Riesenfunde - in Missouri

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Abb. 1 Die geographische Lage des Staates Missouri in den USA

(bb) Auch aus Missouri (Abb. 1) liegen uns eine Reihe von Meldungen über Funde der Relikte von Riesen vor. Historical North American Giants berichtet z.B. in einer kurzen Notiz über eine Entdeckung, die im Jahr 1877 bei Kansas City erfolgt sein soll: "Bei Mound-Öffnungen wurde ein gigantischer Schädel freigelegt", heißt es dort. Bis zu diesem Punkt können wir diesem wenig präzisen Statement im Grundsatz noch folgen.

Gänzlich unglaubwürdig muss jedoch der Nachsatz wirken, in dem es heißt: "... und gigantische Menschen-Spuren wurden entdeckt, die zu Menschen mit einer Größe von 25 bis 30 Fuß [sic!] gehörten." [1] Das heißt mit anderen Worten, dass die Verursacher dieser angeblichen Fuß-Spuren eine Körpergröße von 8 bis 10 Metern aufgewiesen haben müssten - ein anatomisches bzw. physiologisches Ding der Unmöglichkeit!

Grundsätzlich halten wir alle Fund-Meldungen für suspekt, bei denen Größen-Angaben gemacht werden, die wesentlich über 12 Fuß (ca. 3,66 m) liegen. Wir gehen davon aus, dass ein hominider Körper, der die oben genannten Maße - sowie eine entsprechende Masse und ein Tonnen-Gewicht - aufwiese, eine VÖLLIG ANDERS GEARTETE KONSTITUTION besitzen müsste als ein Homo sapiens, um bewegungs- und damit lebensfähig zu sein. Ein proportional vergrößertes Menschen-Skelett würde unter dem Gewicht des Körpers mit einiger Sicherheit zusammenbrechen. Das gleiche dürfte auch für ein, entsprechend vergrößertes, menschliches Herz-Kreislauf-System gelten.

Abb. 2 Hier eine Karte der "Indianer-Territorien" im US-Bundesstaat Missouri aus dem 19. Jahrhundert.

Haben wir es also bei dieser Meldung mit einem Fake zu tun? Was den zweiten Teil der zitierten Notiz angeht: Mit Sicherheit! Dafür spricht - last but not least - auch die Tatsache, dass die mönströsen 'Fußspuren von Kansas City' seither nicht mehr in der anomalistischen Literatur erwähnt oder ernsthaft besprochen wurden. Der zunächst erwähnte Fund eines "Riesen-Schädels", der ansonsten in keiner Beziehung zu den märchenhaften Fußabdrücken zu stehen scheint, kann angesichts hunderter von Vergleichsfunden allerdings kaum verdächtig wirken.

Vermutlich wurde auch hier maßlose Übertreibungen eingefügt, um eine, zu dieser Zeit (1877) fast schon normale und "langweilige" Meldung zu einer Sensation aufzublasen. Dafür spricht auch, dass es in einer anderen Quelle lediglich 'in aller Bescheidenheit' heißt: "1877 - W.H.R. Lykins findet in Hügeln nahe Kansas City (USA) Knochen >von enormer Größe und Dichte<." [2] Daher haben wir uns entschieden, die obige Notiz unter genanntem Vorbehalt in unsere Sammlung von Fundberichten aufzunehmen und nicht in der Abteilung >Die gefälschten Riesen - Fakes und Flops im Visier der Giganten-Forschung< unterzubringen.

Die zweite Fundmeldung weist - auf den ersten und auch auf den zweiten Blick - ebenfalls einen durchaus befremdlichen und phantastischen Charakter auf, aber bevor wir sie überhastet und in toto ins Reich der Fabel verweisen, möchte der Verfasser vorab an eine ganz ähnliche Story erinnern, die als durchaus seriös einzustufen ist, nämlich auf den Bericht über William Niven´s verlorene Stadt. Dort wird, wie auch im folgenden Beispiel, über die Entdeckung der Überreste einer - offenbar weit prädiluvialen, von einer primhistorischen Ur-Kultur errichteten und unter kataklysmischen Umständen untergegangenen - Stadt berichtet, deren Ruinen heute tief unter der Erdoberfläche liegen.

