'Gympie-Pyramide' sowie Überreste von Kais und Hafenanlagen zeigen laut Gilroy an, dass Ägypter und Phönizier in Queensland sogar feste Stützpunkte und Kolonien etablierten. Zu dieser Zeit müssen in Australien noch viele, heute verlandete Fluss-Systeme und Inland-Nebenflüsse existiert haben, die von den Phöniziern befahren wurden. [5]

Abb. 3 Rex Gilroy bei der Untersuchung von Felsritzungen und Gravuren auf der megalithischen Fundstätte von Kanagra. (Foto: © Rex Gilroy 2007)

Zudem nimmt Rex Gilroy für sich die Mitte der 1960er Jahre erfolgte Entdeckung einer vergessenen, von ihm als Uru bezeichneten, weit prähistorischen Urkultur in Anspruch, die er für von "enormer Bedeutung [...] für die australische und die Weltgeschichte" bezeichnet. Weiter bemerkt er dazu: "Ich hatte festgestellt, dass die altertümlichen Mythen und Legenden unserer aboriginalen Völker über eine Rasse von 'Kulturheroen' sprechen, die das Land in der lange zurückliegenden 'Traumzeit' bewohnten, und viel von ihrer Kultur an die Aborigines weitergegeben hatten.

Diese 'Kulturheroen' werden verschiedentlich als bleich oder weißhäutig beschrieben." Es heißt, "dass sie viele natürliche geologische Merkmale formten, viele, oft wahrhaft monolithische Fels-Formationen errichteten, und die Sonne, den Mond und die Sterne anbeteten. Sie gaben den Aborigines Gesetze und Elemente ihrer Religion weiter, wie die Verehrung der Sonne der, Erdmutter und des Himmelsvaters, und sie lehrten die aboriginalen Krieger die Herstellung des Bumerangs und die Benutzung der Woomera zum Speerschleudern. Diese Überlieferungen überzeugten mich vor mehr als dreißig Jahren, dass einst eine entwickeltes, megalithische Monumente bauendes Volk Australien bewohnte.

Abb. 4 Eine der enormen megalithischen Steinsetzungen auf der Fundstätte von Kangra - ein Relikt der Kultur von Uru (Foto: © Rex Gilroy 2007)

Als ich jedoch meine Theorie in der Presse veröffentlichte, wurde ich umgehend von Establishment-Archäologen und -Historikern mit 'unmöglich'-Geschrei und [der Behauptung] angegangen, ich verschwende meine Zeit mit der Suhe nach etwas, das nicht mehr als ein aboriginaler Mythos sei! Dessen ungeachtet führte mich meine Theorie auf eine Suche, die an einem Tag im Januar 1965, während ich [...] ein Tal der Blue Mountains untersuchte, mit der Entdeckung eines ausgedehnten Kultur-Zentrum aus zerkrümelnden Sandstein-Hügeln, Altar-Steinen, die mit Gravuren in Form von Schlangen- und Adler-Motiven versehen waren, sowie anderen mysteriösen Strukturen ihren Höhepunkt fand. Eine augenscheinlich zeremoniale Struktur war ein von Bäumen bedeckter, 15 m hoher Mound, der aus Sandstein-Brocken und Geröll bestand. An seiner weltlichen Flanke führten Stufen aus Stein-Platten zur Kuppe, wo ich auf einer planen Grundfläche, nach Osten gerichtet, einen großen Altar-Stein fand, dessen flache Oberseite in Form einer Schlange gemeißelt war." [6]

In den folgenden Jahren und Jahrzehnten stieß Rex Gilroy auf zahlreiche weitere Hinterlassenschaften der rätselhaften Uru-Kultur, deren Spuren bis ins späte Paläolithikum zurückzureichen scheinen, und keineswegs nur auf Australien beschränkt sind. Gilroy geht davon aus, dass diese Kultur in fernster Vergangenheit in weiten Teilen des asiatisch-pazifischen Großraums präsent war und ein regelrechtes Netzwerk pyramidenartiger Bauten errichtete [7] - ein Phänomen, das er mit der sagenhaften Kultur von LeMuria in Verbindung bringt. Als umfassende Zwischenbilanz seiner nach wie vor andauernden Suche nach den Hinterlassenschaften des Volkes von Uru in Australien veröffentlichte er im Jahr 2005 sein, gemeinsam mit seiner Gattin Heather verfasstes magnum opus "URU: The Lost Civilisation of Australia"


Im internet

Rex Gilroys Webseiten:

Externa:

Videos über Rex Gilroys Forschungen:


Publikationen von Rex Gilroy (Auswahl)

Pyramids-destiny-bookcover.jpg
"Pyramids of Destiny: Cost Pacific Colonies of the Bronze-Age God-Kings", URU Publications, 2009 - 607 Seiten (mit Heather Gilroy)


Urubook.jpg
"URU: The Lost Civilisation of Australia", URU Publications, 2005 - 380 Seiten (mit Heather Gilroy)


1book.jpg
"Mysterious Australia", URU Publications, 2003 - 300 Seiten (mit Heather Gilroy)


2book.jpg
"Pyramids in the Pacific - The Unwritten History of Australia", URU Publications, 2000


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag baut auf dem Lemma "Rex Gilroy" (Stand: 24. April 2015) bei Wikipedia - The Free Enzyklopedia auf. Umfassende redaktionelle Weiterbearbeitung durch Atlantisforschung.de.

Fußnoten:

  1. Siehe: Karl P. N. Shuker, "The Alien Zoo: In search of prehistoric animals - Do giant extinct creatures still exist?" (1. Ausg.), Blanchford, 1995, S. 189. ISBN 0-7137-2469-2. Zit.: "Rex Gilroy... collected over 3000 sightings of a giant hairy creature sighted across the continent."
  2. Anmerkung: Rex Gilroy ist zudem Gründer des Australian Yowie Research Centre, das sich der wissenschaftlichen Erforschung dieser Kryptiden widmet.
  3. Siehe: Rex Gilroy, "Blue Mountains Triangle", Uru Publications, 2010
  4. Anmerkung: Rex Gilroy verweist dazu z.B. auf seinen Fund eines Maya-Idols, eines Chac Mo'ol aus Sandstein. Das Spezimen wurde von ihm nahe einer von Vegetation überwucherten Steinruine am Endeavour River bei Cooktown entdeckt, ganz im Norden von Queensland. "Das Relikt scheint einen unbestreitbaren Beweis für eine amerinde Driftfahrt-Expedition auf den Strömungen des Pazifischen Ozeans darzustellen, die irgendwann vor bis zu 2000 Jahren erfolgte." (Quelle)
  5. Siehe dazu: Rex Gilroy, "Pyramids of Destiny: Cost Pacific Colonies of the Bronze-Age God-Kings", URU Publications, 2009; sowie online: Ders., "Egyptians in Australia", bei: mysteriousaustralia.com
  6. Quelle: Rex Gilroy, bei rexgilroy.com, unter: "URU - The Lost Civilisation of Australia" (abgerufen: 24. april 2015; Übersezung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  7. Siehe: Rex Gilroy, "Pyramids in the Pacific - The Unwritten History of Australia", URU Publications, 2000

Bild-Quellen:

1) Rex Gilroy, mysteriousaustralia.com (Abschnitt: Current Assessment of the Rex Gilroy Hominid Skull Collection)
2) Rex Gilroy, Egyptians in Australia, bei: mysteriousaustralia.com
3) Rex Gilroy, Rex Gilroy URU Expedtions, bei: rexgilroy.com
4) ebd.