Im vorliegenden Fall beziehen wir uns auf einen Artikel, der am 9. April 1885 unter der Überschrift "Missouri's Buried City - A Strange Discovery In a Coal Mine Near Moberly" in der New York Times erschienen ist. Darin heißt es: "St. Louis, Mo., 8. April - Die Stadt Moberly, Mo. ist in Aufregung wegen der Entdeckung einer wundervollen unterirdischen Stadt, die am Grunde eines 360 Fuß tiefen Kohle-Schachtes entdeckt wurde, welcher in der Nähe der Stadt abgeteuft wurde.

Abb. 3 Eine historische Karte des Randolph County, Missouri, aus dem Jahr 1895. Dort liegt die Ortschaft Moberly, wo zehn Jahre zuvor die Entdeckung unterirdischer Ruinen und der Überreste eines riesigen Menschen-Skeletts erfolgt sein soll.

Ein hartes und dickes Stratum von Lava wölbt sich in die Stadt [orig.: "arches in the buried city"; d.Ü.], deren Straßen regelmäßig ausgelegt und von Mauern aus Steinen umschlossen sind, welche ziemlich gut geschnitten und dressed sind, wenn auch grob im Stil der handwerklichen Ausführung. Eine Halle von 30 mal 100 Fuß wurde entdeckt, in der sich steinerne Werkbänke und alle möglichen Werkzeuge für den mechanischen Einsatz gab. Die weitere Suche erbrachte Statuen und Gebilde [Götzenbilder? Orig.: "images"; d.Ü.], die aus einer Legierung gefertigt waren, welche stark Bronze ähnelte, aber Oberflächenglanz [orig.: "luster"; d.Ü.] vermissen ließen.

Ein steinerner Springbrunnen wurde entdeckt, der sich in einem ausgedehnten Hof oder [auf] einer [breiten] Straße befand, und aus dem ein Strom von völlig klarem Wasser floss, welches man als stark mit Kalk versetzt befand. Neben dem Brunnen lagen Teile des Skeletts eines menschlichen Wesens. Die Maße der Bein-Knochen waren beim Femur viereinhalb Fuß [ca. 1,40 m; d.Ü.], bei der Tibia vier Fuß und drei Inches [ca. 1,30 m; d.Ü.], was anzeigte, dass die Person zu Lebzeiten drei mal so groß wie ein gewöhnlicher Mann war, und über eine traumhafte Muskelkraft und Regsamkeit verfügte.

Die Schädelknochen waren entzwei gegangen, die sagittalen und die coronalen Suturen zerstört worden. Die [aufgefundenen] Utensilien umfassen Bronze- und Flintstein-Messer, Stein- und Granit-Hämmer, metallische Sägen von grober handwerklicher Ausführung, doch nachweislich aus Metall, und anderes von ähnlichem Charakter, nicht so hochglanzpoliert oder so akkurat hergestellt wie jene, die heute von unseren besten Handwerkern gemacht werden, doch sie zeigen Fertigkeit, und [sind] ein Beleg für eine fortgeschrittene, geradezu wundervolle, Zivilisation.

Die Suchmannschaft verbrachte zwölf Stunden in der Tiefe und gab ihre Erkundungen nur deshalb auf, weil das Öl in ihren Lampen zur Neige ging. Kein Ende der Wunder dieser Entdeckung war in Sicht. Die oben angeführten Fakten werden durch Mr. David Coates, den Stadtschreiber von Moberly, und durch Mr. George Keating, den City Marshal verbürgt, die zu dem Erkundungstrupp gehörten. Eine weitere, ausgedehnte Untersuchung wird in ein oder zwei Tagen durchgeführt werden." [3]

Abb. 4 Die Fundmeldung im Southeast Missourian vom 24. Okt. 1924

Kein Zweifel: dieser Bericht weist einige 'Ungereimtheiten' auf und gehört keineswegs zu den Materialien, die wir ohne weiteres als handfesten Beleg für die Historizität nordamerikanischer 'Riesen-Völker' betrachten dürfen: Wieso war die mysteriöse Ruinenstadt in ca. 110 m Tiefe angeblich noch gut begehbar, und nicht komplett versedimentiert? Warum hat offenbar nach der oben wiedergegebenen Sensationsmeldung der New York Times, die auch von einer Reihe anderer Publikationen übernommen wurde (z.B. von: "The Local Notebook of Birmingham Bits, 1885"), in der Folge keine weitere Berichterstattung zu diesem Gegenstand stattgefunden? Wie soll ein menschlicher Riese, dessen angebliche skelettale Überbleibsel eine vormalige Körpergröße von mehr als fünf Metern indizieren, physiologisch funktioniert haben?

Der Verfasser dieses Beitrags hat jedenfalls beschlossen, weitere Recherchen zu dieser alten Meldung der New York Times anzustellen, um herauszufinden, ob die Story womöglich doch einen - wie auch immer gearteten - wahren Kern hat, oder nicht. Über die Ergebnisse selbiger Nachforschungen wird er dann an dieser Stelle in Form eines 'Updates' berichten.

Abb. 5 Die Fundmeldung aus der Chester Times vom 2. Nov. 1925

Zunächst jedoch eine weitere, ebenfalls höchst ungewöhnliche Fundmeldung (Abb. 4)] aus dem Jahr 1924, in der - mit einigen Jahren Verspätung - auf eine Entdeckung im Howell County hingewiesen wird. Gefunden haben wir sie der noch heute erscheinenden Zeitschrift The Southeast Missourian, in der folgendes gemeldet wurde:

"Popular Bluff, Montag, 24. Oktober - B.E. Kingen aus Brandsville, hier in der Nähe, fand ein höchst interessante Ding, während er vor einigen Jahren eine Meile südlich von Brandsville Holz schlug. Es war der versteinerte Körper eines sehr großen Menschen, der vermutlich zu Lebzeiten eine Körpergröße von zehn Fuß [ca. 3.05 m; d.Ü.] hatte. Er war in viele Teile zerbrochen, wahrscheinlich aufgrund der vulkanischen Anhebung dieses Landes vor hunderten von Jahren, aber es waren zweifelsohne Teile eines menschlichen Körpers. Die Muskeln an Oberschenkeln und Armen zeichneten sich deutlich ab, es fand sich eine intakte Niere und alle Körperteile wurden gefunden.

Viele Leute haben sich die Kuriosität angesehen, und Lehrer haben ihre Schüler die Fragmente inspizieren lassen. Es wird darüber geredet, die Knochen für wissenschaftliche Studien einzusammeln." [4]

Abb. 6 Die Fundmeldung aus den Port Arthur News vom 4. November 1925

Eine weitere kurze Fundmeldung (Abb. 5), welche von Micah Ewers recherchiert wurde, stammt aus der Chester Times vom 2. November 1925. Dort heißt es: "ST. JOSEPH, Missouri, 2. Nov. - Ein sieben Fuß und zwei Inches [ca. 2,18 m; d.Ü.] großes Skelett, welches man für das eines Angehörigen des altertümlichen Maya-Volkes hält [5], wurde unterhalb des Bettes eines Flussarmes in der Nähe von Fairfax, Missouri, gefunden, wie Frank Plumb, Student [6] der Anthropologie gestern bekannt gab. Der niedrige, geneigte Schädel zeigt, wie Mr. Plumb sagte, einen Maya-Ursprung an, da es eine Praxis dieses Volkes war, die Stirnen ihrer Kinder abzuflachen." [7]

Zu diesem Fund liegt uns übrigens noch ein weiteres Recherche-Ergebnis von Micah Ewers vor, nämlich eine Meldung aus den Port Arthur News vom 4. November 1925. Darin heißt es:

Abb. 7 die Fundmeldung des deutschsprachigen Scranton Wochenblatts vom 28. November 1900

"Fairfax, Missouri, 4. Nov. - Amateur-Anthropologen und Archäologen in diesem Teil des Landes fragen sich nach der Bedeutung von etwas, das man für das Skelett eines prähistorischen Mannes hält, welches kürzlich am Grunde eines vom Wasser ausgewaschenen Flüsschens auf einer Farm, fünf Meilen östlich von Fairfax, ausgegraben wurde. Frank L. Plumb, Student der Anthropologie, der das Skelett fand, ist der Ansicht, dass es sich bei den Knochen um die des ältesten Menschen handelt, der je in dieser Gegend entdeckt wurde.

Das Skelett, das in der Länge sieben Fuß und zwei Inches [ca. 2,18 m; d.Ü.] maß, zerkrümelte, als der Entdecker versuchte, die Knochen der Erde zu entnehmen, in welche sie eingebettet waren. Er war jedoch in der Lage, den Schädel zu bergen, der in einem recht guten Erhaltungs-Zustand ist." [8]

Die nächste Fundmeldung (Abb. 7) stammt aus dem Scranton Wochenblatt, einer jener alten, deutschspachigen Einwanderer-Publikationen in den USA. Diese Wochenzeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 29. November 1900 folgendes:

"Der Farmer C.H. Bechler hat in Montesana, Missouri, vierzig Fuß unter der Erde die Fossile dreier menschlicher Wesen aufgefunden, die aus der Zeit der Riesen stammen müssen, da die Skelette und Schädel darauf hindeuten, daß die Menschen mindestens 10 Fuß [ca. 3,05 m; bb] groß gewesen sein müssen.

Die Schädel haben nicht die Form der jetzigen Generation, sondern müssen, nach Bechler's Theorie, aus der vorgeschichtlichen Zeit stammen, wo die Menschen noch den wilden Thieren ähnlich waren; er glaubt daher sicherlich, das >fehlende Glied< entdeckt zu haben, und beabsichtigt, seinen Fund den Professoren an den Universitäten in St. Louis und Washington vorzulegen, um zu erfahren, ob sie seine Theorie bestätigen.

Abb. 8 Die Fundmeldung aus der Lewiston Daily Sun vom 25. April 1034

Fossile von Mastodons und antediluvischen Thieren sind dort bei Ausgrabungen häufig ans Tageslicht gefördert worden, und es scheint, als ob dort ein ganzer Begräbnißort von vorgeschichtlichtlichen Todten existiert; die aufgefundenen Knochen deuten auf Thiere von ganz enormer Größe hin. Bechler's Manie ist die Sammlung solcher Reliquien, und die gefundenen Knochen betrachtet er als die interessantesten und wichtigsten seiner großen Sammlung." [9]

Interessant ist in diesem Fall, dass es sich bei dem Finder keineswegs um einen 'ungebildeten Hinterwäldler' handelte, sondern augenscheinlich um einen 'Amateur-Paläontologen', wie wir heute sagen würden, der als versierter Sammler von Megafauna-Relikten wohl kaum Menschen- oder Hominiden-Knochen mit jenen von Mastodonten oder Mammuts verwechselt haben dürfte.

Hier nun eine Kurzmeldung aus der jüngeren Vergangenheit. Folgendes meldete The Lewiston Daily Sun am 25. April 1934 unter Berufung auf Associated Press:

"Verseilles, 24. April - (UP) - >Nein, wir haben keine Angst vor Gespenstern<, sagte J.D. Crain, der die sterblichen Überreste von sieben Moundbauern nahe seiner vorderen Schwarztreppe [?; orig.: "front porch"; d.Ü.] umbettete.

Abb. 9 Die geographische Lage des Nodaway County in Missouri

Crain erwarb kürzlich eine Farm, auf welcher ein hoher Mound die Aussicht von der Vorderfront seines Hauses verdunkelte. Große Eichenbäume wuchsen auf dem Mound, und er hatte keine Ahnung, dass es sich um ein Grabgewölbe handelte. Sechs der Skelette waren jene von Männern normaler Größe, aber das siebte war das eines Riesen." [10]

Bei Ooparts haben wir einen Bericht des Helena Independent (Helena, Montana) von Mittwoch, den 10. Oktober 1883 entdeckt. In diesem Bericht über einen Fund im Nodaway County (Abb. 9) heißt es: "J. H. Hamley, win wohlbekannter und seriöser Bürger von Barnard, Missouri, teilt der Gazette die Einzelheiten der Entdeckung eines RIESEN-Skeletts, vier Meilen südwestlich jenes Ortes, mit.

Ein Farmer namens John W. Hannon fand die Knochen, die aus der Böschung eines Hohlwegs hervorragten, der während der vergangenen Jahre durch die Auswirkungen des Regens entstanden war. Mr. Hannon arbeitete mehrere Tage daran, >das Skelett< freizulegen, welches sich als das eines menschlichen Wesens herausstellte, dessen Körpergröße zwölf Fuß [ca. 3,66 m; d.Ü.] betrug.

Der Kopf, durch die Schläfen [gemessen], betrug elf Inches; vom unteren Teil des Schädels bis zur hinteren Oberseite der Decke waren es fünfzehn Inches, und im Umfang vierzig Inches. The Rippen waren fast vier Fuß lang, und ein-dreiviertel Inches breit. Die Oberschenkel-Knochen waren sechsunddreißig Inches lang und verhältnismäßig groß. Als die Erde entfernt wurde, standen die Rippen hoch genug, um es einem Mann zu ermöglichen, hinein zu krabbeln, und das Innere des Skeletts zu erkunden, sich mit Leichtigkeit umzudrehen und wieder heraus zu gelangen.

Abb. 10 Der Bericht aus dem Findlay Jeffersonian vom 4. Februar 1876

Das erste Gelenk der großen Zehe vor dem Nagel war drei Inches lang, und der ganze Fuß hatte eine Länge von achtzehn Inches. Das Skelett lag mit dem Rücken nach oben [orig: "on its face"; d.Ü.] zwanzig Fuß unter der Oberfläche, und die Zehen waren in die Erde eingebettet, was nahelegt, dass der Körper entweder fiel oder platziert wurde, als der Boden weich war.

Der linke Arm war auf den Rücken gedreht, die Hand ruhte auf der Wirbelsäule, während der rechte Arm gerade und nach vorne ausgestreckt war. Einig der Knochen zerkrümelten, als sie der Luft ausgesetzt waren, doch viele gute Spezimen blieben erhalten, und sind jetzt in der Bernard [11] Medical School ausgestellt. Das Skelett wird allgemein als Relikt einer prähistorischen Rasse beurteilt." [12] [13]

Dass möglicherweise auch auf der Weltausstellung von 1876 in Philadelphia Knochen riesenhafter prähistorischer Bewohner Missouris ausgestellt wurden [14], legt der nachfolgend - leicht gekürzt - wiedergegebene Artikel (Abb. 10) nahe, der am 4. Februar 1876 in der Zeitung The Findlay Jeffersonian erschien:

"Gestern wurde eine höchst wertvolle und interessante Kollektion von altertümlichen Töpferwaren und menschlichen Knochen aus Mounds im Südosten Missouris vom Cen[ten]nial Office, Walnut Street Nr. 404, in Empfang genommen. Die Spezimen sind annähernd einhundert an der Zahl, und bestehen vorwiegend aus Speise-, Getränke- und Kochgeschirren, die sehr eigenartig geformt und sonderbar sind, was ihre Ornamentik betrifft. Auf einigen befinden sich Inschriften, doch es wäre ein zweiter Champollion nötig, um aus ihnen schlau zu werden. Manche dieser Knochen lassen erkennen, dass >es Riesen in jenen Tagen gab<, und die Schädel sind von einer Mächtigkeit, dass sie allem Trotz bieten, was weniger durchschlagend ist als ein Minié-Geschoss.

Der Explorator dieser erstaunlichen Mounds sagt, dass die Skelette eine Differenzierung der Geschlechter anzuzeigen scheinen, denn die größeren Skelette haben beiderseits ihrer Köpfe ein Gefäß für Speisen und Getränke, während die kleineren, augenscheinlich jene von Frauen, mit nicht mehr als einem Töpfchen oder einer Schmorpfanne gewürdigt wurden. Diese amerikanischen Pharaonen hatten offenkundig nur eine sehr armselige Vorstellung von Frauenrechten.

Abb. 11 Ein altes Foto des 'Riesen von Steelville' aus der Bibliothek des Ortes. Neben dem Skelett liegt Les Eaton, ein immerhin ca. 1,80 m großer Mann.

Unter den Personen, welche diese archäologischen Wunder neugierig inspizierten, war auch Esq. Isaac Cook von der American Wine Company, und auf seinen Vorschlag hin wurde das Experiment durchgeführt, Impérial aus einer der altertümlichen Schalen zu trinken, die seit Ewigkeiten begraben waren. [...] Die Exhumierungs-Arbeiten sind noch im Gange, und es werden bedeutende Ergänzungen dieses Bereichs der Weltausstellungs-Sammlung von Missouri hinzugefügt werden. In allen Abeitsbereichen gibt es bedeutsame Aktivitäten, und der Sekretär erhält täglich Beigaben von den Begrwerken und Farmen Missouris für des Warenlager. [...]" [15]

Abschließend stellen wir nun noch einen, von Jim Vieira und seinem Forscherkollegen James Clary untersuchten Fundbericht aus dem Crawford County vor, den die Zeitschrift The Steelville Ledger am 11. Juni 1933 unter folgender Überschrift veröffentlichte: "Ein altertümlicher Riese des Ozarks bei Steelville ausgegraben - Die seltsame Entdeckung eines Jungen, der nach Pfeilspitzen suchte, gibt dieser Stadt in Missouri ein faszinierendes Rätsel zu bedenken". In diesem Artikel heißt es über den Fund, den der junge Billy Harman damals in einer Höhle namens Puckett’s Cave machte u.a.: "… er förderte das komplette Skelett eines 8 Fuß [ca. 2,44 m; d.Ü.] großen Giganten zu Tage. Der grausige Fund wurde hier zu Dr. R.C. Parker gebracht und in seiner enormen Länge in einem Flur [von Parkers] Büro ausgestreckt, wo er in der Zwischenzeit als das aufsehenerregendste Ausstellungsstück verblieb, die jemals in Steelville öffentlich zur Schau gestellt wurde…"

Über das weitere Schicksal des Spezimens heißt es dann: "Man erwartet, dass ein Appell an Dr. Aleš Hrdlička, Anthropologe am National Museum in Washington und gefeierte Autorität hinsichtlich primitiver Rassen hilfreich ist. Dr. Parker hat ihm geschrieben und angeboten, den Schädel oder auch, falls dies für wissenschaftiche Studien nötig ist, das gesamte Skelett an ihn weiterzuleiten." Damit wurde allerdings der sprichwörtliche 'Bock zum Gärtner gemacht' [16], und es kann kaum verwundern, dass der Steelville Ledger weiter berichtete, das Skelett sei verpackt und zur Smithsonian Institution verschifft worden - woraufhin man niemals wieder etwas davon hörte oder sah. [17] [18]

Jedenfalls fanden Jim Vieira und James Clary bei ihren Nachforschungen in sowie bei Steelville sogar genau die Stelle an der Nordseite des Puckett’s Cave, wo das Riesen-Skelett 1933 exhumiert wurde. Sie trafen sich mit mehreren Verwandten von Billy Harmon, die alle die Richtigkeit der Geschichte bekundeten. Bei der Durchsicht eines Mikrofilms in der Bibliothek von Steelville stießen sie auf drei Berichte über den Fund, einschließlich eines Fotos (Abb. 11), das Les Eaton zeigt, einen ca. 1,80 m großen Mann, der sich in Dr. Parkers Büro zu Demonstrations-Zwecken neben das etwa 2,44 m große Skelett gelegt hat. [19]


Siehe zu Riesenfunden in Missouri auch auch:


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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Anonymus, "Historical North American Giants", Part 1, bei: The Bible UFO Connection - The Ultimate Guide to UFOs and Their Occupants (zuletzt abgerufen am 05.09.2011)
  2. Quelle: GreWiki, Stichwort: Riesen" (leider ohne Angabe der Original-Quelle; abgerufen am 05.09.2011)
  3. Quelle: Anonymus, "Missouri's Buried City - A Strange Discovery In a Coal Mine Near Moberly", in: The New York Times, 9. April 1885; ins Deutsche übersetzt durch Atlantisforschung.de nach: (The New York Times - Online Archiv, abgerufen am 05.09.2011)
  4. Quelle: o.A., "PETRIFIED BODY PROVES ATTRACTION", in: The Southeast Missourian, 24. Okt. 1924, S. 1 (abgerufen: 08.05.2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  5. Red. Anmerkung: ...was mit einiger Sicherheit eine Fehleinschätzung war!
  6. Anm. des Übersetzers: Wörtlich übersetzt. Im Originaltext wird das Wort "student" verwendet, was im erwas antiquierten Sprachgebrauch auch mit "Gelehrter" übersetzt werden kann.
  7. Quelle: o.A., "FINDS SKELETON OF ANCIENT MAYA INDIAN", in: Chester Times (Chester, PA) Monday, 2. Nov. 1925 S. 3; nach: Micah Ewers, Chester Times, (Chester, PA) Monday, Nov. 02, 1925 Pg. 3.jpg, Archiv III (abgerufen: 21.05.2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  8. Quelle: o.A., "PRE-HISTORIC MAN'S BONES, 7 FEET TALL, FOUND IN MISSOURI", in: Port Arthur News, 4. November 1925; nach: Micah Ewers, Archiv (2); Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de
  9. Quelle: o.A., "SKELETTE VON RIESEN", in: Scranton Wochenblatt, 29. Nov. 1900; nach: CHRONICLING AMERICA - Historic American Newspapers, unter: Scranton Wochenblatt., November 29, 1900, Page 5, Image 6 (abgerufen: 17.06.2014)
  10. Quelle: o.A., "HEADLINE NEWS BY STATES - Missouri" (Rubrik), in: The Lewiston Daily Sun, 25. April 1934; nach: Google News Newspaper Archive, unter: The Lewiston Daily Sun - 25. Apr. 1934 (abgerufen: 31.07.2014; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  11. Anmerkung: Richtig ist, wie auch oben, "Barnard"
  12. Quelle: Ooparts, unter: "Prehistoric Giant Skeleton Found" (abgerufen: 3. Feb. 2014; Übersetzung ins Deutsche durch atlantisforschung.de) --- Anmerkung: Als Beispiele für die historische Original-Berichterstattung zu diesem Fund siehe den betreffenden Artikel (ohne Überschrift) aus The Louisiana Democrat vom 29. August 1883; sowie: o.A., "PREHISTORIC MAN", in: The Canton Advocate, 22. November 1883
  13. Anmerkung: Über diesen Fund berichtete am September 13, 1883 auch die Providence Evening Press. Siehe: Jim Vieira, "Your Daily Giant 6/19/2013" (abgerufen: 15. Januar 2018)
  14. Anmerkung: Angeblich war auch zur Weltausstellung von 1883 in Chicago ein versteinerter "riesenhafter Indianer" als Exponat vorgesehen. Siehe dazu: "Riesenfunde - in Kalifornien (VI) - Kuriosa (bb)
  15. Quelle: o.A, "MOUNDBUILDERS´ RELICS FOR THE CENTENNIAL EXHIBITION.", 4. Februar 1876, in The Findlay Jeffersonian; nach: CHRONICLING AMERICA - Historic American Newspapers, unter: The Findlay Jeffersonian., February 04, 1876, Image 1 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  16. Siehe: Bernhard Beier, "Aleš Hrdlička versus Giganten-Theorie"
  17. Quelle: "An Ancient Ozark Giant Dug Up Near Steelville: Strange discovery made by a boy looking for arrowheads, gives this Missouri Town an absorbing mystery to ponder", 11. Juni 1933, in The Steelville Ledger; nach: Jim Vieira und Hugh Newman, "Giants on Record: America’s Hidden History, Secrets in the Mounds and the Smithsonian Files", 27. Oktober 2015, bei grahamhancock.com (Übesetzung der Zitate ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  18. Siehe zum 'Riesen von Steelville' auch: Chris L. Lesley, "Billy Harman’s Giant confirmed by Jim Vieira- The Giant of Puckett’s Cave", 30. November 2014, bei Greater Ancestors World Museum
  19. Quelle: Jim Vieira und Hugh Newman, "Giants on Record: America’s Hidden History, Secrets in the Mounds and the Smithsonian Files", 27. Oktober 2015, bei grahamhancock.com

Bild-Quellen:

1) TUBS bei Wikimedia Commons, unter: File:Missouri in United States.svg
2) US-HISTORICAL ARCHIVE, vormals unter: http://www.ushistoricalarchive.com/indians/maps/b11.gif (Karte dort nicht mehr online)
3) Livingston County Michigan Historical & Genealogical Project, unter: http://www.livgenmi.com/1895/MO/County/randolph.jpg
4) Google News Newspaper Archive, unter: The Southeast Missourian - Oct 24, 1924
5) Micah Ewers, Archiv 3, unter: Chester Times, (Chester, PA) Monday, Nov. 02, 1925 Pg. 3.jpg
6) Micah Ewers, Archiv 2
7) CHRONICLING AMERICA - Historic American Newspapers, unter: Scranton Wochenblatt., November 29, 1900, Page 5, Image 6 (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
8) Google News Newspaper Archive, unter: The Lewiston Daily Sun - 25. Apr. 1934 (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
9) David Benbennick bei Wikimedia Commons, unter: File:Map of Missouri highlighting Nodaway County.svg
10) CHRONICLING AMERICA - Historic American Newspapers, unter: The Findlay Jeffersonian., February 04, 1876, Image 1 (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
11) Jim Vieira und Hugh Newman, "Giants on Record: America’s Hidden History, Secrets in the Mounds and the Smithsonian Files", 27. Oktober 2015, bei grahamhancock.com